CBRE-Studie
Unternehmen setzen verstärkt auf Begegnung statt Einzelbüros

Laut einer aktuellen CBRE-Studie wächst der Anteil von Begegnungsflächen deutlich, während klassische Einzelarbeitsplätze an Bedeutung verlieren. Gleichzeitig verändert auch der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Anforderungen an moderne Arbeitswelten.

Büros entwickeln sich zunehmend zu Orten des persönlichen Austauschs. Das zeigt der vierte und letzte Teil der Studienreihe "2026 Global Workplace & Occupancy Insights" von CBRE (siehe Infobox). Demnach investieren Unternehmen verstärkt in Flächen, die Zusammenarbeit und Unternehmenskultur fördern. Seit 2021 ist der Anteil sogenannter Amenity-Flächen für soziale Begegnungen und informellen Austausch um 120 Prozent gestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil klassischer Einzelarbeitsplätze von 56 auf 35 Prozent. Ziel sei es, den Mehrwert des Büros gegenüber dem Homeoffice zu stärken.

"Das Büro der Zukunft wird erfolgreich sein, weil es etwas bietet, was das Homeoffice nicht leisten kann: Es schafft menschliche Verbindungen, die Engagement, Leistungsfähigkeit und die Widerstandsfähigkeit von Organisationen fördern", sagt Patrick Schild, Head of Agency bei CBRE in Österreich.

Flexible Arbeitsplatzmodelle nehmen zu

Auch die Organisation der Arbeitsplätze befindet sich im Wandel. Fest zugewiesene Arbeitsplätze verlieren an Bedeutung: Ihr Anteil ist seit 2021 von 83 auf 55 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig stieg der Anteil hybrider Arbeitsplatzmodelle und von Desk Sharing von zwölf auf 36 Prozent. Bei der Planung orientieren sich Unternehmen zudem verstärkt an den tatsächlichen Arbeitsweisen ihrer Beschäftigten. So berücksichtigen 83 Prozent die jeweilige Tätigkeit der Mitarbeitenden, während 78 Prozent ihre Entscheidungen zusätzlich auf Auslastungsdaten stützen.

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt

Nach Einschätzung von CBRE wird auch der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz die Bedeutung des Büros weiter erhöhen. Die Studie geht davon aus, dass die Nutzung sogenannter KI-Agenten weltweit innerhalb des kommenden Jahres um 327 Prozent zunehmen wird. Bereits 79 Prozent der Unternehmen setzen entsprechende Lösungen ein, und 88 Prozent der Führungskräfte wollen ihre Investitionen in KI bis zur zweiten Jahreshälfte 2026 weiter ausbauen.

Die bisherigen Erfahrungen zeigen laut Studie allerdings, dass KI derzeit nicht zu kürzeren Arbeitszeiten führt. Beschäftigte mit intensiver KI-Nutzung arbeiten durchschnittlich 2,75 Stunden pro Woche mehr als zuvor. Da Routineaufgaben zunehmend automatisiert werden, gewinnen persönliche Zusammenarbeit, Kreativität und Urteilsvermögen an Bedeutung. Damit steige auch die Rolle des Büros als Ort für gemeinsames Arbeiten und Innovation.

"Wir gehen davon aus, dass die Büroauslastung bis mindestens 2027 weiter steigen wird. Unternehmen, die frühzeitig in kollaborative Flächen, Aufenthaltsqualität und intelligente Gebäudetechnologien investieren, werden unserer Einschätzung nach am stärksten von dieser Entwicklung profitieren", so Jan Linsin, Head of Research bei CBRE in Deutschland.

www.cbre.at

2026 Global Workplace & Occupancy Insights

Die "2026 Global Workplace & Occupancy Insights" basieren auf fünf Jahren Benchmarking-Daten und Stimmungsanalysen zur Entwicklung von Büroarbeitsumgebungen seit 2021.

Die Studie wertet globale Daten ausgewählter CBRE-Kunden aus, die zusammen Büroflächen von insgesamt 28 Millionen Quadratmeter repräsentieren, mit einer durchschnittlichen Portfoliogröße von etwa 465.000 Quadratmeter.

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2026 Global Workplace & Occupancy Insights

Die "2026 Global Workplace & Occupancy Insights" basieren auf fünf Jahren Benchmarking-Daten und Stimmungsanalysen zur Entwicklung von Büroarbeitsumgebungen seit 2021.

Die Studie wertet globale Daten ausgewählter CBRE-Kunden aus, die zusammen Büroflächen von insgesamt 28 Millionen Quadratmeter repräsentieren, mit einer durchschnittlichen Portfoliogröße von etwa 465.000 Quadratmeter.

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