Stattliche Dividende
Red Bull steigerte Gewinn erneut – Mark Mateschitz erhält 530 Millionen

| Tobias Seifried 
| 11.10.2026

Der Salzburger Energydrinkspezialist konnte auch den Umsatz steigern. Die Eigentümer schütten sich insgesamt 1,1 Milliarden Euro aus. Und auch der heimische Finanzminister darf sich über hohe Steuereinnahmen freuen.

Red Bull hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus und einem neuerlichen Gewinnanstieg abgeschlossen. Wie aus dem beim Firmenbuch hinterlegten und über den Wirtschafts-Compass veröffentlichten Konzernabschluss hervorgeht, erhöhten sich die Nettoerlöse um neun Prozent auf 12,2 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn legte um fünf Prozent auf rund 1,9 Milliarden Euro zu.

Trotz der verbesserten Geschäftszahlen fällt die Gewinnausschüttung an die Eigentümer:innen geringer aus als im Vorjahr. Insgesamt werden rund 1,1 Milliarden Euro verteilt. Davon entfallen etwa 530 Millionen Euro auf Mark Mateschitz, der 49 Prozent der Anteile hält. Die übrigen 51 Prozent befinden sich im Eigentum der thailändischen Familie Yoovidhya.

Mateschitz erhält deutlich weniger als im Vorjahr

Aus dem Geschäftsjahr 2024 hatte Mark Mateschitz noch rund 648 Millionen Euro erhalten. Die aktuelle Ausschüttung liegt damit um etwa 118 Millionen Euro beziehungsweise rund 18 Prozent darunter.

Auch die gesamte Dividendensumme wurde reduziert: Während die Eigentümer aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr insgesamt 1,32 Milliarden Euro erhielten (LEADERSNET berichtete), sind es nun rund 1,1 Milliarden Euro.

3,2 Milliarden Euro für Marketing

Ein wesentlicher Bestandteil der Geschäftsstrategie bleibt das umfangreiche Marketing- und Sponsoringengagement. Laut Konzernabschluss gab Red Bull im Jahr 2025 rund 3,2 Milliarden Euro für Marketing aus. Davon entfielen etwa 1,5 Milliarden Euro auf Sponsoring und knapp 900 Millionen Euro auf klassische Werbung.

Das Unternehmen ist unter anderem im Motorsport, Fußball und Wintersport sowie in verschiedenen Extremsportarten engagiert. Mit dem Red Bull Media House, zu dem unter anderem ServusTV und mehrere Magazine gehören, ist der Konzern zudem im Mediengeschäft tätig. In Kürze startet mit Servus Radio zusätzlich ein österreichweiter Radiosender (LEADERSNET berichtete).

Auch abseits der laufenden Marketingausgaben investiert das Unternehmen beziehungsweise sein Miteigentümer in die Infrastruktur. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Mark Mateschitz weitere 25 Millionen Euro in den Ausbau des Red Bull Rings in Spielberg steckt. Das Boxengebäude soll um mehr als 7.000 Quadratmeter erweitert werden (LEADERSNET berichtete).

Red Bull zählt zu Österreichs größten Steuerzahlern

Der Energydrinkkonzern mit Sitz in Fuschl am See gehört weiterhin zu den bedeutenden Steuerzahlern des Landes. Für das Geschäftsjahr 2025 weist der Abschluss einen effektiven Steueraufwand von rund 645 Millionen Euro aus.

Bei der Produktion setzt Red Bull traditionell auf Partnerunternehmen. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Vorarlberger Getränkehersteller Rauch, der für die Abfüllung verantwortlich ist. Red Bull wird derzeit vor allem in Österreich, der Schweiz und den USA produziert und abgefüllt. Weitere Produktionsstandorte sind in Deutschland und Kanada geplant.

www.redbull.com

wirtschaftscompass.at

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