Schwerpunkt im Bereich Altersforschung
Thomas E. Dorner übernimmt Professur für Gerontologie an der MedUni Wien

Die Menschen werden älter und somit verändern sich die Anforderungen an Medizin, Pflege und Gesellschaft. Eine steigende Lebenserwartung bedeutet schließlich nicht automatisch, dass auch die Zahl der gesunden und selbstbestimmten Lebensjahre wächst. Mit einer neuen Professur für Gerontologie reagiert die Medizinische Universität Wien auf diese Entwicklung.

Die Medizinische Universität Wien baut ihren Schwerpunkt im Bereich Altersforschung weiter aus: Thomas E. Dorner hat die Professur für Gerontologie am Zentrum für Public Health übernommen.

Dorners wissenschaftliche Arbeit konzentriert sich auf Gesundheitsförderungs- und Versorgungsforschung mit besonderem Fokus auf gesundes Altern. Ziel ist es, evidenzbasierte Strategien zu entwickeln, die Gesundheit, Selbstständigkeit und gesellschaftliche Teilhabe bis ins hohe Alter fördern. Dabei soll insbesondere untersucht werden, wie Prävention, Gesundheitsförderung und geeignete Versorgungsstrukturen dazu beitragen können, Lebensqualität und Autonomie älterer Menschen langfristig zu erhalten.

Zusammenarbeit mit dem Haus der Barmherzigkeit

Ein wichtiger Bestandteil der Professur ist die Zusammenarbeit mit dem Haus der Barmherzigkeit und dessen Akademie für Altersforschung. Die Kooperation ermöglicht praxisnahe Forschung mit Zugang zu unterschiedlichen Gruppen älterer Menschen und zu klinischen Routinedaten. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen dadurch rasch in die Versorgungspraxis einfließen.

Auch in der Lehre setzt Dorner auf eine forschungsgeleitete und interprofessionelle Ausbildung. Geriatrische und gerontologische Themen sollen künftig stärker als Querschnittsmaterie im gesamten Medizinstudium verankert werden. Bestehende Formate wie die Ringvorlesung "Geriatrie und Gerontologie" und das "Running Team", das wissenschaftliche Inhalte mit gemeinsamen Lauftreffen verbindet, sollen weiter ausgebaut werden.

Dorner leitet die Akademie für Altersforschung sowie die Abteilung Forschung und Lehre am Haus der Barmherzigkeit. Zudem steht er dem 2020 von ihm gegründeten Karl Landsteiner Institut für Gesundheitsförderungsforschung vor. An der MedUni Wien war er zuvor am Zentrum für Public Health in der Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin tätig, zunächst als Assistenzprofessor, später als Assoziierter Professor. Nach zwölf Jahren als Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Public Health ist er seit 2023 deren Ehrenpräsident.

www.meduniwien.ac.at

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