Gastkommentar von Dominic Schmid
Der Schanigarten – die Oase der Wiener

Ein Gastkommentar von Dominic Schmid, Spartenobmann Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Wien.

Wenn die Tage kürzer werden und der Herbst in Wien Einzug hält, muss eines noch lange nicht verschwinden: das Leben in unseren Schanigärten. Denn für mich sind sie weit mehr als zusätzliche Sitzplätze vor einem Lokal. Sie sind kleine Oasen mitten in der Stadt – und ein Stück Wiener Lebensgefühl, das nicht auf den Sommer beschränkt sein sollte.

Wer an einem sonnigen Herbstnachmittag oder an einem kühlen Abend im Schanigarten sitzt, Freunde trifft, einen Kaffee oder ein Glas Wein genießt und das Leben auf der Straße beobachtet, weiß, was ich meine. Hier begegnen einander Menschen, hier wird geredet, gelacht und diskutiert. Der Schanigarten ist eines der Wohnzimmer unserer Stadt – nur eben unter freiem Himmel.

Unsere Wiener Gastronom:innen machen diese besondere Atmosphäre möglich. Mit persönlichem Einsatz, hoher Qualität, Gastfreundschaft und natürlich einer guten Portion Wiener Schmäh schaffen sie Orte, an denen sich Wiener:innen genauso wohlfühlen wie Gäste aus aller Welt.

Gerade deshalb war es uns als Wirtschaftskammer Wien so wichtig, dass der Schanigarten nicht mit den ersten kalten Tagen in den Winterschlaf geschickt werden muss. Wir haben uns erfolgreich dafür eingesetzt, dass Schanigärten in Wien ganzjährig betrieben werden können. Das war ein wichtiger Schritt für unsere Betriebe – und für die Lebensqualität unserer Stadt.

Denn Wien braucht seine Schanigärten auch im Herbst und Winter. Mit zeitgemäßen Lösungen und – wo erlaubt und sinnvoll – Heizstrahlern können sie auch in der kalten Jahreszeit einladende Orte der Begegnung bleiben. Für mich zeigt das: Tradition und Weiterentwicklung sind kein Widerspruch.

Auch wirtschaftlich ist das wichtig. Jeder zusätzliche Gast hilft unseren Betrieben, Arbeitsplätze zu sichern und jene gastronomische Vielfalt zu erhalten, die Wien auszeichnet. Gleichzeitig profitieren unsere Grätzel davon, wenn auch in den kühleren Monaten Leben auf den Straßen stattfindet.

Und unsere Gäste? Sie suchen längst nicht mehr nur Sehenswürdigkeiten. Sie wollen Wien so erleben, wie wir Wiener:innen es selbst lieben. Dazu gehört für mich der Schanigarten ganz selbstverständlich dazu – im Frühling und Sommer, aber eben auch an einem goldenen Herbsttag oder, gut eingepackt, im Winter.

Deshalb wünsche ich mir, dass jede:r Wiener:in persönliche Lieblingswirt:innen hat – und sie auch regelmäßig besucht. Denn Gastronomie lebt nicht allein von Tradition. Sie lebt davon, dass wir hingehen.

Mein Appell für diesen Herbst ist daher ganz einfach: Ziehen wir uns eine Jacke an, treffen wir Freund:innen und genießen wir unsere Stadt. Denn für eine kleine Auszeit braucht es keine Reise.

Manchmal reicht ein freier Tisch im Wiener Schanigarten – auch wenn es draußen schon ein bisschen kühler ist.

www.wko.at/wien


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Dominic Schmid im WKW-Wirtschaftstalk

LEADERSNET.tv traf Dominic Schmid kürzlich zum gemeinsamen WKW-Wirtschaftstalk mit Christina Hummel (Inhaberin Café Hummel), Cornelia Dlabaja (Soziologin und Kulturwissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten: Nachhaltige Stadt- und Tourismusentwicklung, Overtourism, Stadt- und Planungssoziologie, Soziale Ungleichheit) und Thomas Peschta (Fachgruppenobmann Gastronomie der WKW). Unter dem Motto "Der Schanigarten – Die Sommeroase der Wiener" standen die Rolle der Gastronomie als sozialer Treffpunkt, die Bedeutung von Stammgästen sowie die Frage, wie diese besonderen Orte der Wiener Lebensart auch künftig erhalten werden können, im Mittelpunkt.

Den gesamten Talk finden Sie hier sowie im LEADERSNET.tv-Video. Eindrücke vom Dreh finden Sie zudem in der Galerie.

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LEADERSNET.tv traf Dominic Schmid kürzlich zum gemeinsamen WKW-Wirtschaftstalk mit Christina Hummel (Inhaberin Café Hummel), Cornelia Dlabaja (Soziologin und Kulturwissenschaftlerin mit den Forschungsschwerpunkten: Nachhaltige Stadt- und Tourismusentwicklung, Overtourism, Stadt- und Planungssoziologie, Soziale Ungleichheit) und Thomas Peschta (Fachgruppenobmann Gastronomie der WKW). Unter dem Motto "Der Schanigarten – Die Sommeroase der Wiener" standen die Rolle der Gastronomie als sozialer Treffpunkt, die Bedeutung von Stammgästen sowie die Frage, wie diese besonderen Orte der Wiener Lebensart auch künftig erhalten werden können, im Mittelpunkt.

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