Auch 2026 klare Nummer 1
Kickl war bei den ORF-Sommergesprächen der Quotenkaiser

| Redaktion 
| 08.09.2026

Bis zu 860.000 Zuseher:innen verfolgten das Interview mit dem FPÖ-Chef. Insgesamt kamen die fünf heurigen Ausgaben auf 2,7 Millionen Seher:innen.

Die ORF-"Sommergespräche" sind am Montagabend (7. September) in ihre fünfte und letzte Runde gegangen. Nach dem Gespräch mit Bundeskanzler und ÖVP-Chef Christian Stocker vergangene Woche (LEADERSNET berichtete) empfing Moderatorin Simone Stribl dieses Mal FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl auf der "Studio 2"-Terrasse im Mediencampus am Küniglberg. Die Reihenfolge der Interviews richtet sich traditionell nach dem Ergebnis der letzten Nationalratswahl, bei der die FPÖ als stärkste Partei abschnitt.

34 Prozent Marktanteil für das finale Gespräch

In der Spitze verfolgten 860.000 Zuseher:innen das Gespräch mit Kickl. Im Schnitt waren laut vorläufiger Gewichtung 786.000 Menschen via ORF 2 mit dabei, was einem Marktanteil von 34 Prozent entspricht. Gegenüber der vergangenen Ausgabe mit Stocker, wo im Schnitt 531.000 Menschen bei einem Marktanteil von 23 Prozent zusahen, bedeutet das für den FPÖ-Chef ein deutliches Plus bei der Reichweite sowie ein Plus von elf Prozentpunkten beim Marktanteil.

Ähnlich stark fiel das Interesse an der anschließenden Analyse des Gesprächs in der "ZIB 2" aus, die bis zu 807.000 Politikinteressierte erreichte. Bereits in den Vorwochen hatte die Aufarbeitung im Anschluss mehr Publikum angezogen als das Interview selbst.

Quotenbilanz nach allen fünf Sommergesprächen

Insgesamt erreichten die fünf ORF-"Sommergespräche" heuer 2,721 Millionen Österreicher:innen im weitesten Seherkreis. Das entspricht 36 Prozent der heimischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren. Im Durchschnitt verfolgten 550.000 Zuseher:innen die einzelnen Ausgaben, der Marktanteil lag bei 24 Prozent. In den jungen Zielgruppen der 12- bis 29-Jährigen und der 12- bis 49-Jährigen wurden Marktanteile von 16 bzw. 15 Prozent erzielt.

Die Quoten der einzelnen Gespräche im Überblick:

  • Leonore Gewessler, Die Grünen (10. August): ungewichtet 482.000 Zuseher:innen, endgültig gewichtet 468.000 Zuseher:innen und 22 Prozent Marktanteil
  • Beate Meinl-Reisinger, NEOS (17. August): ungewichtet 501.000 Zuseher:innen, endgültig gewichtet 478.000 Zuseher:innen und 20 Prozent Marktanteil
  • Andreas Babler, SPÖ (24. August): ungewichtet 517.000 Zuseher:innen, endgültig gewichtet 484.000 Zuseher:innen und 21 Prozent Marktanteil
  • Christian Stocker, ÖVP (31. August): ungewichtet 531.000 Zuseher:innen und 23 Prozent Marktanteil
  • Herbert Kickl, FPÖ (7. September): ungewichtet 786.000 Zuseher:innen und 34 Prozent Marktanteil

Für die Gespräche mit Christian Stocker und Herbert Kickl liegen derzeit noch keine endgültig gewichteten Reichweiten vor. Diese berücksichtigen nämlich auch die Nutzung über die 7-Days-Catch-up-Dienste von Kabelanbietern wie Magenta oder A1 und stehen daher jeweils erst am achten Tag nach der Ausstrahlung fest.

Interviews sorgten auch online für großes Interesse

Die fünf "Sommergespräche" wurden auch über die digitalen Angebote intensiv verfolgt. Laut Online-Bewegtbild-Messung von AGTT und GfK Teletest Zensus kamen die Livestreams und On-Demand-Videos in Österreich bislang auf ein Gesamtnutzungsvolumen von 7,1 Millionen Minuten. Verzeichnet wurden zudem 1,3 Millionen Bruttoviews, also Videostarts, sowie 279.000 Nettoviews, die zusammenhängende Nutzungsvorgänge abbilden. Die durchschnittliche Online-Reichweite pro Sendung liegt derzeit bei 27.000 Zuseher:innen – beim Gespräch mit Herbert Kickl ist vorerst allerdings nur die Streaming-Nutzung vom Abend der Ausstrahlung berücksichtigt. Auf ORF On stehen sämtliche Ausgaben noch bis 30 Tage nach der TV-Ausstrahlung der letzten Sendung zur Verfügung.

Stark genutzte "Sommer(nach)gespräche" in ORF III

Nicht zuletzt stießen auch die "Sommer(nach)gespräche" in ORF III auf großes Publikumsinteresse. Die von Chefredakteurin Lou Lorenz-Dittlbacher bereits zum fünften Mal moderierten ausführlichen Analysen zu den "Sommergesprächen" erreichten im Durchschnitt 95.000 Zuseher:innen und einen Marktanteil von sieben Prozent. Insgesamt schalteten im Laufe der fünf Ausgaben 650.000 Menschen ein. Das entspricht neun Prozent der österreichischen TV-Bevölkerung ab zwölf Jahren.

www.orf.at

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