Villen, Häuser & Wohnungen in Österreich
So viel haben die teuersten Luxusimmobilien 2025 gekostet

| Tobias Seifried 
| 23.07.2026

Am oberen Ende des heimischen Immobilienmarktes wurden deutlich mehr Geschäfte abgeschlossen. Besonders hoch waren die Preise bei Villen und Objekten am Wasser – die stärkste Dynamik zeigten Luxuswohnungen.

Der österreichische Luxusimmobilienmarkt hat 2025 wieder an Fahrt aufgenommen. Wie eine aktuelle Analyse von Remax Austria, die auf den Kaufpreisdaten aller im Grundbuch verbücherten Immobilien von IMMOunited basiert, zeigt, wurden im Vorjahr insgesamt 2.913 Immobilien im gehobenen Preissegment verbüchert – um 18,7 Prozent mehr als im Jahr davor. Ihr gemeinsamer Transaktionswert stieg um 17,1 Prozent auf 3,36 Milliarden Euro und erreichte damit den dritthöchsten Wert nach den Rekordjahren 2021 und 2022. Der Gesamtmarkt legte im Vergleichszeitraum um 16,8 Prozent zu.

Bernhard Reikersdorfer, Geschäftsführer von Remax Austria, sieht den Luxusmarkt wieder klar im Aufwind: "Das Premiumsegment hat sich 2025 deutlich dynamischer entwickelt als der Gesamtmarkt. Kaufentscheidungen werden hier weniger von Finanzierungskosten bestimmt als vielmehr von der Einzigartigkeit der Immobilie, ihrer Lage und der Qualität. Wer außergewöhnliche Objekte in gefragten Regionen anbietet und einen realistischen Preis ansetzt, findet auch in einem anspruchsvolleren Marktumfeld Käufer:innen."

Kennzahl 2025 Veränderung zu 2024
Luxusimmobilien-Transaktionen 2.913 +18,7 %
Transaktionsvolumen 3,36 Mrd. Euro +17,1 %
Gesamtmarkt +16,8 %
Verkäufe ab 1 Mio. Euro 1.221 +17,4 %
Verkäufe ab 2 Mio. Euro 246

Einfamilienhäuser bleiben an der Spitze

Die höchsten Summen wurden erneut für Einfamilienhäuser bezahlt. Österreichweit kosteten die zehn teuersten Häuser des Jahres im Durchschnitt 10,14 Millionen Euro. Der günstigste Verkauf innerhalb dieser Spitzengruppe lag bei 6,25 Millionen Euro. Gegenüber 2024 ging der Durchschnitt allerdings um 16,2 Prozent zurück.

Regional übernahm Wien die Führung: Die zehn teuersten Häuser der Bundeshauptstadt kamen auf einen durchschnittlichen Kaufpreis von 7,70 Millionen Euro. Damit lag Wien erstmals vor Tirol, wo der Top-Ten-Schnitt nach einem deutlichen Rückgang 7,27 Millionen Euro betrug. In Salzburg wurden durchschnittlich 3,65 Millionen Euro bezahlt.

Insgesamt wechselten 479 Einfamilienhäuser für mindestens eine Million Euro den Besitzer, 111 davon kosteten zwei Millionen Euro oder mehr.

Seeimmobilien mit kräftigem Preisplus

Auch Liegenschaften unmittelbar am Wasser blieben besonders begehrt. Die zehn teuersten Objekte am See wurden im Durchschnitt um 7,81 Millionen Euro verkauft – ein Plus von 12,5 Prozent. Der Einstieg in die österreichweite Top Ten lag bei vier Millionen Euro.

Fünf der zehn teuersten Wasserimmobilien befanden sich in Klagenfurt-Land, drei im oberösterreichischen Bezirk Vöcklabruck. Je ein Objekt lag in Spittal an der Drau und im Bezirk Neusiedl am See.

Insgesamt wurden 132 bebaute Liegenschaften am Wasser verkauft. Ihr Transaktionswert erhöhte sich um 19,5 Prozent auf 147,44 Millionen Euro. 27 Verkäufe überschritten die Millionengrenze, 18 davon lagen bei mindestens zwei Millionen Euro.

Kategorie Durchschnitt Top 10 Einstieg in Top 10 Entwicklung
Einfamilienhäuser 10,14 Mio. Euro 6,25 Mio. Euro −16,2 %
Seeimmobilien 7,81 Mio. Euro 4,00 Mio. Euro +12,5 %
Eigentumswohnungen 5,74 Mio. Euro 4,23 Mio. Euro +25,8 %
Dachgeschoßwohnungen 3,90 Mio. Euro −7,4 %

Luxuswohnungen treiben den Aufschwung

Die stärkste Entwicklung verzeichneten klassische Eigentumswohnungen. Die zehn teuersten Wohnungen Österreichs kosteten im Durchschnitt 5,74 Millionen Euro und damit um 25,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Für einen Platz in dieser Spitzengruppe waren mindestens 4,23 Millionen Euro erforderlich.

Insgesamt wurden 573 Wohnungen für wenigstens eine Million Euro verkauft – ein Zuwachs von 28,5 Prozent. Bei 86 Objekten lag der Kaufpreis über zwei Millionen Euro. Mehr als die Hälfte aller österreichischen Luxuswohnungen befand sich in Wien.

Der Remax-Luxury-Preisindex für Wohnungen drehte nach zwei rückläufigen Jahren wieder ins Plus und stieg um 8,6 Prozent. Besonders kräftig war die Entwicklung in Oberösterreich, wo der Index um 31,5 Prozent zulegte.

Penthäuser etwas günstiger

Bei luxuriösen Dachgeschoßwohnungen gingen die Preise hingegen weiter zurück. Die österreichweiten Top-Ten-Objekte kosteten durchschnittlich 3,90 Millionen Euro – um 7,4 Prozent weniger als 2024 und so wenig wie noch nie seit Beginn der Analyse.

Sechs der zehn teuersten Dachgeschoßwohnungen lagen in Wien, drei in der Stadt Salzburg und eine im Bezirk Kitzbühel. Insgesamt wurden 91 Objekte der nationalen Luxusklasse zugerechnet. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 1,92 Millionen Euro.

Mehr als 1.200 Millionendeals

Über alle Kategorien hinweg wurden 2025 insgesamt 1.221 Immobilien um mindestens eine Million Euro verkauft. Das waren 17,4 Prozent mehr als im Vorjahr. 246 Transaktionen überschritten die Marke von zwei Millionen Euro.

Bundesland Verkäufe ab 1 Mio. Euro
Wien 505
Tirol 193
Salzburg 165

Wien führte mit 505 Millionengeschäften deutlich vor Tirol mit 193 und Salzburg mit 165 Verkäufen. Laut Bernhard Reikersdorfer spielten Zinsen und Finanzierungsvorgaben in diesem Segment eine geringere Rolle als am übrigen Wohnimmobilienmarkt. Entscheidend seien vielmehr Lage, Qualität und ein marktgerechter Preis.

www.remax.at

Was sind Luxusimmobilien?

Als Luxusimmobilien definiert die Analyse von Remax grundsätzlich die teuersten fünf Prozent der jeweiligen Objektkategorie. Grundlage sind die tatsächlich im Grundbuch eingetragenen Kaufpreise aus der Kaufpreissammlung von IMMOunited.

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Was sind Luxusimmobilien?

Als Luxusimmobilien definiert die Analyse von Remax grundsätzlich die teuersten fünf Prozent der jeweiligen Objektkategorie. Grundlage sind die tatsächlich im Grundbuch eingetragenen Kaufpreise aus der Kaufpreissammlung von IMMOunited.

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