Auszeichnung der WKW
MuseumsQuartier und seine Enzis holten sich den Tourismuspreis 2026

| Larissa Bilovits 
| 14.10.2026

Gewürdigt wurde nicht nur das Kulturareal im siebten Bezirk, sondern auch ein Möbelstück, das längst bis nach Madrid und Berlin für Wiener Flair sorgt.

Einmal im Jahr zeichnet die Sparte Tourismus und Freizeitwirtschaft der Wirtschaftskammer Wien (WKW) mit ihrem Tourismuspreis Personen, Institutionen oder Unternehmen aus, die sich in besonderer Weise um den Erfolg der Bundeshauptstadt als Reiseziel verdient gemacht haben. Die Liste der bisherigen Preisträger:innen liest sich wie ein Streifzug durch die Wiener Klassiker, von der Original Sacher-Torte und den Wiener Sängerknaben über den Stephansdom, die Albertina und den Prater bis hin zum Jüdischen Museum und dem Dritte Mann Museum. Nachdem die Auszeichnung im Vorjahr an den Flughafen Wien ging (LEADERSNET berichtete), fiel die Wahl heuer auf einen Ort, an dem Wiener:innen und Gäste aus aller Welt gleichermaßen zusammenkommen: Spartenobmann Dominic Schmid überreichte den Tourismuspreis 2026 am Mittwoch im Rahmen eines Festakts direkt vor Ort an das MuseumsQuartier (MQ) Wien und seine Enzis.

Kulturareal und Treffpunkt in einem

"Eine erfolgreiche Tourismusdestination lebt nicht nur von ihren großen Sehenswürdigkeiten, Museen, ihrer Kultur und Gastronomie. Sie lebt vor allem von jenen Orten, an denen man eine Stadt nicht nur besichtigt, sondern erlebt. Und genau dafür steht das MuseumsQuartier", begründete Schmid die Entscheidung der Sparte. In den vergangenen 25 Jahren habe sich das Areal zu einem der lebendigsten Orte Wiens entwickelt, das Kunst und Kultur ebenso Raum gebe wie der Begegnung zwischen Einheimischen und Besucher:innen.

Das inhaltliche Spektrum ist entsprechend breit. Unter einem Dach vereint das MuseumsQuartier bildende und darstellende Kunst, Architektur, Musik, Mode, Theater, Tanz, Literatur, Kinderkultur und Neue Medien. Zugleich reicht seine Bedeutung über die dort ansässigen Museen und Kultureinrichtungen hinaus, denn die frei zugänglichen Höfe sind über die Jahre zu einem beliebten urbanen Aufenthalts- und Erholungsraum mitten in der Stadt geworden.

Bunte Möbel mit internationaler Strahlkraft

Einen großen Anteil daran haben die sogenannten Enzis. Die kombinierbaren Multifunktionsmöbel stammen aus der Feder von Anna Popelka und Georg Poduschka und wurden 2002 als Idee für die Höfe des MuseumsQuartiers entwickelt. Seit 2003 sind sie dort in wechselnden Farben fixer Bestandteil des Areals und laden Besucher:innen zum Verweilen ein. "Aus einer Sitzgelegenheit wurde ein Treffpunkt. Aus einem Treffpunkt ein Stück Wiener Lebensgefühl. Und aus diesem Wiener Lebensgefühl schließlich ein Botschafter unserer Stadt", so Schmid.

Tatsächlich haben es die charakteristischen Möbel längst über die Stadtgrenzen hinaus geschafft und waren unter anderem bereits in Madrid, Barcelona, Hamburg und Berlin zu sehen. Für den Spartenobmann sind sie damit ein Sinnbild für die Verbindung von Kultur und öffentlichem Raum: "Die Enzis stehen für eine Stadt, die Kultur nicht hinter verschlossenen Türen versteckt, sondern in den öffentlichen Raum holt. Für eine Stadt, in der man gerne zusammenkommt, Platz nimmt und bleibt. Genau solche Orte und Ideen braucht eine erfolgreiche Tourismusstadt, denn sie schaffen Atmosphäre, Identität und Erinnerungen."

www.wko.at/wien

www.mqw.at

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