Milliardär kämpft mit Luxusproblem
Jeff Bezos will seine Mega-Yacht offenbar schon wieder loswerden

| Redaktion 
| 06.05.2026

Dem Multimilliardär beschert sein 127 Meter langes und 430 Millionen Euro teures Segelboot ein Luxusproblem, das wohl viele Menschen gerne haben möchten.

Schon bevor Jeff Bezos erstmals mit seiner Megayacht "Koru" in See stechen konnte, hatte das Schiff für internationale Schlagzeilen gesorgt. So wurde etwa in Rotterdam zeitweise darüber diskutiert, Teile der historischen Koningshaven-Brücke vorübergehend abzubauen, um die Passage des damals noch nicht vollständig montierten Schiffs zu ermöglichen. Die Pläne lösten damals heftige Kritik aus. Am Ende wurde die Yacht ohne Masten verlegt und an anderer Stelle fertiggestellt.

Nun sorgt die "Koru" erneut für Gesprächsstoff: Laut Medienberichten soll der Amazon-Gründer das rund 500 Millionen Dollar teure Schiff schon wieder verkaufen wollen. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht.

Vom Prestigeprojekt zum Logistikproblem

Die "Koru" zählt zu den größten Segelyachten der Welt und wurde bei der niederländischen Werft Oceanco gebaut. Mit ihren drei Masten, 127 Metern Länge und rund 17 Metern Breite ist sie weniger klassische Freizeityacht als schwimmendes Prestigeprojekt. Genau diese Dimensionen dürften Bezos nun aber zunehmend einschränken. Berichten zufolge habe man die "Koru" bei mehreren Reisen nicht direkt an den vorgesehenen Liegeplätzen unterbringen können. Stattdessen soll sie demnach auf Reede beziehungsweise abseits der eigentlichen Liegeplätze geblieben sein.

Berichtet wurde unter anderem über Aufenthalte vor Costa Rica sowie rund um den Formel-1-Grand-Prix in Monaco 2025, bei dem die Yacht demnach keinen Platz im Hafen erhalten haben soll. Auch in Venedig soll die "Koru" im Umfeld der Hochzeit von Bezos und Lauren Sánchez nicht in die Lagune einfahren haben dürfen. Damit dürfte ausgerechnet die Dimension der Yacht, die ihren besonderen Status unterstreicht, im Alltag zur Einschränkung werden.

Luxus braucht Begleitung

An Bord ist die "Koru" auf höchste Ansprüche ausgelegt: Neben mehreren Deckebenen und großzügigen Aufenthaltsbereichen sollen unter anderem auch Entertainment-, Besprechungs- und Poolflächen zur Verfügung stehen. Platz bietet das Schiff laut Berichten für bis zu 18 Gäste, betrieben wird es von einer Crew im hohen zweistelligen Bereich.

Ganz allein ist die Megayacht zudem nicht unterwegs. Bezos soll zusätzlich über das rund 75 Meter lange Begleitschiff "Abeona" verfügen. Dieses dient gewissermaßen als schwimmende Infrastruktur-Erweiterung und bietet unter anderem Platz für einen Hubschrauber samt Hangar, Wassersportausrüstung sowie zusätzliche Crew- und Gästekapazitäten. Die jährlichen Betriebskosten für beide Schiffe sollen sich auf rund 30 Millionen Dollar belaufen. Ob sich ein möglicher Verkauf ausschließlich auf die "Koru" beziehen würde oder auch das Supportschiff umfassen könnte, ist derzeit nicht bekannt.

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