AT-Alert auf DOOH-Screens
Gewista und Stadt Wien erweitern Sicherheitskommunikation im öffentlichen Raum

| Redaktion 
| 15.07.2026

Über die Infrastruktur des Außenwerbeanbieters können behördliche Warnmeldungen automatisiert und in Echtzeit auf digitalen Screens im öffentlichen Raum ausgespielt werden. Damit soll die Bevölkerung dort erreicht werden, wo sie sich täglich bewegt.

Die Gewista erweitert gemeinsam mit der Stadt Wien die Einsatzmöglichkeiten digitaler Außenwerbung. Künftig können behördliche Warnmeldungen automatisiert über digitale Werbeflächen im öffentlichen Raum verbreitet werden. Die Informationen erscheinen direkt auf den DOOH-Screens der Gewista und sollen damit Menschen in stark frequentierten Bereichen der Stadt erreichen. 

Grundlage dafür ist die Verbindung der Warn- und Alarmplattform der Stadt Wien mit dem digitalen Ausspielungssystem "Event" des JCDecaux-Konzerns. Über diese Schnittstelle sollen Meldungen künftig an die City-Lights übermittelt werden können. Die technische Umsetzung kommt in der Bundeshauptstadt erstmals in dieser Form zum Einsatz.

Automatische Unterbrechung von Werbeschaltungen 

Das neue System ermöglicht es, laufende Werbeinhalte auf digitalen Außenflächen automatisch zu stoppen und durch freigegebene Warnmeldungen der Stadt Wien zu ersetzen. Die Informationen sollen dabei unmittelbar auf den Screens angezeigt und nach deinem einheitlichen Layout der Stadt Wien ausgespielt werden. 

Die Warnkommunikation basiert auf international standarisierten CAP-Meldungen (Common Alerting Protocol). Das Krisenmanagement der Stadt Wien erstellt die Warnungen auf Basis der jeweiligen Gefahrenlage und der Informationen aus den zuständigen Magistratsabteilungen. Nach Prüfung und Freigabe wird die Meldung als XML-Datei an die Systeme der Gewista übermittelt.

Durch diesen Ablauf sollen Hinweise zu möglichen oder bereits eintretenden Gefahrenlagen schnell, verständlich und großflächig sichtbar gemacht werden können.

Umfangreiche Tests für zuverlässige Ausspielung

Vor der Umsetzung wurden die technischen Abläufe gemeinsam mit dem Land Wien umfassend getestet. Neben fünf gemeinsamen Testläufen fanden zahlreiche interne Überprüfungen statt, um die Stabilität und Funktionsfähigkeit des Systems sicherzustellen. Zusätzlich werden regelmäßig Live-Tests durchgeführt.

Franz Solta, CEO der Gewista, sieht in der Verbindung von digitaler Außenwerbung und öffentlicher Warnkommunikation einen wichtigen Schritt: "Digitale Außenwerbung erreicht Menschen im Alltag unmittelbar und ohne aktive Mediennutzung. Genau darin liegt ein enormes Potenzial für die öffentliche Sicherheit. Mit der Integration in die Warn- und Alarmplattform der Stadt Wien leisten wir einen konkreten Beitrag, um wichtige Warnmeldungen schnell, zuverlässig und breit sichtbar zu machen."

Auch die Stadt Wien verweist auf die Vorteile der zusätzlichen Informationsmöglichkeit. Josef Kneisl vom Krisenmanagement der Stadt erklärt: "Durch unser System können wir gezielt die Bereiche auswählen, wo die Information ankommen soll. Dadurch ist gewährleistet, dass die Bevölkerung rechtzeitig gewarnt wird."

Wien als Ausgangspunkt für österreichweite Erweiterung

Mit der Einführung des Systems nimmt Wien eine Vorreiterrolle ein. Die Gewista Gruppe führt bereits Gespräche über eine mögliche Umsetzung in weiteren Bundesländern. Ziel sei es, die Technologie unter Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Voraussetzungen bis Ende des Jahres österreichweit auszurollen.

Die dafür erforderliche Infrastruktur stellt die Gewista kostenlos zur Verfügung. Damit soll die Rolle digitaler Medien als ergänzender Bestandteil der kritischen Infrastruktur weiter gestärkt werden.

www.gewista.at

www.wien.gv.at

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