Die renommierte Kurier-Werbeauszeichnung wurde erstmals in der Wiener Hofburg in den Kategorien Print, Digital, Crossmedia und soziale Projekte verliehen. LEADERSNET.tv war dabei und sprach mit den Köpfen hinter dem Event sowie den glücklichen Gewinner:innen über die Bedeutung von starker Werbung und gutem Journalismus.
Großer Jubel und Applaus brandeten kürzlich in der Wiener Hofburg auf, die in diesem Jahr als glanzvoller Austragungsort des 33. Kurier Werbe-Amors erstrahlte. Im Fokus standen erneut die besten Werbesujets in den Kategorien Print und Digital. Eine Premiere feierte der neu geschaffene Bereich "360° Crossmedia" – zudem vergab das Medienhaus erstmals einen Sonderpreis für soziale Projekte.
Die begehrten Gold-Trophäen sicherten sich die Niederösterreich Werbung in der Kategorie Print, Ferrero Österreich in Digital sowie Schweiz Tourismus in der neuen Crossmedia-Klasse. Der soziale Sonderpreis ging an die Organisation Debra Austria. Die feierliche Übergabe fand eingebettet in das Lifestyle-Event "Kurier freizeit.live" statt, während Schauspieler Markus Freistätter galant durch den Abend führte.
Vom Printpreis zur Crossmedia-Auszeichnung
Der Kurier zeichnet seit 1993 Werbsujets mit dem Werbe-Amor aus. Ursprünglich als reiner Printpreis konzipiert, wurde der Wettbewerb nach Angaben des Medienhauses 2025 um die Kategorien "Digital" und "Bewegtbild" erweitert. Aus der Bewegtbildkategorie entstand 2026 der Bereich 360° Crossmedia. Darunter verstehen die Veranstalter:innen Kampagnen, die mehrere Medienkanäle miteinander verbinden.
Elisabeth Laimighofer, Leiterin der Vermarktung im Kurier Medienhaus, sieht darin eine Reaktion auf die Veränderungen in der Branche. "Werbung hat sich wahnsinnig verändert. Es findet eine große Transformation statt", sagte sie bei der Veranstaltung gegenüber LEADERSNET.tv. Die grundlegende Aufgabe, Menschen mit Produkten und Informationen zu erreichen, sei jedoch gleich geblieben.
Medienhaus betont Verlässlichkeit
Neben der Entwicklung der Werbung thematisierte die Veranstaltung auch die Positionierung des Kurier. Geschäftsführer Richard Grasl nannte Verlässlichkeit, Einordnung und Klarheit als zentrale Werte der Medienmarke. Angesichts von Falschinformationen und spaltenden Inhalten in sozialen Medien seien diese Eigenschaften besonders wichtig.
Chefredakteur Martin Gebhart rückte ebenfalls die Überprüfbarkeit von Informationen in den Mittelpunkt. Guten Journalismus zeichne aus, dass Nachrichten recherchiert, unterschiedliche Meinungen berücksichtigt und Ereignisse eingeordnet würden. "Wenn ich das alles bieten kann, dann bin ich mir sicher, dass Leser:innen oder auch Zuseher:innen mitbekommen: Da bekomme ich wirklich eine Information, die fundiert ist", so Gebhart.
Drei Vorrunden führten zur Jahresentscheidung
Der Jahreswahl gingen drei thematisch gegliederte Vorrunden voraus. Dabei bewerteten Fachjurys Kampagnen in den Kategorien Print, Digital und 360° Crossmedia. Bei Print und Digital stimmten anschließend auch Kurier-Leser:innen online über ihre Favorit ab. Die jeweiligen Sieger der Jury- und Publikumswahl qualifizierten sich für das Finale. Über Crossmedia entschied ausschließlich die Fachjury.
Die erste Vorrunde des Werbe-Amors widmete sich den Bereichen Lifestyle, Handel, Wohnen und Gesundheit (LEADERSNET berichtete). Debra Austria belegte sowohl bei der Fachjury als auch beim Publikum den ersten Platz in der Printwertung. Im Digitalbereich entschied sich die Jury für Schlumberger, während die Leser:innen Ferrero an die Spitze wählten. Das Haus der Barmherzigkeit führte die Crossmedia-Wertung der Fachjury an.
In der zweiten Vorrunde standen Unternehmen und Organisationen aus dem Dienstleistungsbereich im Mittelpunkt (LEADERSNET berichtete). Die Jury setzte die ÖBB bei Print, die NÖ Umweltverbände bei Digital und "Wien will’s wissen" bei Crossmedia auf den ersten Platz. Das Publikum entschied sich für Care Österreich in der Printkategorie und ebenfalls für die NÖ Umweltverbände im Digitalbereich.
