Am Montag wurden bei einer Pressekonferenz das Programm und das Teilnehmerfeld für die Erste Bank Open 2026 in der Wiener Stadthalle vorgestellt. Ralph Müller, CEO der Wiener Städtischen Versicherung, Turnierdirektor Herwig Straka, Erste-Bank-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller, ÖTV-Sportdirektor Jürgen Melzer und Wiens Sportstadtrat Peter Hacker gaben dabei einen Ausblick auf das ATP-500-Turnier, das von 24. Oktober bis 1. November in der Wiener Stadthalle und der Marx Halle über die Bühne geht.
Sinner nimmt nächsten Wien-Titel ins Visier
Sportlich wartet das mit 2.797.985 Euro dotierte Turnier mit einem prominent besetzten Teilnehmerfeld auf. Angeführt wird die Nennliste von Jannik Sinner. Der Weltranglisten-Erste gewann die Erste Bank Open bei seinen beiden jüngsten Teilnahmen 2023 und 2025 und kann damit in diesem Jahr seinen dritten Wien-Titel in Folge holen. Sinners Verbindung mit dem Wiener Turnier reicht einige Jahre zurück. 2019, als er noch auf Rang 119 der Weltrangliste lag, und 2020 erhielt der Italiener jeweils eine Wildcard von Turnierdirektor Herwig Straka. Nach seinem Vorjahressieg, den er in einem Dreisatzfinale gegen Alexander Zverev fixierte, unterstrich Sinner seine besondere Beziehung zu Wien: "Wien ist ein sehr spezielles Turnier für mich, und mir gefällt auch die Stadt. Man hat hier immer gut auf mich geschaut. Wenn ich in dieser Woche ein Turnier spiele, dann ist es in Wien."
Zehn Top-20-Spieler auf der Nennliste
Mit Alexander Zverev wird auch die aktuelle Nummer zwei der Weltrangliste und der aktuelle US-Open Sieger in Wien erwartet. Sinner und Zverev standen sich bereits im Finale der Erste Bank Open 2025 gegenüber.
Auch Daniil Medvedev, Flavio Cobolli und Frances Tiafoe haben für Wien gemeldet. Damit stehen fünf Spieler aus den Top 8 der ATP-Weltrangliste auf der Nennliste. Der 20-jährige US-Amerikaner Learner Tien feiert wiederum seine Österreich-Premiere. Er gewann 2025 die Next Gen ATP Finals und konnte bereits die ATP-Turniere in Metz und Genf für sich entscheiden.
Mit Jakub Menšik, Brandon Nakashima, Tommy Paul und Lorenzo Musetti erhöht sich die Zahl der angekündigten Top-20-Spieler auf zehn. Karen Khachanov komplettiert als weiterer prominenter Name das bislang bekannte Feld. Der offizielle Nennschluss erfolgt am 30. September.
Für Jürgen Melzer ist das Wiener Turnier auch mit zahlreichen persönlichen Erinnerungen verbunden. Der heutige ÖTV-Sportdirektor gewann 2009 und 2010 den Einzelbewerb und holte 2014 gemeinsam mit Philipp Petzschner den Doppeltitel. Die Erste Bank Open seien daher "das wohl wichtigste Turnier meiner Karriere mit vielen speziellen Erinnerungen" gewesen, erklärte Melzer. Eine volle Stadthalle sei von der Stimmung her fast einzigartig auf der Tour.
Marx Halle bekommt zusätzlichen Trainingscourt
Nach ihrer Premiere als zusätzlicher Austragungsort im vergangenen Jahr (LEADERSNET berichtete) wird die Marx Halle 2026 erneut in das Turnier eingebunden und weiter ausgebaut (LEADERSNET berichtete). Neben den beiden Match Courts werden dort künftig zwei statt bisher einem Trainingsplatz eingerichtet. Insgesamt stehen für die Erste Bank Open damit drei Match Courts und fünf Trainingsplätze zur Verfügung.
Die Erweiterung folgt laut Veranstalter:innen auf das positive Feedback von Spielern, ATP-Offiziellen und Publikum. "Die Spieler haben die Bedingungen in der Marx Halle bereits im vergangenen Jahr sehr geschätzt, daher war es ein logischer Schritt, die Trainingsmöglichkeiten an diesem Standort mit einem zusätzlichen Platz weiter auszubauen", so Turnierdirektor Herwig Straka.
Ein wesentlicher Bestandteil des Konzepts bleibt die Möglichkeit, die Profis beim Training aus unmittelbarer Nähe zu beobachten. Im Vorjahr absolvierten unter anderem Sinner und Zverev Einheiten in der Marx Halle und nahmen sich anschließend Zeit für Autogramme und Selfies. Die jeweiligen Trainingszeiten sollen über die Turnierwebsite und Infoscreen bekannt gegeben werden.
Auch abseits der Tennisplätze wird ein Rahmenprogramm angeboten. Padel, Mini-Tennis, DJs, Mitmachangebote und Gastronomie richten sich unter anderem an Familien. Passend zu den Herbstferien gibt es erstmals ein Family-Ticket für zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder um 69 Euro. Ground Tickets für Einzelpersonen kosten 25 Euro pro Turniertag.
Rollstuhltennis wird auf acht Spieler erweitert
Die Marx Halle bleibt zudem Schauplatz des in Kooperation mit win2day veranstalteten Rollstuhltennis-Turniers. Nach der Premiere im vergangenen Jahr wird das Teilnehmerfeld von sechs auf acht Spieler vergrößert. Das Endspiel wird in der Wiener Stadthalle ausgetragen.
