15 Millionen Mitglieder
Die Fitnessbranche im DACH-Raum boomt wie nie zuvor

| Redaktion 
| 02.10.2026

Neue Studie zeigt: Österreich, Deutschland und die Schweiz verzeichnen gleichermaßen starkes Wachstum bei Mitgliederzahlen und Umsätzen. Die Branche wird zum festen Pfeiler moderner Gesundheitsvorsorge.

So viele Menschen wie nie zuvor trainieren derzeit in Fitness- und Gesundheitsanlagen im deutschsprachigen Raum: Über 15 Millionen Mitgliedschaften zählt die Branche aktuell in Österreich, Deutschland und der Schweiz zusammen. Das belegt die neue Studie "Eckdaten der Fitnesswirtschaft DACH 2026", die unter wissenschaftlicher Leitung der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) und der SAFS Hochschule entstanden ist. Sie liefert einen harmonisierten Überblick über Mitglieder-, Umsatz-, Anlagen- und Strukturkennzahlen der drei Länder und schafft damit eine belastbare Basis für den länderübergreifenden Branchenvergleich.

Österreich mit deutlichem Plus

In Österreich zeigt sich der Wachstumskurs besonders klar: 1,35 Millionen Mitglieder zählt die heimische Fitnesswirtschaft aktuell: ein Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Branchenumsatz liegt bei 697,9 Millionen Euro. "Der diesjährige Branchenüberblick unterstreicht die dynamische Entwicklung der österreichischen Fitnesswirtschaft: Mit 1,35 Millionen Mitgliedern – einem Plus von 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr – und einem Branchenumsatz von 697,9 Millionen Euro setzt sich der Wachstumskurs konsequent fort. Diese Entwicklung zeigt, dass Fitness längst ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsvorsorge und des modernen Lebensstils geworden ist. Gerade in einem so dynamischen Markt sind fundierte Markt- und Konsumentenstudien unerlässlich, um Entwicklungen nicht nur sichtbar zu machen, sondern die Branche länderübergreifend strategisch, gesellschaftlich und politisch gezielt weiterzuentwickeln", so Christian Hörl, Bundesbranchensprecher der österreichischen Fitnessbetriebe im Fachverband Freizeit- und Sportbetriebe in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Deutschland und die Schweiz ziehen mit

Auch in den Nachbarländern geht die Entwicklung klar nach oben. Deutschland verzeichnet 12,36 Millionen Mitglieder, ein Zuwachs von 5,6 Prozent, bei einem Umsatz von 6,25 Milliarden Euro. Die Schweiz kommt auf 1,45 Millionen Mitglieder (ebenfalls ein Plus von 5,8 Prozent) und einen Branchenumsatz von 1,362 Milliarden Schweizer Franken. In Summe zählt der DACH-Raum damit 15,16 Millionen Mitglieder und 12.495 Fitness- und Gesundheitsanlagen.

Gemeinsame Stärken, gemeinsame Richtung

Der Ländervergleich der Studie macht sichtbar, wo Synergien für weiteres Wachstum liegen. "Die Studie zeigt uns die Stärken der drei Ländermärkte. Wenn wir diese Stärken zusammendenken, entsteht eine gemeinsame Richtung für die Branche. Wirtschaftliches Wachstum, Qualität und Vertrauen bilden die drei Säulen einer starken, professionellen und gesellschaftlich wie politisch anerkannten Fitness- und Gesundheitsbranche", sagt Prof. Dr. Sarah Kobel, Leiterin Wissenschaft und Forschung der DHfPG.

Auch aus Deutschland kommt ein klares Signal für mehr branchenweite Einheitlichkeit: "Eine transparente Positionierung und klare Differenzierung der Anbieter sind entscheidende Voraussetzungen für mehr Sichtbarkeit, Glaubwürdigkeit und politische Stärke der Branche. Ein gemeinsames Verständnis für Transparenz und klare Leistungsversprechen stärken dabei die politische Durchschlagskraft der Branche im deutschsprachigen Raum", so Janosch Marx, Vorstandsmitglied des DSSV e.V. in Deutschland.

In der Schweiz ist der Trend ähnlich: "Die Schweizer Fitness- und Gesundheitsbranche profitiert vom wachsenden gesellschaftlichen Stellenwert von Gesundheit und Prävention. Die DACH-Studie macht deutlich, dass gesundheitsorientierte Angebote und qualifizierte Betreuung im gesamten DACH-Raum zunehmend an Relevanz gewinnen", resümiert Marcus Schwedhelm, Präsident von swiss active.

Differenzierung als nächster Schritt

Neben den nackten Zahlen liefert die Studie auch strategische Einsichten: Die Fitnesswirtschaft muss sich künftig stärker ausdifferenzieren. Gesundheitsorientierte, trainings- und leistungsbezogene sowie lifestyleorientierte Angebote sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und tragen dazu bei, Menschen mit ganz verschiedenen Zielsetzungen zu regelmäßigem Training zu motivieren. Besonders bei jüngeren Generationen verschmelzen körperliche Leistungsfähigkeit, mentale Gesundheit, Wohlbefinden und Longevity zunehmend zu einem ganzheitlichen Lebensstil.

www.wko.at/oe/oesterreich

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