Förderprogramm der Wirtschaftsagentur Wien
Wiener Unternehmen entwickeln neue Lösungen für den Klimaschutz

Ein Förderprogramm der Wirtschaftsagentur Wien zieht Bilanz. 36 Projekte aus Bereichen wie Kreislaufwirtschaft, Energie und Climate-Tech wurden unterstützt und lösten Investitionen in Millionenhöhe aus.

Klimaschutz wird für Unternehmen zunehmend zu einem Feld für neue Produkte, Technologien und Geschäftsmodelle. In Wien wurden in den vergangenen Jahren gleich mehrere Dutzend solcher Vorhaben gefördert. Eine Bilanz des Vienna Planet Fund der Wirtschaftsagentur Wien zeigt nun, dass 36 Projekte zwischen 2024 und 2026 Förderungen in einer Gesamthöhe von rund 4,7 Millionen Euro erhielten. Die dadurch ausgelösten Investitionen belaufen sich laut den Verantwortlichen auf etwa 17,5 Millionen Euro. 

Breites Spektrum an geförderten Vorhaben

Die eingereichten Projekte deckten unterschiedliche Branchen ab. Insgesamt brachten 131 Unternehmen 162 Vorhaben beim Förderprogramm ein. Die geförderten Projekte reichen dabei von Lösungen für Energieversorgung und Bauwirtschaft über neue Materialien bis zu Anwendungen im Bereich Climate-Tech und Kreislaufwirtschaft. 

"Der Vienna Planet Fund zeigt, welches Potenzial in der Wiener Wirtschaft steckt und wie zukunftsträchtig klimaschonende Lösungen sind, um den CO₂-Fußabdruck dauerhaft zu senken", sagt Vizebürgermeisterin und Wirtschaftsstadträtin Barbara Novak. Die Vielzahl der Einreichungen belege, dass Unternehmen in unterschiedlichen Branchen an neuen Produkten, Technologien und Geschäftsmodellen arbeiten würden.

Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Wirtschaftsbereichen

Einige der geförderten Projekte beschäftigten sich mit dem verlängerten Einsatz bestehender Produkte. Das Unternehmen Solemates repariert etwa Kletterschuhe und will damit deren Nutzungsdauer erhöhen. 

Andere Vorhaben setzen auf neue Produktions- und Materialkonzepte. Cup Solutions entwickelte beispielsweise eine spezielle Spülstraße für Mehrweggeschirr, die Reinigungsprozesse effizienter machen soll. MudKlub wiederum arbeitet an einem ungebrannten Lehm-Baustoff im Fliesenformat. Das Material kann als Wandbeschichtung oder Vertäfelung eingesetzt werden und soll die bauphysikalischen Eigenschaften von Lehm nutzen.

Wirtschaftsagentur will Förderung ausbauen

Für Dominic Weiss, Geschäftsführer der Wirtschaftsagentur Wien, liegt eine zentrale Erkenntnis des Programms in der Breite der geförderten Projekte. "Besonders bemerkenswert ist die große Bandbreite der geförderten Projekte. Klimaschonende Innovationen entstehen längst nicht nur im Energiesektor, sondern auch in der Produktion, der Kreislaufwirtschaft, der Digitalisierung und im Bauwesen", sagt Weiss. 

Die Erfahrungen aus dem Vienna Planet Fund sollen laut Wirtschaftsagentur in die Weiterentwicklung der Förderangebote einfließen. Klimainnovationen sollen künftig stärker in verschiedenen Programmen berücksichtigt werden. 

Wien als Standort für internationale Climate-Tech-Unternehmen

Neben Wiener Unternehmen wurden auch internationale Projekte über den Vienna Planet Fund begleitet. Zwei Unternehmen siedelten sich im Zuge des Programms in Wien an.

Die isländische Flexdrill GmbH entwickelt in der Stadt ein kompaktes Geothermie-Bohrsystem, das für die Dekarbonisierung von Gebäuden eingesetzt werden soll. Das US-amerikanische Unternehmen Floodlight arbeitet von Wien aus an satelliten- und KI-basierten Lösungen zur Erfassung von Emissionen und Klimarisiken.

Klimainnovationen als Teil der wirtschaftlichen Entwicklung

Die Förderbilanz des Vienna Planet Fund verdeutlicht, dass Klimaschutz zunehmend mit wirtschaftlicher Innovation verbunden wird. Die unterstützten Projekte kommen aus unterschiedlichen Branchen und verfolgen verschiedene Wege – von der Wiederverwendung bestehender Produkte bis zur Entwicklung neuer Technologien.

www.wirtschaftsagentur.at

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