Der britische Weltranglisten-Fünfte Gordon Reid hat angekündigt, seinen Vorjahrestitel verteidigen zu wollen. Mit Alfie Hewitt aus Großbritannien und dem Spanier Martin De La Puente werden außerdem die aktuelle Nummer zwei und drei der Weltrangliste erwartet.
Nico Langmann, österreichisches Aushängeschild und Playing Ambassador des Bewerbs, erinnert sich an die Resonanz der Premiere: "Die Tribünen in der Marx Halle waren voll, die Menschen sind rund um den Platz gestanden und haben für eine wahre Gänsehaut-Stimmung gesorgt." Die Erste Bank Open würden dem Rollstuhltennis eine große Bühne bieten. An den Zuspruch des vergangenen Jahres wolle man nun anknüpfen.
Red Bull BassLine eröffnet das Tennis-Wochenende
Bereits am Freitag, 23. Oktober, steht mit Red Bull BassLine ein weiteres Tennisformat in der Wiener Stadthalle auf dem Programm. Ab 19 Uhr treten sechs Spieler in einem Tie-Break-Format an, bei dem Spitzentennis mit DJ-Sounds, Entertainment und abgeänderten Regeln verbunden wird. Als erste Teilnehmer wurden Jakub Menšik und Daniel Mérida angekündigt.
Menšik sieht darin die Möglichkeit, seinen Sport einmal anders zu präsentieren. Das Format sei spannend und schnell und schaffe eine besondere Verbindung zwischen Spielern und Publikum. Mérida blickt seiner Premiere ebenfalls mit Vorfreude entgegen: "Ich habe schon viel Spannendes über Red Bull BassLine gehört und kann es kaum erwarten, mit dabei zu sein und das Publikum zu unterhalten."
Im Anschluss an den letzten Ballwechsel öffnet im Studio F ein Clubbing mit Cocktail-Lounge, Dancefloor und Gaming-Area. Am Sonntag, 25. Oktober, folgt der Super-Fan-Day, der Einblicke hinter die Kulissen und Begegnungen mit Spielern ermöglichen soll. Dominic Thiem soll dabei eine Hauptrolle übernehmen. Am selben Tag findet auch das traditionelle Rado-ProAm im Colony Club statt.
Neue Angebote bringen Tennis in die Stadt
Die Erste Bank ist 2026 zum 16. Mal Haupt- und Titelsponsorin der Erste Bank Open. Neben bestehenden Fan-Angeboten kommt mit dem "Erste Bank Open Screen Slam" ein neues interaktives Format hinzu. Tennisfans können dabei über ihr Smartphone auf digitalen Screens gegeneinander antreten. An mehreren Standorten in Wien, darunter 20 Filialen der Erste Bank, erfolgt der Einstieg über einen QR-Code.
Wer einen Spitzenplatz in der Highscore-Liste erreicht, erhält die Chance, in der Wiener Stadthalle gegen einen Tennisstar anzutreten. Die beiden erfolgreichsten Teilnehmer:innen qualifizieren sich schließlich für das Finale auf dem Centre Court. In der Marx Halle wird außerdem die #glaubandich Fans & Players-Zone fortgesetzt, die Begegnungen zwischen Besucher:innen und ATP-Spielern ermöglichen soll.
Erste-Bank-CEO Gerda Holzinger-Burgstaller bezeichnet das Turnier als "eine Erfolgsgeschichte, die sich stetig weiterentwickelt und für starke Emotionen und viele Glaubandich-Momente sorgt". Mit der Marx Halle und weiteren Aktivitäten wolle man die Begeisterung für den Sport über die Wiener Stadthalle hinaus zu den Menschen bringen.
Ein besonderes Augenmerk gilt auch jungen Tennisfans. Beim spark7 Next Gen Day powered by Stadt Wien sind zusätzliche Mitmachstationen für Kinder und Jugendliche vorgesehen. Da die Turnierwoche in die Herbstferien fällt, sollen junge Besucher:innen die Möglichkeit erhalten, Tennis aus nächster Nähe zu erleben und selbst aktiv zu werden.
Nachhaltigkeitsinitiative wird fortgesetzt
Fortgeführt wird auch das Nachhaltigkeitsengagement der Erste Bank. Seit 2021 werden für jedes während des Turniers geschlagene Ass zehn Bäume im Waldviertel gepflanzt. Nach Angaben der Veranstalter:innen seien auf diese Weise mittlerweile knapp 40.000 Bäume zusammengekommen.
Internationale Bühne für den Sportstandort Wien
Wiens Sportstadtrat Peter Hacker sieht in den Erste Bank Open neben dem sportlichen auch einen Standortfaktor. "Die Erste Bank Open sind weit mehr als ein internationales Spitzensportereignis. Sie sind eine bedeutende Visitenkarte für Wien", betont Hacker. Das Turnier biete der Stadt auch in den kommenden Jahren einen stabilen Werbewert sowie nationale und internationale Sichtbarkeit.
Die Wiener Städtische Versicherung begleitet die Veranstaltung erneut als Presenting-Partner. Für CEO Ralph Müller lebe Spitzensport von Emotionen, Begeisterung und besonderen Momenten. All das mache die Erste Bank Open zu einem Highlight im österreichischen Sportkalender. Besonders freue man sich auf den Wiener Städtische Tag am 27. Oktober. Von einer Autogrammstunde bis zum Coin Toss auf dem Centre Court wolle man Tennis "für Groß und Klein hautnah erlebbar machen".
Die Erste Bank Open finden von 24. Oktober bis 1. November 2026 in der Wiener Stadthalle und der Marx Halle statt.
LEADERSNET war bei der Pressekonferenz. Einen Eindruck können Sie sich hier machen.
www.erstebank-open.com
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