Näher und kürzer
Anhaltende Teuerung bremst Österreichs Urlaubsplanung aus

Teure Mobilität verändert das Reiseverhalten. Laut einer aktuellen Umfrage verzichten drei Viertel der Menschen auf Flüge. Sie nutzen stattdessen das eigene Auto für kürzere Strecken. So sieht der neue Trend zum Budget-Schonen aus.

Die anhaltende Teuerung hat das alltägliche Leben fest im Griff und macht auch vor der wohl schönsten Zeit des Jahres nicht halt. Zuletzt lag die Inflation in Österreich im April bei 3,4 Prozent und damit über dem europäischen Durchschnitt von drei Prozent (LEADERSNET berichtete). Neben verteuerten Lebensmitteln belasten vor allem die massiv gestiegenen Energie-, Sprit- und Flugpreise die Geldbörsen und wirken sich zunehmend auch auf die Urlaubsplanung der Österreicher:innen aus. Anfang des Jahres zeigten sich die Menschen hierzulande noch weniger von den Preissteigerungen hinsichtlich ihrer Ferienplanung beeindruckt (LEADERSNET berichtete hier und hier), eine neue Studie wirft nun allerdings ein anderes Licht auf die kommenden Monate.

Bye, bye Urlaubsträume?

Laut einer aktuellen Umfrage im Auftrag von AutoScout24 passen bereits drei Viertel der Befragten ihre Reisepläne an die höheren Kosten für Mobilität an. Besonders Familien setzen demnach verstärkt auf nähere Reiseziele und das Auto statt Flugreisen, während viele andere auf kürzere Strecken ausweichen.  

"Urlaub hat für viele Menschen weiterhin einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig führt die aktuelle Teuerung dazu, dass zahlreiche Österreicher:innen ihre Reisen bewusster planen und stärker auf die Kosten achten. Der Preis wird dabei zum entscheidenden Faktor bei der Wahl zwischen Flug- und Autoreise", so Nikolaus Menches, Country-Manager von AutoScout24 in Österreich.

Günstiger, näher und nicht mit dem Flieger

Besonders gefragt sind demnach günstigere oder näher gelegene Urlaubsdestinationen. So haben 20 Prozent der Umfrageteilnehmer:innen angegeben, bewusst auf Kosten oder Nähe zu achten. Weitere 17 Prozent wollen weniger oder mit kürzerer Dauer verreisen. Insbesondere Familien reagieren sensibel auf steigende Kosten, heißt es. Jede:r Fünfte aus Haushalten mit Kindern nutze für seine Urlaubsfahrt nun das Auto statt des Fliegers. Ebenso viele kürzen die Dauer des Urlaubs. Gänzlich auf eine Reise verzichten wollen jedoch nur sechs Prozent der Familien. 

Sparen, sparen, sparen

Laut Autoscout24 zeigen die Ergebnisse, dass viele Haushalte ihre Urlaubsausgaben mittlerweile sehr genau kalkulieren, wenn sie die Reise nicht gänzlich streichen. So haben zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer:innen mit Blick auf die Kostenentwicklung angegeben, keinen Urlaub zu machen. Vier Prozent setzen zudem stattdessen auf Erholung im Wohnmobil, da diese Form des Reisens mehr Flexibilität und bessere Kontrolle über die Kosten biete. 

Ein kleiner Lichtblick

Jedoch heißt es seitens Autoscout24, dass sich nicht alle Österreicher:innen von den aktuellen Entwicklungen beeinflussen lassen. So haben 24 Prozent der Befragten angegeben, wie geplant zu verreisen, und weitere 14 Prozent sind sich derzeit noch unsicher, wie sich die Kostenentwicklung konkret auf ihren Urlaub auswirken wird.

www.autoscout24.at

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