Kaufpreisanalyse
Wo Wohnungskäufer im Wiener Umland besonders viel sparen

| Redaktion 
| 21.09.2026

Eine 70-Quadratmeter-Wohnung wird in der Bundeshauptstadt im Durchschnitt um 471.000 Euro angeboten. In zahlreichen naheliegenden Städten und Gemeinden liegen die Preise deutlich darunter.

Wer bei der Suche nach Wohneigentum auch Standorte außerhalb Wiens berücksichtigt, findet teilweise deutlich niedrigere Angebotspreise. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern werden in der Bundeshauptstadt durchschnittlich 471.000 Euro verlangt. In niederösterreichischen Städten und Gemeinden kann eine vergleichbare Immobilie hingegen um bis zu 287.000 Euro günstiger sein.

Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Kauf-Map von ImmoScout24.at. Dafür wurden rund 7.000 Wohnungsinserate in Wien und Umgebung ausgewertet (siehe Infobox). Die Analyse berücksichtigt neben den Angebotspreisen auch die Fahrzeiten mit dem Zug nach Wien.

"Unsere Kauf-Map zeigt es deutlich: Wer bei der Wohnungssuche über die Wiener Stadtgrenze hinausblickt, kann erheblich sparen. Besonders interessant ist die Kombination aus Kaufpreis und Zuganbindung. In Purkersdorf kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 267.000 Euro und damit deutlich weniger als in Wien, die schnellste Verbindung dauert nur 15 bis 18 Minuten. Auch St. Pölten und Wiener Neustadt bieten einen deutlichen Preisvorteil bei vergleichsweise kurzer Fahrzeit", sagt Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.

Niedrigste Preise im Bezirk Melk

Besonders groß fällt der Preisabstand zu Wien im Bezirk Melk aus. Eine 70 Quadratmeter große Wohnung wird dort im Durchschnitt um 184.000 Euro angeboten. Gegenüber Wien entspricht das einer Differenz von 287.000 Euro beziehungsweise 61 Prozent. Für die schnellste Zugverbindung zum Wiener Hauptbahnhof müssen 50 bis 60 Minuten eingeplant werden.

Auch Amstetten weist ein deutlich niedrigeres Preisniveau auf. Im Durchschnitt werden für eine Wohnung dieser Größe 236.000 Euro verlangt. Damit beträgt die Differenz zu Wien 235.000 Euro. Die Fahrzeit zum Wiener Hauptbahnhof liegt bei rund einer Stunde.

ImmoScout24 Kauf-Map – Angebotspreise Eigentumswohnungen 70 Quadratmeter – Preise in Euro © ImmoScout24

St. Pölten verbindet Preisvorteil mit kürzerer Anreise

In St. Pölten liegt der durchschnittliche Angebotspreis für 70 Quadratmeter bei 260.000 Euro. Das sind 211.000 Euro beziehungsweise 45 Prozent weniger als in der Bundeshauptstadt. Gleichzeitig dauert die Fahrt nach Wien etwa eine halbe Stunde.

Ein ähnliches Preisniveau zeigt sich in Neulengbach. Dort werden durchschnittlich 267.000 Euro verlangt, womit eine vergleichbare Wohnung um 204.000 Euro weniger kostet als in Wien. Die schnellste Verbindung zum Wiener Westbahnhof dauert zwischen 30 und 40 Minuten.

Purkersdorf nur wenige Minuten von Wien entfernt

Noch kürzer ist die Fahrt von Purkersdorf nach Wien. Im Durchschnitt kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung dort 267.000 Euro. Das entspricht einer Differenz von 204.000 Euro beziehungsweise 43 Prozent gegenüber dem Wiener Durchschnitt. Die kürzeste Verbindung zum Westbahnhof benötigt 15 bis 18 Minuten.

Klosterneuburg ist ebenfalls rasch erreichbar. Die direkte Fahrt zum Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Wiener Gemeindebezirk dauert 20 Minuten. Mit einem durchschnittlichen Kaufpreis von 336.000 Euro liegt eine Wohnung dort um 135.000 Euro unter dem Wiener Vergleichswert.

