In seiner Sitzung vom 29. September 2026 hat der Aufsichtsrat der Energie AG Oberösterreich eine weitreichende Personalentscheidung getroffen: Der seit Jänner 2023 amtierende Vorstandsvorsitzende Leonhard Schitter wurde in seiner Funktion bestätigt und für eine weitere fünfjährige Funktionsperiode wiederbestellt. Die Eigentümervertreter:innen signalisieren damit Vertrauen in den eingeschlagenen Kurs des Infrastrukturkonzerns, der sich mitten in einer umfassenden strategischen Neuausrichtung befindet.
Vier Milliarden Euro für die Energiezukunft
Unter Schitters Führung hat der Konzern die Strategie "Loop" ins Leben gerufen (LEADERSNET berichtete). Das ambitionierte Ziel: Bis zum Jahr 2035 sollen insgesamt vier Milliarden Euro in den Ausbau von erneuerbarer Energieerzeugung, den Netzausbau und moderne Speichersysteme fließen. Damit will das Unternehmen die Versorgungssicherheit stärken, unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden und langfristig zu stabilen und leistbaren Energiepreisen in Oberösterreich beitragen.
Aufsichtsratsvorsitzender Landesrat Markus Achleitner begründete die Wiederbestellung mit den bereits sichtbaren Erfolgen dieser Strategie: "Aus einer strategischen Neuausrichtung sind inzwischen konkrete Großprojekte, Rekordinvestitionen und eine sichtbare Modernisierung des Unternehmens geworden." Mit der Wiederbestellung in der Funktion schaffe man die notwendige Kontinuität, um diesen Weg konsequent fortzusetzen.
Großprojekte und Tarifsenkungen
Seit dem Start der Transformation im Jahr 2023 wurden nach Angaben der Energie AG mehr als 1,3 Milliarden Euro in Oberösterreich investiert. Zu den aktuellen Leuchtturmprojekten zählen der Bau des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee (LEADERSNET berichtete) – die größte Einzelinvestition in der Geschichte der Energie AG – sowie der Neubau des Kraftwerks Traunfall. Zudem konnte die Photovoltaik-Erzeugung auf rund 70 Gigawattstunden vervierfacht und im vergangenen Sommer der erste Großbatteriespeicher in Timelkam in Betrieb genommen werden (LEADERSNET berichtete).
Neben den strukturellen Investments spürten auch die Endkund:innen die veränderten Marktstrategien: Seit 2023 senkte der Energieversorger den Strompreis fünfmal und den Gaspreis viermal. Mit "Hofer Grünstrom" wurde zudem erfolgreich eine bundesweite Diskont-Zweitmarke etabliert. Gleichzeitig trieb Schitter den Ausbau digitaler Services und neuer Angebote in den Bereichen E-Mobilität und Wärmepumpen voran.
Auch die Ausbildung ist Teil des Umbaus: In Gmunden entsteht mit der Lehrlings-PowerBase ein neues Ausbildungszentrum für Fachkräfte, die beim weiteren Umbau des Energiesystems gebraucht werden.
Dank an das Team und Blick nach vorne
Schitter zeigte sich erfreut über das erneute Vertrauen und betonte, dass die Meilensteine der letzten Jahre eine Teamleistung des gesamten Vorstands – gemeinsam mit CFO Eva Schinkinger und CTO Alexander Kirchner – sowie der Belegschaft gewesen seien. "Aus unserer Vision soll weiter Schritt für Schritt eine Energiezukunft entstehen, die Oberösterreich sicherer, unabhängiger und stärker macht", so der wiederbestellte CEO.
Wechsel im Technikressort eingeleitet
Während an der Konzernspitze Klarheit herrscht, steht im Vorstandsteam dennoch eine Veränderung an. Technikvorstand Alexander Kirchner wird das Unternehmen mit Ende des Jahres verlassen und per 1. Jänner 2027 als Vorsitzender der Geschäftsführung zur Wien Energie wechseln (LEADERSNET berichtete).
Der Aufsichtsrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Prozess für die Neubesetzung des Postens bereits formal eingeleitet. Die Ausschreibung für das Ressort soll laut Aufsichtsratschef Achleitner unverzüglich erfolgen, um zeitnah eine Nachfolge zu präsentieren.
www.energieag.at
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