130 Jahre nach seiner Gründung hat Observer sein Firmenjubiläum mit mehr als 300 Gästen im WestLicht in Wien gefeiert. Vertreter:innen aus Medien, Kommunikation, PR, Marketing und Wirtschaft kamen am Montag zusammen. Statt ausschließlich auf die Unternehmensgeschichte zurückzublicken, rückte Observer dabei vor allem Menschen und deren persönliche Sicht auf ihre berufliche Tätigkeit in den Vordergrund.
Eine zentrale Rolle spielte das eigens für das Jubiläum umgesetzte Fotoprojekt "130 Observer Moment". Gemeinsam mit der Künstlerin Viktoria Morgenstern, Kodak Moments und dem Garage FilmLab entstanden 130 analoge Fotografien, die während der Veranstaltung erstmals gemeinsam präsentiert wurden.
130 persönliche Blicke auf die Kommunikationswelt
Für das Projekt hatte Observer 130 Wegbegleiter:innen eingeladen, jeweils mit einer analogen Kodak FunSaver Kamera ein Motiv aufzunehmen, das für ihre berufliche Tätigkeit von Bedeutung ist. Konkrete inhaltliche Vorgaben machte das Unternehmen nicht. Entsprechend unterschiedlich fielen die Ergebnisse aus. Fotografiert wurden unter anderem Arbeitsplätze, Gegenstände, Menschen, Symbole und persönliche Situationen (LEADERSNET berichtete).
Über mehrere Monate entwickelte sich daraus eine Sammlung individueller Einblicke in die Medien- und Kommunikationsbranche. Im Fokus standen dabei nicht inszenierte Aufnahmen, sondern persönliche Perspektiven auf Arbeit, Zusammenarbeit und berufliche Identität.
Für Observer-Geschäftsführer Florian Laszlo spiegelt das Projekt einen wesentlichen Teil der Unternehmensgeschichte wider. "Seit 130 Jahren lebt 'Observer' von Beziehungen, Vertrauen und dem Austausch mit Menschen", sagte Laszlo.
Mit "Observer Moments" wolle man genau diesen Menschen eine Bühne geben. Das Projekt verdeutliche, wie unterschiedlich und persönlich Kommunikation sein könne. Zugleich solle es daran erinnern, dass hinter Nachrichten, Geschichten und Marken immer Menschen stünden, die diese ermöglichten.
Analoge Fotografie als bewusster Gegenpol
Dass die Teilnehmer:innen ihre Motive nicht mit Smartphones oder Digitalkameras, sondern mit analogen Einwegkameras festhielten, war Teil des Konzepts. Damit sollte in einer von schnell produzierten, bearbeiteten und zunehmend auch künstlich erzeugten Bildern geprägten Kommunikationswelt bewusst ein anderer Zugang gewählt werden.
Künstlerin Viktoria Morgenstern wollte mit dem Projekt nach eigenen Angaben Authentizität und die Konzentration auf das Wesentliche in den Mittelpunkt stellen. Gleichzeitig sei es ihr darum gegangen, das Warten auf ein Ergebnis und die damit verbundene Vorfreude wieder stärker erlebbar zu machen.
"Mit der Einwegkamera halten wir inne, wir warten – und sehen mit anderen Augen", so Morgenstern.
Nach Abschluss des Projekts wurden die zurückgesendeten Kameras gesammelt und fachgerecht recycelt. Die dabei gewonnenen Materialien wurden laut Observer wieder dem Kreislauf zugeführt.
Fotografien erscheinen auch als Coffee Table Book
Beim Jubiläumsabend im WestLicht waren die 130 Aufnahmen erstmals gemeinsam zu sehen. Die Fotografien sollen allerdings nicht auf die einmalige Ausstellung beschränkt bleiben. Observer hat sämtliche Bilder in einem eigens produzierten Coffee Table Book zusammengefasst, das bei der Veranstaltung an die Teilnehmer:innen verteilt wurde.
Damit sollen die Fotografien über die Jubiläumsfeier hinaus erhalten bleiben und Menschen, Arbeitswelten und Kommunikation im Jahr 2026 dokumentieren.
World Press Photo 2026 ergänzt den fotografischen Schwerpunkt
Mit dem WestLicht wählte Observer für seine Feier einen Veranstaltungsort, der zugleich zum fotografischen Konzept des Abends passte. Das Haus war exklusiv für die Gäste des Unternehmens gebucht worden. Neben den "130 Observer Moments" konnten die Besucher:innen daher auch die aktuelle Ausstellung "World Press Photo 2026" besichtigen.
Damit trafen an diesem Abend zwei unterschiedliche fotografische Perspektiven aufeinander: internationale Pressefotografie mit ihrem Blick auf globale Ereignisse und öffentliche Geschichten sowie persönliche Momentaufnahmen aus den Arbeitswelten der Observer-Wegbegleiter:innen.
Anschließend stand der Austausch unter den mehr als 300 Gästen bei Drinks und Musik im Mittelpunkt.
Vom ersten Kunden Kaiser Franz Joseph bis ins Jahr 2026
Die Geschichte von Observer reicht bis 1896 zurück. Der erste Kunde des Unternehmens war Kaiser Franz Joseph. Als erster Medienbeobachter Österreichs blickt Observer damit 2026 auf eine 130-jährige Unternehmensgeschichte zurück.
Das Jubiläumsprojekt greift diese Vergangenheit auf, richtet den Blick zugleich aber auf aktuelle Entwicklungen in Medien und Kommunikation. Dazu gehören laut Unternehmen die zunehmende Digitalisierung und die wachsende Bedeutung künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt der 130 Fotografien stehen deshalb bewusst nicht technologische Entwicklungen, sondern Menschen, Beziehungen und persönliche Perspektiven.
Auch Marketingleiter Stephan Ifkovits verweist auf das Zusammenspiel von Technologie und menschlicher Arbeit. Das Unternehmen setze zwar auf aktuelle technologische Entwicklungen und optimiere damit laufend seine Produkte, verliere dabei aber die Bedeutung menschlicher Intelligenz nicht aus dem Blick.
"Nur eine ausgewogene Symbiose – wir sprechen von Hybrider Intelligenz – sorgt für die beste Qualität. Davon sind wir überzeugt", so Ifkovits abschließend.
LEADERSNET war bei der Jubiläumsfeier. Einen Eindruck können Sie sich hier machen.
www.observer.at
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