In Wiener Neustadt werden durchschnittlich 300.000 Euro verlangt. Der Unterschied zu Wien beträgt damit 171.000 Euro. Für die Fahrt zum Wiener Hauptbahnhof sind rund 30 Minuten einzuplanen.

Baden und Wolkersdorf ebenfalls unter Wiener Preisniveau

Für eine vergleichbare Wohnung werden in Baden im Durchschnitt 333.000 Euro aufgerufen. Damit ergibt sich gegenüber Wien ein Preisunterschied von 138.000 Euro. Die Fahrt zum Hauptbahnhof dauert 20 Minuten.

In Wolkersdorf beträgt der durchschnittliche Angebotspreis 353.000 Euro und liegt damit 118.000 Euro unter dem Wiener Wert. Die U1-Station Leopoldau ist laut Analyse innerhalb von 15 Minuten erreichbar.

Preisunterschiede auch im weiteren Umland

Niedrigere Angebotspreise finden sich auch in mehreren weiter von Wien entfernten Städten und Gemeinden. In Hollabrunn kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 290.000 Euro. Das sind 181.000 Euro weniger als in Wien, bei einer Fahrzeit von etwa 50 Minuten.

Für Tulln und Klosterneuburg weist die Analyse jeweils einen Durchschnittspreis von 336.000 Euro aus. In Mistelbach liegt dieser bei 353.000 Euro, in Gänserndorf bei 356.000 Euro und in Krems bei 361.000 Euro. Die Differenz zum Wiener Preisniveau bewegt sich damit zwischen 110.000 und 135.000 Euro.

Mödling nahezu auf Wiener Preisniveau

Auch in Gemeinden in unmittelbarer Nähe zu Wien sind Preisunterschiede festzustellen. In Schwechat und Bruck an der Leitha werden für 70 Quadratmeter jeweils rund 377.000 Euro verlangt. Das sind durchschnittlich 94.000 Euro beziehungsweise 20 Prozent weniger als in Wien. Von Schwechat dauert die Fahrt nach Wien Mitte 20 Minuten, von Bruck an der Leitha zum Wiener Hauptbahnhof rund eine halbe Stunde.

In Korneuburg, Stockerau und Gerasdorf beträgt der durchschnittliche Angebotspreis jeweils 419.000 Euro. Die Differenz zu Wien liegt damit bei 52.000 Euro oder elf Prozent.

Deutlich geringer fällt der Abstand in Mödling aus. Dort kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 465.000 Euro. Damit liegt der Angebotspreis lediglich 6.000 Euro beziehungsweise rund ein Prozent unter dem Wiener Durchschnitt.

www.immobilienscout24.at

Über die Studie

Die im September 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 6.992 Datenpunkten aus den ersten sechs Monaten der Jahre 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebote.

In der Gesamtanalyse für das erste Halbjahr 2026 wurden für Wien und Niederösterreich 43.485 Datenpunkte miteinbezogen. Dabei handelt es sich um alle auf der Plattform angebotenen Immobilien, die derzeit zum Kauf zur Verfügung stehen, d.h. sowohl Bestandsimmobilien als auch Neubauten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Über die Studie

Die im September 2026 durchgeführte Analyse basiert auf 6.992 Datenpunkten aus den ersten sechs Monaten der Jahre 2025 und 2026 der auf ImmoScout24.at veröffentlichten Angebote.

In der Gesamtanalyse für das erste Halbjahr 2026 wurden für Wien und Niederösterreich 43.485 Datenpunkte miteinbezogen. Dabei handelt es sich um alle auf der Plattform angebotenen Immobilien, die derzeit zum Kauf zur Verfügung stehen, d.h. sowohl Bestandsimmobilien als auch Neubauten. Als Berechnungsmethode für das statistische Mittel wurde der Median gewählt. Der Median hat im Gegensatz zum Mittelwert den Vorteil, dass er nicht durch wenige extrem billige oder wenige extrem teure Objekte verzerrt wird.

leadersnet.TV