Am österreichischen Neuwagenmarkt setzt sich der Aufwärtstrend fort. Von Jänner bis September 2026 wurden laut Statistik Austria insgesamt 241.108 neue Pkw zugelassen. Das entspricht einem Anstieg von 12,1 Prozent beziehungsweise 25.993 Fahrzeugen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Besonders stark entwickelte sich der September: Mit 28.968 Neuzulassungen wurde das Ergebnis des Vorjahresmonats um 12,5 Prozent übertroffen.
Wesentlicher Wachstumstreiber waren Elektroautos. Ihre Neuzulassungen stiegen im September um 80,6 Prozent auf 9.723 Fahrzeuge. Damit entfiel bereits rund ein Drittel aller neuen Pkw in diesem Monat auf rein elektrische Modelle.
"Aktuell wächst der Neuwagenmarkt für Elektro-Pkw am schnellsten", erklärt Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria. Auch die Neuzulassungen von Hybridfahrzeugen hätten weiter zugelegt.
Mehr als jeder vierte neue Pkw fährt rein elektrisch
In den ersten neun Monaten wurden österreichweit 63.172 reine Elektroautos neu zugelassen. Das entspricht einem Zuwachs von 36,9 Prozent und einem Marktanteil von 26,2 Prozent. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum erhöhte sich dieser um 4,7 Prozentpunkte. Auch Hybridfahrzeuge bleiben gefragt. 88.565 neue Benzin-Hybride bedeuten ein Plus von 24,8 Prozent, während Diesel-Hybride um 18,4 Prozent auf 9.412 Fahrzeuge zurückgingen.
Insgesamt entfielen damit 66,8 Prozent aller Pkw-Neuzulassungen auf alternative Antriebe. Konventionell angetriebene Benziner und Diesel kamen gemeinsam nur noch auf 33,2 Prozent. Ihre Zulassungszahlen gingen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent zurück.
Besonders deutlich fiel der Rückgang im September aus: Benziner verloren 12,1 Prozent, Diesel sogar 28,2 Prozent. Der starke Anstieg bei Elektroautos ist laut Statistik Austria teilweise auch auf neue Modelle zurückzuführen, die im September 2025 noch nicht auf dem Markt waren.
Tesla Model Y führt Elektro-Ranking im September an
Ein Blick auf die beliebtesten Elektroautos zeigt, welche Modelle besonders stark von der steigenden Nachfrage profitieren. Im September führte das Tesla Model Y die Rangliste mit 946 Neuzulassungen und einem Anteil von 9,7 Prozent an. Dahinter folgte das Tesla Model 3 mit 614 Fahrzeugen beziehungsweise 6,3 Prozent.
Auf den Plätzen drei und vier landeten der Skoda Enyaq (403) und der Skoda Elroq (329). Komplettiert wird die Top fünf vom BYD Atto mit 318 Neuzulassungen. Dahinter folgen der BMW iX3, der VW ID.Polo, der Hyundai Inster, der Cupra Born und der Hyundai Ioniq 5.
Damit belegen die beiden Tesla-Modelle die ersten beiden Plätze und kommen gemeinsam auf rund 16 Prozent aller Elektro-Neuzulassungen im September.
- Top 10 Elektroautos im September 2026
| Rang |
Modell |
Neuzulassungen |
Anteil |
| 1 |
Tesla Model Y |
946 |
9,7 % |
| 2 |
Tesla Model 3 |
614 |
6,3 % |
| 3 |
Skoda Enyaq |
403 |
4,1 % |
| 4 |
Skoda Elroq |
329 |
3,4 % |
| 5 |
BYD Atto |
318 |
3,3 % |
| 6 |
BMW X3 |
292 |
3,0 % |
| 7 |
VW Polo / ID. Polo |
237 |
2,4 % |
| 8 |
Hyundai Inster |
231 |
2,4 % |
| 9 |
Cupra Born |
225 |
2,3 % |
| 10 |
Hyundai Ioniq 5 |
197 |
2,0 % |
VW und Skoda dominieren den Neuwagenmarkt
Bei den Automarken bleibt Volkswagen mit 31.902 Neuzulassungen und einem Marktanteil von 13,2 Prozent klar an der Spitze. Dahinter folgt Skoda mit 25.672 Fahrzeugen beziehungsweise 10,6 Prozent. Auf den weiteren Plätzen liegen BMW (15.137), Audi (14.597) und Seat (11.690).
Besonders auffällig ist die Entwicklung von BYD. Der chinesische Hersteller steigerte seine Neuzulassungen gegenüber den ersten neun Monaten 2025 von 5.263 auf 8.851 Fahrzeuge. Das entspricht einem Wachstum von 68,2 Prozent und Platz neun im österreichischen Markenranking. Damit liegt BYD mittlerweile vor Toyota, das mit 8.537 Neuzulassungen den zehnten Rang belegt.