Die dritte und letzte Vorrunde konzentrierte sich auf Reise, Mobilität und Multimedia (LEADERSNET berichtete). Die Fachjury wählte Ruefa bei Print, Niederösterreich-Werbung bei Digital und Schweiz Tourismus bei Crossmedia auf Rang eins. In der Publikumswertung lagen Niederösterreich-Werbung bei Print und die ÖBB bei Digital vorn.
Für Stefan Lechner, Bereichsleiter MediaPrint, hängt erfolgreiche Werbung nicht allein von ihrer Gestaltung ab. "Ein gutes Produkt mit guter Werbung verkauft sich und ist nachhaltig erfolgreich. Ein schlechtes Produkt mit guter Werbung wird sich vielleicht auch verkaufen, aber scheitert", sagte er. Die Preisträger:innen verbänden seiner Ansicht nach geeignete Produkte mit kreativ umgesetzter und wertschätzender Ansprache.
Niederösterreich Werbung gewinnt Print-Gold
In der Kategorie Print setzte sich bei der Jahresentscheidung die Niederösterreich Werbung durch. Das ausgezeichnete Motiv mit dem Titel "kurze Flugzeit" zeigt eine Person beim Sprung von einem Holzsteg in den Lunzer See. An der Kampagne war die Agentur Die Jungen Wilden beteiligt. Silber ging an den Reiseveranstalter Ruefa und die Agentur rosebud, Bronze an die ÖBB. Ebenfalls im Finale standen Care Österreich und Debra Austria.
Digital-Gold erhielt Ferrero Österreich gemeinsam mit WPP Media. Die Niederösterreich Werbung belegte hier den zweiten Platz und erreichte damit in zwei Kategorien eine Platzierung. Bronze ging an die NÖ Umweltverbände und die Gabler Werbung, Film GmbH. Im Finale standen außerdem die ÖBB und Schlumberger.
Schweiz Tourismus gewinnt neue Crossmedia-Kategorie
Den ersten Werbe-Amor in der neu bezeichneten Kategorie 360° Crossmedia erhielt Schweiz Tourismus. Anders als bei Print und Digital wurde dieser Bereich ausschließlich von einer Fachjury bewertet. Insgesamt waren neun Kampagnen für die Crossmedia-Auszeichnung nominiert. Sie stammten von Armani, dem Haus der Barmherzigkeit, der Kroatischen Zentrale für Tourismus, der Österreichischen Apothekerkammer, Schweiz Tourismus, dem Slowenischen Tourismusbüro, VTA, "Wien will’s wissen" und Zurich.
Neuer Sonderpreis geht an Debra Austria
Erstmals vergab der Kurier auch einen Sonderpreis für soziale Projekte. Den ersten Platz erreichte Debra Austria, gefolgt von Care Österreich. Die ausgezeichnete Debra-Kampagne entstand unter Beteiligung der Agentur GGK MullenLowe und der Mediaagentur Mindshare. "Die Freude ist riesengroß und es hilft auch unserer Initiative unheimlich für die Schmetterlingskinder", sagte Rainer Riedl, Mitgründer, Obmann und Geschäftsführer von Debra Austria. Die Organisation unterstützt Menschen mit Epidermolysis bullosa, einer seltenen Erkrankung, bei der Haut und Schleimhäute bereits durch geringe mechanische Belastungen verletzt werden können.
Debra Austria initiierte das 2005 eröffnete EB-Haus am Salzburger Universitätsklinikum. Die Einrichtung verbindet medizinische Versorgung, Forschung sowie Aus- und Weiterbildung. .
Im Video zu sehen
Neben Richard Grasl (CEO Kurier Medienhaus), Elisabeth Laiminghofer (Leitung Vermarktung, Kurier Medienhaus), Martin Gebhart (Chefredakteur Kurier), Stefan Lechner (Bereichsleitung Print, Mediaprint) und Rainer Riedl (Co-Founder, Obmann & Geschäftsführer Debra Austria) holte LEADERSNET.tv auch Christiana Naue-Hess (Bereichsleitung Niederösterreich Werbung GmbH), Martina Zadina (Stv. Leitung Vermarktung Kurier Medienhaus), Oliven Cleven (Bereichsleiter Brand & Creative Verkehrsbuero), Helge Haberzettl (Creative Director ÖBB Werbung), Petra Löwenstein (Kampagnenmanagerin Care Österreich), Patricia Biedermann (Project Manager Travel Trade Austria, Schweiz Tourismus), Christian Macho (Präsident NÖ Umweltverbände und Gerhard Schlögel (Initiator "Hermes"-Wirtschaftspreis) vor die Kamera.
Darüber hinaus können Sie sich mittels Galerie einen Eindruck von der Preisverleihung verschaffen.
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