PET to PET
Halbjahresbilanz 2026 mit über 17.000 Tonnen recycelten Flaschen

Neben der Bilanzierung gibt das Unternehmen investive Maßnahmen im Bereich der Logistik und der Automatisierung für die zweite Jahreshälfte bekannt.

Nach einem Rekordjahr 2025 hat die PET to PET Recycling Österreich GmbH mit Sitz in Müllendorf Bilanz über das erste Halbjahr 2026 gezogen. Nach Unternehmensangaben seien in den ersten sechs Monaten des Jahres 17.101 Tonnen PET-Material im Bottle-to-Bottle-Kreislauf gehalten worden. Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres mit 18.403 Tonnen entspreche das einem Rückgang von sieben Prozent. Im Mehrjahresvergleich zeige sich jedoch weiterhin eine positive Entwicklung: Im ersten Halbjahr 2024 seien 16.071 Tonnen recycelt worden.

Schwierige Marktbedingungen belasten Recyclingbranche

Als Ursache für die Entwicklung verweist das Unternehmen auf die anhaltend schwierige Situation am europäischen Markt für Recyclingkunststoffe. Christian Strasser, Geschäftsführer von PET to PET, sagt: "Die Kreislaufwirtschaft in Europa gerät zunehmend unter Druck. Sekundärrohstoffe sind stabil teurer als Primärrohstoffe. Die wirtschaftliche Lage zwingt immer mehr Unternehmen, alle Kostensenkungspotenziale zu nutzen. Es fehlen rechtliche Rahmenbedingungen in Form von verpflichtenden Einsatzquoten, um Wettbewerbsverzerrungen bei nachhaltigem Verhalten zu verhindern. Aufgrund der Umstellung auf das Einwegpfandsystem in Österreich und der wirtschaftlichen Herausforderungen kam es bereits im zweiten Halbjahr 2025 zu einem signifikanten Rückgang, der sich teilweise auch im ersten Halbjahr 2026 fortsetzte."

Auch Thomas Billes, Geschäftsführer von PET to PET, führt die Marktentwicklung auf externe Faktoren zurück. Er sagt: "Bedingt durch den Nahost-Konflikt kam es zu einer starken Abflachung der beginnenden Konjunkturerholung – und zu einem Preisschub bei Energie und Primärrohstoffen. Letzteres hat die Situation am Sekundärrohstoffmarkt zwar kurzfristig entspannt; diese Phase entwickelt sich allerdings zunehmend in Richtung des Vorkrisenniveaus. Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen sind wir zuversichtlich und erwarten bei PET to PET ein besseres Jahresergebnis als 2025."

Nach Einschätzung des Unternehmens hätten insbesondere steigende Energiepreise, hohe Kosten für Sekundärrohstoffe sowie fehlende gesetzliche Vorgaben den Markt belastet. Gleichzeitig habe die Einführung des österreichischen Einwegpfandsystems die Rahmenbedingungen verändert.

Investitionen in den Standort Müllendorf

Ungeachtet der wirtschaftlichen Herausforderungen investiere PET to PET nach eigenen Angaben weiterhin in den Standort Müllendorf. Im ersten Halbjahr seien technische Anpassungen vorgenommen worden, um die Recyclinganlage auf die neuen Materialqualitäten auszurichten, die durch das Einwegpfandsystem und die neue Sortieranlage anfielen.

Darüber hinaus wolle das Unternehmen noch heuer sämtliche fünf Stapler im Außenbereich auf Elektroantrieb umstellen. Die fünf Fahrzeuge im Innenbereich würden bereits elektrisch betrieben. Damit wolle PET to PET Sicherheit und Effizienz weiter erhöhen. Für Herbst 2026 sei außerdem die Fertigstellung einer automatisierten Ballendrahtentfernung geplant. Diese Arbeit werde bislang manuell durchgeführt und solle künftig effizienter ablaufen.

Interesse an Recyclingkreislauf wächst

Nach Angaben des Unternehmens stoße der PET-Recyclingkreislauf auf großes öffentliches Interesse. Dies zeige sich unter anderem in zahlreichen Anfragen für Betriebsführungen. Ein besonderes Anliegen sei PET to PET dabei, die Wissensvermittlung an Kinder und Jugendliche, um das Bewusstsein für Kreislaufwirtschaft und Recycling langfristig zu stärken.

www.pet2pet.at

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