Fotos der Eröffnung
Albertina eröffnete "Picasso – Bacon" mit Picassos Enkelin

Bei der großen Herbstausstellung treffen zwei prägende Positionen der figurativen Malerei aufeinander. Unter den Gästen der Eröffnung befand sich mit Diana Widmaier Ruiz-Picasso auch eine Nachkommin des spanischen Künstlers. 

Am 17. September fanden sich zahlreiche Kunstinteressierte in der Wiener Albertina ein, um der Eröffnung von "Picasso – Bacon. What It Feels Like to Be Human" beizuwohnen. Im Mittelpunkt der Schau steht die künstlerische Beziehung zwischen Pablo Picasso und Francis Bacon – und damit zwischen zwei Malern, die den menschlichen Körper auf jeweils eigene Weise zerlegten, verformten und neu zusammensetzten. 

Neben den Werken sorgte aber auch ein Gast für Aufmerksamkeit. Denn unter den zahlreich erschienenen Besucher:innen befand sich die Kunsthistorikerin Diana Widmaier Ruiz-Picasso, die Enkelin Pablo Picassos. Sie beschäftigt sich seit Jahren wissenschaftlich mit den Werken ihres Großvaters und gehört dem Comité Picasso an, das sich unter anderem mit Fragen zur Authentizität seiner Arbeiten befasst. 

Picasso als künstlerischer Bezugspunkt

Rund 70 Werke aus internationalen Museen und Privatsammlungen stellt die Albertina einander gegenüber. Die Leihgaben kommen nach Angaben des Museums unter anderem aus Chicago, Mexiko-Stadt, London, Paris und Stockholm. Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Schaffen Picassos und Bacons werden dabei anhand wiederkehrender Motive wie Kreuzigungen, Schreie, Stierkampf und Akte sichtbar. 

Für Bacon nahm Picasso eine zentrale Rolle ein. Die Auseinandersetzung mit dessen Werken soll ihn darin bestärkt haben, selbst Maler zu werden. Während Picasso die figurative Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte, wollte Bacon für dessen zweite Hälfte eine vergleichbare Position einnehmen und Chronist des Menschseins in all seiner Zerrissenheit werden. So steht im Zentrum beider Bildwelten der Mensch – häufig fragmentiert, verzerrt und vom Schmerz, der Begierde oder Verletzlichkeit gezeichnet. 

Picasso selbst wurde nie von Bacon beeinflusst, verfolgte dessen Karriere aber aufmerksam. Die rund 70 Schlüsselwerke aus internationalen Museen und Privatsammlungen illustrieren daher in einer Konfrontation die Gemeinsamkeiten im Œu­v­re der beiden Meister und die Bedeutung Picassos für die nachfolgende Künstlergeneration. 

Eröffnung mit Gastkurator Michael Peppiatt

Zur offiziellen Eröffnung begrüßte Albertina-Generaldirektor Ralph Gleis die Gäste. Anschließend sprach Michael Peppiatt, Gastkurator und Bacon-Biograf, über die Verbindung der beiden Künstler. Peppiatt setzte sich über Jahrzehnte mit Bacons Leben und Werken auseinander und gab gemeinsam mit Gleis auch den begleitenden Ausstellungskatalog heraus. 

Mit der Gegenüberstellung von Picasso und Bacon setzt die Albertina zugleich einen programmatischen Akzent in ihrem 250. Bestandsjahr (LEADERSNET berichtete). Bereits eine Woche vor der Ausstellungseröffnung hatte das Museum am 10. September zu einem Fundraising Dinner geladen. Dabei kamen nach Angaben der Albertina 440 Gäste und Spenden in Höhe von 417.000 Euro zusammen – laut Museum neue Höchstwerte für die Veranstaltung (LEADERSNET berichtete). Der Erlös soll den geplanten Ankauf von "Mickey for Micky" der US-amerikanischen Künstlerin Joyce Pensato unterstützen. Die mehr als vier Meter breite Arbeit aus Kohle und Pastell auf Papier würde nicht nur die Pop-Art-Bestände der Albertina ergänzen, sondern zugleich eine bisher nicht in der Sammlung vertretene Künstlerin aufnehmen.

Unter den Eröffnungsgästen

Neben Kunsthistorikerin und Enkelin Pablo Picassos Diana Widmaier Ruiz-Picasso sowie Albertina-Generaldirektor Ralph Gleis samt seiner Partnerin Katinka Keckeis und Gastkurator Michael Peppiatt besuchten die Eröffnung auch "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand und Ehemann "Krone"-Herausgeber Christoph Dichand, Sylvia Eisenburger-Kunz (Generalsekretärin bei Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste), Doris und Gabor Rose (Modeunternehmer:innen), Schauspielerin Melanie Kretschmann, Renate Landstetter (wirtschaftliche Geschäftsführerin Albertina), die Kunstsammler:innen Agnes und Karlheinz Essl sowie Edith Hlawati (Vorstand der Staatsholding Österreichische Beteiligungs AG) und viele mehr. 

Die Ausstellung "Picasso – Bacon. What It Feels Like to Be Human" ist seit dem 18. September 2026 für das Publikum geöffnet und läuft bis zum 31. Jänner 2027.

Einen Eindruck von der prominent besetzten Eröffnung können Sie mittels Galerie gewinnen. 

www.albertina.at

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

leadersnet.TV