Fotos & Video vom Sport Executive Circle
Neue Allianz bringt Sport und Wirtschaft enger zusammen

Mit dem Sport Executive Circle Vienna ist eine neue Plattform an der Schnittstelle von Sport und Wirtschaft gestartet. Beim Kick-off diskutierten Branchenvertreter:innen über Finanzierung, Sponsoring, Digitalisierung und KI. LEADERSNET.tv war dabei und fragte nach, welche Chancen die neue Allianz eröffnet.

Sport und Wirtschaft stärker zu vernetzen und daraus neue Kooperationen entstehen zu lassen – mit diesem Anspruch ist der Sport Executive Circle Vienna (SPEC) gestartet. Beim Kick-off am 17. September in der Sky Bar im Steffl diskutierten führende Persönlichkeiten aus beiden Bereichen über neue Wege der Sportfinanzierung, Sponsoring sowie die Auswirkungen von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz. Aus dem Auftaktevent soll eine langfristige Plattform entstehen.

Initiiert wurde die Veranstaltung von Opinion Leaders Network CEO Paul Leitenmüller und Kommunikationsexpertin Julia Ecker. Die Initiative für den dauerhaften Circle geht von Ecker aus, die künftig auch dessen Geschäftsführung übernimmt. Die Grundidee sei aus der Überzeugung entstanden, dass Sport und Wirtschaft noch wesentlich stärker voneinander profitieren könnten. Dafür wolle man einen neuen, hochwertigen Rahmen schaffen.

Gegenüber LEADERSNET.tv zeigte sich Ecker vor allem von der Resonanz auf die Initiative angetan. Sie sei "wirklich überwältigt", wie viele Personen aus dem Sportbusiness bereits im Vorfeld ihr Interesse bekundet hätten. Viele hätten signalisiert: "Genau das brauchen wir jetzt." Das zeige, dass eine Initiative, die Sport und Wirtschaft an einen Tisch bringt, auf entsprechenden Bedarf treffe. Die Ambitionen reichen dabei über einzelne Veranstaltungen hinaus: "Wir haben Großes vor, um Wien hier international als Sport-Hub zu positionieren."

Sport als Investition statt Ausgabe

Eines der zentralen Themen des Auftakts waren neue Wege der Sportfinanzierung im digitalen Zeitalter. Dabei ging es sowohl um alternative Finanzierungsmodelle als auch um die Frage, welche neuen Möglichkeiten digitale Technologien für Vermarktung und Finanzierung eröffnen.

Hans Niessl, Präsident von Sport Austria, forderte dabei ein grundsätzliches Umdenken: "Wir müssen umdenken, dass Sport nicht nur eine Ausgabe ist, sondern eine Investition – in Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Lebensqualität." Gleichzeitig sieht er in digitalen Angeboten zusätzliche Möglichkeiten, neue Erlösquellen für den Sport zu erschließen.

Wie wichtig dabei die Zusammenarbeit mit Unternehmen ist, unterstrich Susanne Riess-Hahn, Präsidentin der Österreichischen Sporthilfe. "Ohne private Unterstützung und Finanzierung durch Sponsoren wäre der Sport in der Form überhaupt nicht möglich." Voraussetzung sei allerdings ein professionelles Miteinander, von dem sowohl der Sport als auch die beteiligten Unternehmen profitieren.

Digitale Kanäle verändern die Vermarktung

Auch die Anforderungen an Vereine und Athlet:innen haben sich verändert. Sportmanagement-Experte Markus Kraetschmer verwies beim SPEC auf die zunehmende Bedeutung digitaler Kanäle. Heute reiche es nicht mehr aus, ausschließlich während eines Wettkampfs präsent zu sein. Vereine und Sportler:innen müssten ganzjährig Inhalte schaffen. Gerade kleineren Sportarten eröffne das die Möglichkeit, neue Zielgruppen zu erreichen und den Nutzen von Sponsoring besser messbar zu machen.

Dass der Wert des Sports weit über Wettkampfergebnisse hinausgeht, betonte auch die ehemalige Skiweltmeisterin Lizz Görgl: "Der Sport hat einen riesigen Hebel gesamtgesellschaftlich." Erfahrungen aus dem Spitzensport ließen sich ihrer Ansicht nach auch auf persönliche Entwicklung, Wirtschaft und Unternehmertum übertragen.

Langfristiger Circle statt einmaligem Event

Der SPEC soll allerdings nicht bei einem einzelnen Branchentreffen bleiben. Mit Mladen Filipović, CEO des BC Vienna, steht auch das erste Vorstandsmitglied fest. Er bringt insbesondere die Perspektive des professionellen Sports in die Initiative ein. Dort würden sportlicher Erfolg, Finanzierung, Vermarktung, Technologie und Organisationsentwicklung unmittelbar aufeinandertreffen, so Filipović. Innerhalb des SPEC wolle er deshalb dazu beitragen, "neue Verbindungen zwischen Sport und Wirtschaft zu schaffen" und gemeinsam mit den Mitgliedern relevante Zukunftsthemen weiterzuentwickeln.

Künftig sind unter anderem Executive Dinners, CEO × Athlete-Gespräche, Executive Roundtables, Arbeitskreise sowie ein jährlicher Sport Executive Summit Vienna vorgesehen. Inhaltlich soll sich die Plattform mit Finanzierung und Investments, Sponsoring und Partnerschaften, Digitalisierung und KI, Sport als Wirtschafts- und Standortfaktor, Infrastruktur und Internationalisierung sowie der Zukunft des Sports beschäftigen.

Das Ziel sei, einen langfristigen Circle aufzubauen, der Menschen zusammenbringt, Kooperationen ermöglicht und von Wien aus Impulse für Sport und Wirtschaft setzt. Damit soll der SPEC letztlich auch dazu beitragen, Wien und Österreich stärker als Standort für Sportbusiness, Innovation und neue Formen der Zusammenarbeit zu positionieren.

Video-Interviews

Neben Julia Ecker (Initiatorin und Geschäftsführerin, Sport Executive Circle Vienna), Mladen Filipović (Vorstandsmitglied, Sport Executive Circle Vienna und CEO, BC Vienna), Hans Niessl (Präsident, Sport Austria), Susanne Riess-Hahn (Präsidentin, Sporthilfe Österreich), Markus Kraetschmer (geschäftsführender Gesellschafter, MK Consulting und Sportmanagement-Experte) und Lizz Görgl (ehemalige Skirennläuferin, Sängerin, Coachin und Keynote-Speakerin) holte LEADERSNET.tv noch Patrick Minar (Head of Corporate Communications, Österreichische Lotterien), Julian Hadschieff (Präsident, Österreichischer Behindertensportverband und Gründer, Humanocare Group) und Christof Maria Schleppinghoff (Managing Director, Chocolate Sky Vision Management) vor die Kamera.

Fotos vom SPEC-Auftakt sehen Sie in unserer Galerie.

www.sports-circle.at

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