Millionenpleite eines großen Autohändlers

| Tobias Seifried 
| 13.08.2023

Der Kfz-Betrieb ging erst 2021 an den Start und hatte mehrere Marken im Programm. Da eine Fortführung nicht möglich ist, dürften alle Mitarbeiter:innen ihre Jobs verlieren.

In Oberösterreich gibt es die nächste Pleite. Nach einem großen Obsthändler, zwei bekannten Gastrobetrieben und der Sports-2000-Genossenschaft hat es nun einen Autohändler erwischt. Konkret handelt es sich dabei um die Auto Nigl Leinweber GmbH mit Sitz in Steyr, über die nun ein Konkursverfahren eröffnet wurde, wie der KSV1870 mitteilte.

Das Unternehmen wurde erst im Jahr 2021 gegründet und hatte Neuwagen der Marken Peugeot, MG Motors und Maxus im Programm. Darüber hinaus wurden auch Microcars ("Mopedautos") des Herstellers Ligier sowie Gebrauchtwagen gehandelt. Laut dem Kreditschutzverband sind von der Insolvenz 17 Dienstnehmer:innen und Gläubiger:innen betroffen. Aktiva in Höhe von 179.000 Euro, stehen Passiva von 1,333 Millionen Euro gegenüber.

Konjunktureinbruch und Inflation

Als Ursachen für den raschen Vermögensverfall werden der Konjunktureinbruch sowie die hohe Inflation angegeben. Letztere habe einerseits nach der vorherigen Lieferkrise zu einer Absatzkrise im Kfz-Handel sowie andererseits zu einer Steigerung der Energie- und der Finanzierungskosten geführt. Die Bemühungen der Auto Nigl Leinweber GmbH, den Liquiditäts- und Finanzbedarf zur Fortführung des Unternehmens abzudecken, sind laut KSV1870 fehlgeschlagen.

Das Unternehmen ist noch nicht geschlossen, eine Sanierung sei aus Sicht des Autohändlers mangels ausreichender liquider Mittel jedoch nicht möglich. Die erste Gläubigerversammlung und Prüfungstagsatzung findet am 17. Oktober 2023 am Landesgericht Steyr statt.

www.ksv.at

www.auto-nigl.at

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