Top-Job für A1 Vize-Chef
Thomas Arnoldner wird neuer Chef der ÖBAG

Eine der wichtigsten Managementpositionen Österreichs ist neu besetzt: Der langjährige A1-Manager wird neuer Alleinvorstand der Staatsholding.

Freitag, 18. September: Thomas Arnoldner wird neuer Alleinvorstand der Österreichischen Beteiligungs AG (ÖBAG). Der Aufsichtsrat bestellte den langjährigen A1-Manager am Freitag einstimmig. Mit 1. Februar 2027 übernimmt der 48-Jährige für fünf Jahre die Führung der Staatsholding und folgt auf Edith Hlawati, deren Mandat ausläuft.

Arnoldner war bereits im Vorfeld, als aussichtsreicher Kandidat für die Position genannt worden. Laut ÖBAG habe er im Auswahlverfahren mit seinen Konzepten sowie deren Präsentation überzeugt. Aufsichtsratsvorsitzender Günther Ofner bezeichnet die einstimmige Entscheidung als großen Vertrauensvorschuss für den künftigen Vorstand.

Vom A1-Vorstand an die Spitze der Staatsholding

Arnoldner bringt langjährige Erfahrung aus einem der wichtigsten ÖBAG-Beteiligungsunternehmen mit. Seit September 2018 gehört er dem Vorstand der Telekom Austria AG an, seit September 2023 fungiert er als Deputy CEO. Zuvor bekleidete er Führungspositionen bei Nokia, Alcatel-Lucent und T-Systems Austria. Darüber hinaus leitet er die Digitalisierungs- und AI-Taskforce der Industriellenvereinigung.

Damit kennt der künftige ÖBAG-Chef die Strukturen der Staatsholding auch aus Sicht eines ihrer börsennotierten Portfoliounternehmen. Arnoldner verfügt zudem über Kapitalmarkterfahrung und war bei A1 unter anderem mit dem Ausbau von Glasfaser und 5G sowie Fragen der digitalen Souveränität befasst.

Seine Aufgaben bei der Telekom Austria wird Thomas Arnoldner bis auf Weiteres unverändert wahrnehmen, teilte sein aktueller Arbeitgeber via Aussendung mit. Wer ihm im Vorstand nachfolgt beziehungsweise wie sich das Führungsgremium künftig zusammensetzt, ist noch offen. Darüber werde der Aufsichtsrat der Telekom Austria AG zu gegebener Zeit entscheiden.

Milliardenportfolio unter neuer Führung

Mit dem Wechsel übernimmt Arnoldner eine Schlüsselposition für den österreichischen Wirtschaftsstandort. Die ÖBAG verwaltet aktuell neun Unternehmen mit staatlicher Beteiligung und einem Portfoliowert von knapp 30 Milliarden Euro. Dazu gehören unter anderem OMV, Verbund, Österreichische Post, A1 Telekom Austria, Bundesimmobiliengesellschaft, Casinos Austria und EuroTeleSites. Die Beteiligungsunternehmen sichern laut ÖBAG mehr als 103.000 Arbeitsplätze.

Auf Arnoldner wartet zugleich eine strategische Neuausrichtung. Künftig soll die Staatsholding neben der langfristigen Wertentwicklung ihrer Beteiligungen verstärkt Themen wie kritische Infrastruktur, wirtschaftliche Souveränität und die Energieversorgung berücksichtigen.

IV begrüßt die Entscheidung

Auch aus der Industrie gibt es bereits eine erste Reaktion. IV-Präsident Georg Knill begrüßt die Bestellung und verweist insbesondere auf Arnoldners Erfahrung innerhalb eines ÖBAG-Portfoliounternehmens. Dadurch kenne er die Organisation und ihre Strukturen bereits gut.

"Mit Thomas Arnoldner übernimmt ein langjährig erfahrener Manager aus einem Unternehmen des ÖBAG-Portfolios die Verantwortung für die Beteiligungen der Republik“, so Knill. Angesichts des weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds komme einer stabil geführten Staatsholding aus Sicht der IV besondere Bedeutung für Investitionen und Standortsicherheit zu.

Nachfolge von Edith Hlawati

Arnoldner folgt auf Edith Hlawati, die die ÖBAG seit Februar 2022 führt. Unter ihrer Leitung wurde unter anderem ein erweiterter Vorstand etabliert. Mit dem Amtsantritt Arnoldners am 1. Februar 2027 beginnt nun die nächste fünfjährige Funktionsperiode an der Spitze der Staatsholding.

www.oebag.gv.at

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