Neue Plattform soll Datensouveränität stärken
A1 und IBM erweitern ihr KI-Angebot für Österreichs Unternehmen

| Redaktion 
| 11.10.2026

Im Mittelpunkt der vertieften Zusammenarbeit stehen Datensouveränität, die Einhaltung regulatorischer Vorgaben sowie flexible Möglichkeiten zur Entwicklung und Nutzung moderner Technologien.

A1 und IBM bauen ihre Zusammenarbeit aus und schaffen ein gemeinsames KI-Angebot für österreichische Unternehmen. Dafür kombinieren sie die Plattform IBM watsonx mit der europäischen Cloud-Infrastruktur A1 Exoscale. Die Lösung soll Betriebe beim Einsatz von KI unterstützen und dabei Datenschutz, Transparenz sowie regulatorische Anforderungen berücksichtigen.

Parallel stehen bei A1 personelle Veränderungen bevor: Natascha Kantauer-Gansch soll zur stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden aufsteigen (LEADERSNET berichtete).

KI-Anwendungen auf europäischer Infrastruktur

IBM watsonx bietet Werkzeuge zur Entwicklung, zum Betrieb und zur Kontrolle von KI-Anwendungen. Das Spektrum reicht von generativer KI über die Datenverwaltung bis zu KI-Agenten und automatisierten Arbeitsabläufen. Durch die offene Architektur können Unternehmen laut den Anbietern sowohl IBM-Modelle als auch Open-Source-Lösungen und eigene Entwicklungen einbinden. Das soll die Abhängigkeit von einzelnen Anbietern verringern.

Die technische Infrastruktur stellt A1 über Exoscale bereit. Die Cloud-Plattform wird an mehreren europäischen Standorten betrieben und soll die Verarbeitung von Daten innerhalb Europas ermöglichen. Das Angebot richtet sich insbesondere an Organisationen mit hohen Anforderungen an Datenschutz, Compliance und Datenhoheit.

"Digitale Souveränität ist eine zentrale Voraussetzung dafür, dass Unternehmen das volle Potenzial von Künstlicher Intelligenz ausschöpfen können", sagte Marco Porak, Generaldirektor von IBM Österreich, bei der Präsentation. Die Kooperation soll dafür eine Grundlage auf europäischer Infrastruktur schaffen.

Kontrolle und Nachvollziehbarkeit

Ein Schwerpunkt liegt auf der Steuerung und Überwachung der KI-Systeme. Mit watsonx.governance sollen Unternehmen Anwendungen über ihren gesamten Lebenszyklus dokumentieren und kontrollieren können. Das soll Entscheidungen nachvollziehbarer machen und bei der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben, etwa des europäischen AI Acts, helfen.

"Unsere Kund:innen erwarten leistungsfähige KI-Lösungen, die höchste Anforderungen an Sicherheit, Compliance und Datenhoheit erfüllen", betonte Martin Resel, stellvertretender Vorstandsvorsitzender von A1. Die Kombination beider Technologien soll Unternehmen ermöglichen, ihre KI-Strategien eigenständig und langfristig umzusetzen.

Das geplante Angebot umfasst KI-Assistenten, die Verarbeitung von Dokumenten und die Automatisierung betrieblicher Abläufe. Ergänzend sind Dienstleistungen zur Steuerung und Überwachung von KI-Systemen sowie branchenspezifische Anwendungen vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie hier. 

www.a1.net

www.ibm.com

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