Rossmarkthöfe haben neue Eigentümerin
Alpenland sichert sich prominentes Areal im Zentrum von St. Pölten

Auf dem ehemaligen Leiner-Areal soll langfristig ein gemischt genutztes Stadtquartier entstehen. 

Die Rossmarkthöfe im Zentrum von St. Pölten wechseln die Eigentümerin. Die Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft Alpenland konnte sich im Bieterverfahren durchsetzen, das im Rahmen der Insolvenzabwicklung der Süba AG (LEADERSNET berichtete u.a. hier) durchgeführt wurde. Nach mehreren Eigentümerwechseln im vergangenen Jahrzehnt soll das ehemalige Leiner-Areal nun langfristig entwickelt werden.

Insgesamt rund 9.082 Quadratmeter

Die Liegenschaft umfasst insgesamt rund 9.082 Quadratmeter und besteht aus bebauten sowie unbebauten Grundstücken. Alpenland will dort ein Quartier mit unterschiedlichen Nutzungsformen schaffen. Ein wesentlicher Bestandteil der geplanten Entwicklung soll leistbarer Wohnraum sein.

"Für uns ist der Ankauf kein Prestigeprojekt, sondern eine strategische Gelegenheit. Die Rossmarkthöfe sind eine Schlüsselimmobilie im Herzen unserer Stadt und liegen gleichzeitig direkt an unserem Unternehmensstandort St. Pölten. Wir wollen dieses Areal langfristig und mit hoher Qualität entwickeln und damit einen nachhaltigen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten", sagt Alpenland-Obfrau Isabella Stickler.

Leistbarer Wohnraum in zentraler Lage

Die zentrale Lage des Areals bringt aus Sicht der Wohnbaugenossenschaft mehrere Vorteile mit sich. Dazu zählen kurze Wege sowie die vorhandene Infrastruktur und die Nähe zu Arbeitsplätzen, Bildungs-, Kultur- und Freizeitangeboten. Alpenland will diese Standortqualitäten auch für leistbares Wohnen nutzen. "Als gemeinnütziger Wohnbauträger sehen wir es als unsere Verantwortung, leistbaren Wohnraum auch dort zu schaffen, wo die Nachfrage besonders groß ist – und das ist gerade in zentralen Lagen der Fall. Die Rossmarkthöfe bieten dafür eine einmalige Ausgangssituation", so Stickler.

Bei der künftigen Gestaltung sollen bestehende Gebäude und Neubauten miteinander verbunden werden. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei den denkmal- und ensemblegeschützten Gebäuden. Gleichzeitig sieht Alpenland auf der Liegenschaft Möglichkeiten für zusätzliche Baukörper und neue Wege durch das Areal.

Geplant ist zudem eine Mischung verschiedener Nutzungsformen. Neben Wohnungen sollen damit auch andere Funktionen in das künftige Quartier integriert werden. "Wir sehen in der Kombination aus Bestandsentwicklung und Neubau eine große Chance. Unser Ziel ist ein Quartier, das Wohnen, Arbeiten, Gewerbe und weitere Nutzungen miteinander verbindet, neue Wege durch das Areal schafft und dabei vor allem auch leistbaren Wohnraum ermöglicht. So kann an diesem zentralen Standort ein lebendiger neuer Teil der Stadt entstehen", erklärt Stickler.

Mindestens 22.500 Quadratmeter Bruttogeschossfläche

Nach aktuellem Stand geht Alpenland für das rund 9.082 Quadratmeter große Areal von einer Mindest-Bruttogeschossfläche von etwa 22.500 Quadratmetern aus.

Grundsätzliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung wurden bereits in einem Raumordnungsvertrag mit der Stadt St. Pölten festgelegt. In den nächsten Monaten will Alpenland weitere Gespräche mit der Stadt führen. Dabei sollen aktuelle Anforderungen und Vorstellungen für die zukünftige Nutzung in den weiteren Planungsprozess aufgenommen werden.

Hotel, Büros und Gewerbe vorgesehen

Neben leistbarem Wohnraum ist für die Rossmarkthöfe ein breiterer Nutzungsmix geplant. Vorgesehen sind auch ein Hotel sowie Büro- und Gewerbeflächen. Wie groß der jeweilige Anteil dieser Nutzungen letztlich ausfallen wird, ist noch offen und soll im weiteren Planungs- und Abstimmungsprozess festgelegt werden.

Die Entwicklung der Rossmarkthöfe soll schrittweise erfolgen. Dabei will Alpenland sowohl den vorhandenen Bestand als auch die künftigen Anforderungen an das neue Stadtquartier berücksichtigen.

www.alpenland.ag

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