Fotos vom Tourstopp in Floridsdorf
Merck brachte Schulklassen im "Curiosity Cube" zum Forschen

Das mobile Wissenschaftslabor machte drei Tage lang in Floridsdorf Station und vermittelte Schüler:innen Einblicke in die synthetische Biologie. Hintergrund ist der Fachkräftemangel im MINT-Bereich.

Vom 15. bis zum 17. September machte das Wissenschafts- und Technologieunternehmen Merck mit seinem sogenannten "Curiosity Cube" auf dem Campus der Veterinärmedizinischen Universität Wien im 21. Bezirk Station. Das solarbetriebene, mobile Wissenschaftslabor soll es Schulklassen ermöglichen, praxisnah in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zu experimentieren. Die Bilanz der Aktion sei laut eigenen Angaben überaus erfreulich, demnach hätten sich zahlreiche Klassen für einen Besuch angemeldet und mit Freude die einzelnen Stationen ausprobiert. 

Technikberufe füllen die Mangelliste

Hintergrund der Aktion sei dem Unternehmen zufolge der aktuelle Fachkräftemangel im MINT-Bereich, der zu den größten Risiken für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Österreich zählt. Unter Betrachtung der bundesweiten Mangelberufsliste 2026 des Sozialministeriums etwa fällt auf, dass ein großer Teil der 64 dort gelisteten Berufe die Bereiche Technik und IT betrifft und unter anderem Elektrotechniker:innen, Maschinenbautechniker:innen sowie Softwareentwickler:innen umfasst.

Genau an diesem Punkt will Merck mit dem Curiosity Cube ansetzen und Kindern niederschwellig und direkt im eigenen Bezirk einen ersten Zugang zu Wissenschaft verschaffen. "Als Wissenschaftsunternehmen lebt Merck von gut ausgebildeten MINT-Fachkräften. Genau deshalb investieren wir in Initiativen wie den Curiosity Cube: Damit Österreich als Wissenschafts- und Innovationsstandort auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt", betont Merck-Österreich-Geschäftsführer Chris Neff.

"Ein starker Wirtschaftsstandort beginnt in der Schule. Wenn wir Kindern schon früh zeigen, wie spannend Naturwissenschaft und Technik sein können, sichern wir die Fachkräfte von morgen, direkt hier in unserem Bezirk", ist auch der Floridsdorfer Bezirksvorsteher Georg Papai, der sich selbst vor Ort ein Bild von der Aktion machte, überzeugt.

Matthias Gauly, Rektor der Veterinärmedizinischen Universität Wien, sieht den positiven Aspekt für die Kinder vor allem im Kontakt mit tatsächlicher Forschungsarbeit: "Die Vetmeduni Wien ist ein Ort, an dem Wissenschaft im wahrsten Sinn lebendig ist: Hier arbeiten wir jeden Tag an den Grundlagen von Tiergesundheit, Biologie und Medizin. Wenn wir Schulkindern unseren Campus öffnen, wecken wir eine Neugier für die Naturwissenschaften, die weit über die Veterinärmedizin hinausreicht."

Ein Labor auf Europatour

Der Wien-Stopp des Curiosity Cubes ist übrigens nur eine Etappe eines deutlich größeren Programms. Seit 2017 tourt das mobile Labor im Rahmen des Spark-Volontariatsprogramms von Merck jeweils zwischen April und Oktober durch Europa und bietet Schulklassen praktische Experimente an. Seit dem Start haben laut eigenen Angaben bereits mehr als 286.000 Schüler:innen in 20 Ländern den Cube besucht. Inhaltlich liegt der Schwerpunkt heuer auf synthetischer Biologie, die teilnehmenden Klassen erarbeiten sich die Grundlagen dieses Forschungsfeldes anhand von drei praktischen Experimenten.

Eindrücke finden Sie in der Galerie.

www.merckgroup.com

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