Krone wandert weiter
In Österreich gibt es eine neue Schnitzelhauptstadt

| Janet Teplik 
| 01.10.2026

Führungswechsel im Schnitzel-Index 2026: Die bisherige Spitzenreiterin muss ihren Titel abgeben, bleibt bei den Restaurantbewertungen aber vorn.

Die Schnitzelkrone wandert in diesem Jahr von der Mur an die Donau. Laut dem aktuellen "Schnitzel-Index 2026" führt Wien das Ranking an und löst Graz als bisherige "Schnitzelhauptstadt" ab. Die Auswertung stammt vom Lieferdienst Lieferando, der dafür die Schnitzel-Bestellungen in Wien, Graz, Linz, Salzburg und Innsbruck analysiert hat. Für die Rangliste wurde die Anzahl der Bestellungen ins Verhältnis zur jeweiligen Einwohnerzahl gesetzt.

Im Zeitraum von 1. Jänner bis 31. August 2026 wurden in Wien 142.318 Schnitzelbestellungen erfasst. Im Ranking folgen Linz, Graz, Innsbruck und Salzburg. Für Graz endet damit eine erfolgreiche Titelverteidigung. Noch im vergangenen Jahr hatte die steirische Landeshauptstadt beim Bestellverhalten pro Kopf die Nase vorn und zugleich die höchsten durchschnittlichen Restaurantbewertungen erreicht (LEADERSNET berichtete). 

Graz bleibt bei Bewertungen vorne

Ganz ohne Spitzenplatz geht Graz allerdings auch heuer nicht aus dem Vergleich. Die dort erfassten Restaurants mit Schnitzelangebot erreichen auf Lieferando durchschnittlich 4,34 von fünf Sternen. Dahinter liegen Linz mit 4,26, Wien mit 4,24, Innsbruck mit 4,18 und Salzburg mit 4,15 Sternen. 

"Das Wiener Schnitzel gehört zu Österreich wie kaum ein anderes Gericht. Umso spannender ist es zu sehen, dass sich auch innerhalb weniger Jahre Verschiebungen zeigen: Wien holt sich 2026 erstmals die Schnitzelkrone, während Graz bei den Bewertungen vorn bleibt. Genau diese Unterschiede machen den Wiener Schnitzel-Index für uns so interessant: Unsere Bestelldaten zeigen, wie lebendig österreichische Esskultur ist und wie unterschiedlich ein echter Klassiker im ganzen Land bestellt wird", sagt Natascha Mauthner, Geschäftsführerin von Lieferando Österreich.

Deutlich fällt auch der Unterschied beim Angebot aus. Der ausgewertete Wiener Datensatz umfasst 718 Restaurants mit Schnitzelangebot. In Graz sind es 125, in Linz 87, in Salzburg 60 und in Innsbruck 55. Entsprechend groß ist Wiens Vorsprung bei den absoluten Bestellzahlen. Den 142.318 Bestellungen in der Bundeshauptstadt stehen 15.034 in Graz, 12.246 in Linz, 6.151 in Innsbruck und 3.300 in Salzburg gegenüber.

In Salzburg kostet das Schnitzel am meisten

Wer ein Schnitzel bestellt, muss je nach Stadt unterschiedlich tief ins Geldbörserl greifen. Für den Preisvergleich der fünf Städte zieht Lieferando Schweineschnitzel heran. Deren durchschnittlicher Preis liegt im untersuchten Angebot in Salzburg bei 19,73 Euro, gefolgt von Innsbruck mit 18,31 Euro. In Linz sind es 16,31 Euro, in Wien 15,09 Euro und in Graz 14,66 Euro.

© Lieferando

Noch weiter reicht die Preisspanne über die fünf Vergleichsstädte hinaus. Das teuerste Schnitzelangebot im gesamten ausgewerteten Datensatz findet sich laut Lieferando in Grafenbach-Sankt Valentin um 89,90 Euro. Am unteren Ende steht ein Angebot in St. Pölten um vier Euro.

Weniger Bestellungen, höherer Durchschnittspreis

Insgesamt erfasste Lieferando im aktuellen Betrachtungszeitraum 378.985 Schnitzelbestellungen. Zwischen Jänner und August 2025 waren es 389.574 gewesen. Das entspricht einem Rückgang von rund 2,7 Prozent. Gegen diesen Trend entwickelte sich das Schweineschnitzel. Seine Bestellzahl stieg von 37.900 auf 38.586 und damit um 1,8 Prozent. Hühnerschnitzel wurden hingegen um 4,8 Prozent seltener bestellt, Putenschnitzel um 3,3 Prozent und Kalbsschnitzel um sieben Prozent. Parallel erhöhte sich der durchschnittliche Preis im ausgewerteten Datensatz von 12,34 auf 13,09 Euro, ein Plus von rund sechs Prozent.

Damit trägt Wien heuer die Schnitzelkrone – Graz darf sich immerhin damit trösten, dass gute Bewertungen auch etwas wert sind. Die Bundeshauptstadt hat also allen Grund, sich ein bisserl aufzubrezeln. Oder besser gesagt: aufzupanieren.

www.lieferando.at

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