karriere.at-Analyse
In diesen Berufen werden KI-Kenntnisse besonders häufig verlangt

Kompetenz im Umgang mit KI wird in Stelleninseraten derzeit so oft vorausgesetzt wie noch nie. Besonders der kreative Bereich legt spürbar zu. Lediglich eine einzige Branche entwickelt sich gegen den Trend.

Künstliche Intelligenz (KI) hat hierzulande inzwischen Einzug in nahezu jede Branche gehalten. Wenig verwunderlich stoßen Jobinteressent:innen dementsprechend in Stellenausschreibungen immer häufiger auf Anforderungen hinsichtlich KI-Tools. Zu diesem Ergebnis kommt eine Schlagwortanalyse von karriere.at, für die alle zwischen 1. Jänner und 30. Juni 2026 auf dem Portal veröffentlichten Stelleninserate ausgewertet wurden (siehe Infobox). Fünf Prozent davon wiesen einen KI-Bezug auf – das sind rund zwei Prozentpunkte mehr als im gesamten Jahr 2025 und so viel wie in keinem bisherigen Auswertungszeitraum.

GRAFIK 1_Anteil an KI-Jobs auf karriere.at über die Jahre© karriere.at

Grafik und Design liegen erstmals vor der IT

Während Begriffe wie "Künstliche Intelligenz", "Machine Learning" oder "Prompt Engineering" in Inseraten aus allen Berufsfeldern auftauchen, hat sich die Gewichtung zwischen den Branchen laut Analyse zuletzt merklich verschoben. So hatten im ersten Halbjahr 2026 im Berufsfeld "Grafik, Design" 22 Prozent aller ausgeschriebenen Stellen einen KI-Bezug – kein anderes Berufsfeld erreichte einen höheren Anteil. Im Berufsfeld "IT, EDV", das diese Wertung bislang angeführt hatte, traf das auf lediglich 18 Prozent der Inserate zu. Gemessen an der absoluten Zahl der ausgeschriebenen KI-Jobs liegt der IT-Bereich allerdings weiterhin vorne.

Für Grafiker:innen wird der Umgang mit KI damit zunehmend Teil des Anforderungsprofils. Arbeitgeber erwarten etwa Routine im Einsatz generativer Werkzeuge im Gestaltungsprozess oder die Fähigkeit, visuelle Konzepte mit ihrer Hilfe umzusetzen. Wie schnell sich das entwickelt, zeigt ein Blick auf die Vorjahreszahlen, denn die Zahl solcher Ausschreibungen in der Grafik übertraf bereits nach sechs Monaten jene des gesamten Jahres 2025.

Marketing legt kräftig zu

Deutlich gewachsen ist der relative Anteil auch im Berufsfeld "Marketing, PR", wo er um sechs Prozentpunkte auf 13 Prozent stieg. In "Beratung, Consulting" betrug das Plus drei Prozentpunkte, in "Wissenschaft, Forschung" zwei Prozentpunkte. Rückläufig war die Entwicklung einzig im Bereich "Gastronomie, Tourismus". KI-Bezüge waren dort schon bisher eine Randerscheinung, aktuell liegt ihr Anteil bei unter einem Prozent.

GRAFIK 2: Berufsfelder mit dem größten Anteil an KI-Jobs© karriere.at

"Mehr und mehr ausgeschriebene Jobs beziehen sich auf Anwender:innen und nicht mehr nur auf Entwickler:innen von oder Expert:innen für Künstliche Intelligenz. Das zeigt, dass KI in vielen Bereichen im Arbeitsalltag angekommen ist und zunehmend zum Standard wird", erklärt Georg Konjovic, CEO von karriere.at, und ergänzt: "In manchen Berufsfeldern wird bald kein Job mehr ohne KI auskommen."

www.karriere.at

Über die Studie

Die Analyse umfasst alle Stelleninserate, die im Zeitraum 1. Jänner 2026 bis 30. Juni 2026 auf karriere.at veröffentlicht wurden.

Als "KI-Job" gilt im Rahmen dieser Analyse jedes Stelleninserat, das mindestens einen der folgenden Begriffe enthält: Künstliche Intelligenz, KI, Artificial Intelligence, AI, Machine Learning, Maschinelles Lernen, Generative AI, Predictive (z. B. in Kombinationen wie Predictive Analytics, Predictive Forecasting, Predictive Modeling, Predictive Diagnostics), Prompt Engineering, Deep Learning, Neural Network(s), Reinforcement Learning, Natural Language Processing, Large Language Model (die Abkürzung LLM wurde nicht berücksichtigt, da sie auch einen akademischen Grad bezeichnet), sowie die Namen bekannter KI-Anwendungen: ChatGPT, OpenAI, DeepSeek, Perplexity, Claude, Copilot, Gemini, Mistral, Poe und KI-Tool.

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Über die Studie

Die Analyse umfasst alle Stelleninserate, die im Zeitraum 1. Jänner 2026 bis 30. Juni 2026 auf karriere.at veröffentlicht wurden.

Als "KI-Job" gilt im Rahmen dieser Analyse jedes Stelleninserat, das mindestens einen der folgenden Begriffe enthält: Künstliche Intelligenz, KI, Artificial Intelligence, AI, Machine Learning, Maschinelles Lernen, Generative AI, Predictive (z. B. in Kombinationen wie Predictive Analytics, Predictive Forecasting, Predictive Modeling, Predictive Diagnostics), Prompt Engineering, Deep Learning, Neural Network(s), Reinforcement Learning, Natural Language Processing, Large Language Model (die Abkürzung LLM wurde nicht berücksichtigt, da sie auch einen akademischen Grad bezeichnet), sowie die Namen bekannter KI-Anwendungen: ChatGPT, OpenAI, DeepSeek, Perplexity, Claude, Copilot, Gemini, Mistral, Poe und KI-Tool.

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