"Für viele Betriebe haben die Energiepreise in den vergangenen Monaten ein Niveau erreicht, wo sie die Preissteigerungen nicht mehr an die Kunden weitergeben können. Viele berichten uns, dass sich ihre Energiekosten versieben oder gar verzehnfacht haben. Ein kostendeckendes Wirtschaften ist bei vielen kleineren und mittleren aber auch größeren Betrieben nicht mehr möglich. Dabei sind aber nicht mehr nur energieintensive Unternehmen betroffen, sondern die Energiekrise zieht sich quer durch alle Branchen", betonen WKNÖ-Präsident Ecker und Landesrat Danninger.
Die Betriebe bräuchten jetzt Klarheit, welche Bundeshilfen geplant seien, wer davon profitiere, in welcher Höhe diese bereitgestellt werden und wann diese bei den Unternehmen ankommen würden, damit sie ihre Geschäftstätigkeit im Herbst und Winter weiter ausführen können.
"In den letzten Monaten haben sich immer mehr Unternehmer gemeldet, die aufgrund der exorbitanten Energiepreise nicht mehr weiterwissen und mit den Gedanken spielen ihre Produktion zurückzufahren oder ihr Geschäft zu schließen. Daher brauchen die Unternehmer:innen nun ein klares Bekenntnis der Bundesregierung, dass sie in dieser Krisensituation unterstützt werden. Ein Bundesland alleine würde diese Dimension an Wirtschaftshilfen überfordern. Es braucht jetzt einen milliardenschweren Schutzschirm für den gesamten Wirtschaftsstandort", so Ecker und Danninger.
"EU trägt Verantwortung"
Die Europäische Kommission dürfe auch nicht aus der Pflicht genommen werden, sind sich die beiden sicher: "Es ist höchste Zeit, endlich das Merit-Order-Prinzip abzuschaffen. Dass die Bindung des Strompreises an den Gaspreis die aktuelle Krise noch weiter verschärft, ist bereits seit Monaten klar. Nur mit Energiespartipps werden unsere Betriebe nicht durch diesen Winter kommen, es braucht sehr wohl auch konkrete Maßnahmen aus Brüssel, die den Betrieben nutzen."
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