Fotos der Pressekonferenz
Niederösterreich will Zusammenarbeit mit Erzählkunst-Festival verlängern

"Fabelhaft Niederösterreich" gastiert im November erstmals in Eggenburg und kehrt nach Bad Schönau zurück. Begleitend finden Workshops von Folke Tegetthoffs "Schule des Zuhörens" an 20 Bildungseinrichtungen im Bundesland statt.

Geschichten brauchen Menschen, die sie erzählen, und Menschen, die ihnen zuhören. Beiden Seiten widmet sich "Fabelhaft Niederösterreich", dessen Zusammenarbeit mit dem Land um weitere zwei Jahre verlängert werden soll. Das kündigte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bei der Präsentation der Jubiläumsausgabe am 19. Oktober im Palais Niederösterreich an.

Das 2007 auf Initiative von Erzähler Folke Tegetthoff und dem damaligen Landeshauptmann Erwin Pröll gestartete Festival bringt internationale Erzählkunst nach Niederösterreich. Mit der Fortsetzung der Kooperation verbindet Mikl-Leitner auch den Anspruch, Kultur abseits der großen Zentren zugänglich zu machen. Bad Schönau als langjähriger Festivalstandort zeige, "dass auch kleine Gemeinden große kulturelle Strahlkraft entwickeln können".

Eggenburg öffnet neue Räume für Geschichten

Heuer erweitert das Festival seinen Spielplan um Eggenburg. Von 7. bis 9. November stehen dort erstmals Veranstaltungen auf dem Programm. Als Schauplätze nennt das Land neben dem Krahuletz-Museum auch das Rathaus und die Landesberufsschule. Für Susanne Stökl, Direktorin des Krahuletz-Museums, knüpft die Kooperation unmittelbar an das Ausstellungsprogramm des Hauses an. "Unsere Ausstellung 'Märchen, Mythen und Legenden' sowie lebendige Erzählkunst ergänzen sich perfekt. Wir erweitern damit historische Grenzen und die Wahrnehmung mit allen Sinnen."

Von 12. bis 15. November geht das Festival im Sconarium Bad Schönau weiter. Zum Auftakt erzählt Tegetthoff unter dem Titel "Bucklige Welt trifft auf Indien". Es folgen unter anderem die "Lange Nacht der Geschichten" und ein "Story Dinner". Den Abschluss bildet am 15. November das "Große Fest im Fabelhaften Ort", das von 14 bis 18 Uhr bei freiem Eintritt stattfindet.

Zuhören wird zum Bildungsprogramm

Während das Bühnenprogramm Geschichten in unterschiedlichen Formen vermittelt, richtet die begleitende "Schule des Zuhörens" den Blick auf eine Fähigkeit, die im alltäglichen Austausch leicht zu kurz kommen kann. Die Initiative erreicht heuer 20 niederösterreichische Bildungseinrichtungen. Die kostenlosen Workshops fanden von 19. bis 23. Oktober statt und werden von 9. bis 13. November fortgesetzt. Nach Angaben der Veranstalter:innen haben seit 2007 mehr als 150.000 Menschen in zwölf Ländern an knapp 1.000 Workshops teilgenommen. Mehr als 400 davon fanden laut dem Land in Niederösterreich statt.

Tegetthoff bezeichnet die Initiative als sein Herzensprojekt. "Gerade in diesem gigantischen Paradigmenwechsel, in dem wir jetzt stehen und der unser Kommunikationsverhalten total auf den Kopf stellen wird, ist es umso wichtiger, zu zeigen, dass es die direkte Kommunikation ist, die unser Menschsein ausmacht." Auch Mikl-Leitner betonte den Unterschied zwischen ständigem Austausch über digitale Kanäle und tatsächlichem Zuhören. Kinder und Jugendliche sollen dabei lernen, ihre eigene Stimme einzubringen und zugleich anderen Gehör zu schenken.

Das vollständige Programm und Informationen zur "Schule des Zuhörens" stehen auf storytellingfestival.at.

Zudem können Sie sich mittels Galerie einen Eindruck von der Pressekonferenz verschaffen.

www.storytellingfestival.at

www.noe.gv.at

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