Klimafitte Industrie
Wie die Dekarbonisierung der Zement- und Betonproduktion gelingen kann

| Janet Teplik 
| 09.08.2026

Beim Besuch von Staatssekretärin Zehetner bei Alpacem in Klagenfurt standen auch steigende Energieanforderungen sowie die Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt.

Die Reduktion von CO₂-Emissionen in der Zement- und Betonbrache stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Wie sich Klimaschutz, Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit trotzdem miteinander verbinden lassen, besprachen kürzlich Staatssekretärin Elisabeth Zehetner und der Alpacem-Geschäftsführer Lutz Weber beim Besuch des Unternehmensstandorts in Klagenfurt. 

Industrie zwischen Klimazielen und Wettbewerbsdruck

Im Mittelpunkt standen die Dekarbonisierungsstrategie von Alpacem, Energiepreise und der steigende Strombedarf durch die Transformation industrieller Prozesse. Beim Besuch des ersten mit Fernwärme betriebenen Betonwerks informierte das Unternehmen zudem über seine Maßnahmen zur Emissionsreduktion.

Der Hersteller von Zement, Beton und Rohstoffen setzt unter anderem auf CO₂-ärmere Roh- und Brennstoffe sowie Kreislaufwirtschaft. Künftig sollen auch Technologien zur Abscheidung, Speicherung und Nutzung von CO₂ eine stärkere Rolle spielen.

Energieversorgung als Schlüsselfaktor

Die weitere Dekarbonisierung dürfte den Energiebedarf der Industrie erhöhen. Hohe Energiepreise würden gleichzeitig energieintensive Unternehmen belasten und Investitionen erschweren. Aus Sicht von Alpacem brauche es daher eine sichere Energieversorgung, leistungsfähige Stromnetze, wettbewerbsfähige Preise und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen für neue Technologien.

"Die Dekarbonisierung unserer Branche ist eine langfristige Aufgabe, die erhebliche Investitionen und das Zusammenspiel von Unternehmen, Politik und Verwaltung erfordert", sagt Weber. Dafür seien eine leistungsfähige Energieinfrastruktur und klare Rahmenbedingungen notwendig.

Zehetner setzt auf Dialog mit Industrie

Auch Zehetner betonte die Bedeutung des Zusammenspiels von Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit. "Die Transformation der Industrie gelingt dann, wenn Innovationskraft, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit gemeinsam gedacht werden." Alpacem zeige mit seinen Investitionen, wie Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft umgesetzt werden könnten.

Das Unternehmen will seine Produktion weiter dekarbonisieren und den Austausch mit Politik und Verwaltung fortsetzen. Ziel sei es, Klimaschutz und eine sichere Versorgung mit regional produzierten Baustoffen mit einer wettbewerbsfähigen Industrieproduktion in Österreich zu verbinden.

www.alpacem.com

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