- Top 10 Marken von Jänner bis September 2026
| Rang |
Marke |
Neuzulassungen |
Marktanteil |
| 1 |
VW |
31.902 |
13,2 % |
| 2 |
Skoda |
25.672 |
10,6 % |
| 3 |
BMW |
15.137 |
6,3 % |
| 4 |
Audi |
14.597 |
6,1 % |
| 5 |
Seat |
11.690 |
4,8 % |
| 6 |
Mercedes |
11.016 |
4,6 % |
| 7 |
Hyundai |
9.018 |
3,7 % |
| 8 |
Cupra |
8.965 |
3,7 % |
| 9 |
BYD |
8.851 |
3,7 % |
| 10 |
Toyota |
8.537 |
3,5 % |
Auch bei den beliebtesten Modellen dominieren die Volkswagen-Konzernmarken. Der VW Golf führt das Ranking mit 6.288 Neuzulassungen an, gefolgt vom Skoda Octavia mit 5.754 Fahrzeugen. Auf Platz drei liegt der BMW X1 (4.231), knapp vor dem Seat Ibiza (4.179).
Bemerkenswert ist der fünfte Platz des Tesla Model Y: Mit 4.109 Neuzulassungen ist das Elektro-SUV nicht nur eines der beliebtesten Elektroautos, sondern zählt mittlerweile auch über alle Antriebsarten hinweg zu den fünf meistzugelassenen Pkw-Modellen Österreichs.
- Top 10 Modelle von Jänner bis September 2026
| Rang |
Modell |
Neuzulassungen |
Marktanteil |
| 1 |
VW Golf |
6.288 |
2,6 % |
| 2 |
Skoda Octavia |
5.754 |
2,4 % |
| 3 |
BMW X1/iX1 |
4.231 |
1,8 % |
| 4 |
Seat Ibiza |
4.179 |
1,7 % |
| 5 |
Tesla Model Y |
4.109 |
1,7 % |
| 6 |
BMW X3/iX3 |
3.735 |
1,5 % |
| 7 |
VW Polo / ID. Polo |
3.719 |
1,5 % |
| 8 |
Toyota Yaris |
3.504 |
1,5 % |
| 9 |
Skoda Fabia |
3.459 |
1,4 % |
| 10 |
Skoda Karoq |
3.387 |
1,4 % |
Porsche Holding warnt vor zunehmendem Preisdruck
Die Porsche Holding Salzburg meldet für die Volkswagen-Konzernmarken in den ersten neun Monaten insgesamt 93.917 Pkw-Neuzulassungen. Das entspricht einem Plus von 7,2 Prozent und einem Marktanteil von rund 39 Prozent. Bei den reinen Elektroautos kommen die Konzernmarken auf 17.322 Zulassungen beziehungsweise 27,4 Prozent Marktanteil.
Trotz der positiven Marktentwicklung mahnt Hans Peter Schützinger, Sprecher der Geschäftsführung der Porsche Holding Salzburg, zur Vorsicht. Zwar könne der Gesamtmarkt bei anhaltender Dynamik 2026 deutlich über 300.000 Neuzulassungen erreichen, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen blieben jedoch schwierig. "Wir haben nichts davon, wenn wir uns an Stückzahlen erfreuen, aber am Ende des Tages nichts in der Kasse bleibt", so Schützinger. Er rechnet mit weiter steigendem Preis- und Wettbewerbsdruck, insbesondere durch chinesische Hersteller.
Stellantis wächst stärker als der Gesamtmarkt
Auch Stellantis Austria berichtet von einer positiven Entwicklung. Der Mehrmarkenkonzern (Peugeot, Opel, Citroen, Fiat, Alfa Romeo, DS, Jeep, Leapmotor, etc.) erreichte von Jänner bis September 36.824 Neuzulassungen von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen. Das entspricht einem Plus von 27,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Im September wurden 3.862 Fahrzeuge zugelassen, ein Zuwachs von 5,9 Prozent. Besonders stark entwickelten sich Citroën mit einem Plus von 37 Prozent und die chinesische Marke Leapmotor mit einem Anstieg von 303 Prozent auf 416 Fahrzeuge. "Der September war sehr herausfordernd, dennoch bestätigen wir unser Wachstum", erklärt Markus Wildeis, Managing Director von Stellantis Austria. Allerdings habe man sich ein stärkeres Ergebnis gewünscht. Die von Stellantis ausgewiesenen Konzernzahlen umfassen auch leichte Nutzfahrzeuge und sind deshalb nicht unmittelbar mit den reinen Pkw-Zulassungen vergleichbar.
BYD legt um mehr als zwei Drittel zu
Besonders dynamisch entwickelte sich BYD. Mit einem Zulassungsplus von 68,2 Prozent führt der chinesische Hersteller das Wachstumsranking der zehn meistzugelassenen Pkw-Marken an. Nach Unternehmensangaben entfallen rund 70 Prozent der österreichischen BYD-Verkäufe auf reine Elektroautos, die übrigen 30 Prozent auf Plug-in-Hybride. Der Hersteller verweist zudem auf einen durchschnittlichen WLTP-CO₂-Wert von 15 Gramm pro Kilometer und damit auf den niedrigsten Wert unter den zehn volumenstärksten Marken.
"Wir sind und bleiben im Kern eine Elektroautomarke", betont Danijel Dzihic, Managing Director von BYD Österreich. Das Unternehmen sieht sich durch die steigenden Zulassungszahlen und den hohen Elektroanteil in seiner Strategie bestätigt.
www.statistik.at
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