Laut aktueller Studie
Welche Versicherer von KI am häufigsten empfohlen werden

| Larissa Bilovits 
| 29.07.2026

Eine aktuelle SlopeLift-Studie zeigt, welche österreichischen Versicherungsunternehmen in den Antworten von ChatGPT und Co. besonders präsent sind. Ein Anbieter setzt sich dabei deutlich von der Konkurrenz ab.

Wer sich heute über eine Haushalts-, Kfz- oder Krankenversicherung informiert, beginnt immer seltener bei einem Vergleichsrechner und immer öfter in einem Chatfenster. KI-Modelle wie ChatGPT, Gemini oder Perplexity liefern auf solche Fragen keine Trefferliste, sondern eine fertige Antwort samt konkreter Anbieternamen. Welche Marke darin vorkommt und welche nicht, entscheidet sich binnen Sekunden. Die Digital-Media-Agentur SlopeLift hat im Rahmen ihrer AI Visibility Studie 2026 (siehe Infobox) erstmals systematisch erhoben, wie sich Österreichs Versicherer in diesem Umfeld schlagen.

Allianz führt das Feld deutlich an

Grundlage sind 105 Prompts aus neun Kategorien, von der klassischen Vergleichsfrage über Online-Abschlüsse bis zu allgemeinen Informationsfragen. Mehr als 20 Marken standen im Beobachtungsfeld. Am häufigsten taucht die Allianz in den Antworten auf. Mit 23,7 Prozent Brand Coverage liegt sie deutlich vor Uniqa (10,8) und Zurich (10,0), dahinter folgen Generali mit 8,6 und die Wiener Städtische mit 6,5 Prozent. Noch klarer fällt das Bild bei der Likelihood to Buy aus, die misst, wie prominent eine Marke innerhalb einer Empfehlung platziert wird: Hier kommt die Allianz auf 90 Prozent, Zurich auf 87 und Uniqa auf 77 Prozent.

Videoplattform und Vergleichsportale liefern die Quellen

Aufschlussreicher als das Markenranking ist die Frage, worauf sich die Systeme beim Antworten stützen. youtube.com (646 Citations), durchblicker.at (570) und finanztip.de (389) werden allesamt öfter herangezogen als die bestplatzierte Versicherungsdomain allianz.at (373). Weiter hinten folgen verivox.de (212), checkeverything.at (207) und hi-sophia.at (172).

"In der Versicherungswelt ist besonders auffällig, dass YouTube und Vergleichsportale als Quelle für die KI dienen. Wer als Versicherung in der KI sichtbar sein will, muss auch dort präsent sein, wo die KI ihre Informationen herholt", erklärt Marietta Robitza, Chief Knowledge Officer und Head of SEO bei SlopeLift.

Dass Erwähnung und Verlinkung nicht dasselbe sind, zeigt der Abgleich der beiden Ranglisten. Zurich wird zwar seltener genannt als Uniqa, liegt bei den Domain Citations mit 308 Verweisen aber klar auf Rang zwei, während Uniqa auf 166 kommt. Generali erreicht 156, die Wiener Städtische 140.

"KI-Suchmaschinen nutzen je nach Branche unterschiedlichste externe Quellen. Bei Versicherungen sind das vor allem Vergleichsportale und Ratgeber-Videos. Wer als Versicherung in der KI sichtbar sein will, braucht eine holistische Strategie – das klassische SEO auf der eigenen Website reicht dafür nicht aus. GEO als Weiterentwicklung von SEO führt genau diese Aufgaben zusammen", so Robitza.

Was die Branche daraus mitnehmen kann

Die Studienautor:innen leiten daraus drei Ansatzpunkte ab. Erstens zählt nicht die Größe der Marke, sondern die Qualität des Inhalts: Websites, die komplizierte Bedingungen verständlich erklären und Konditionen transparent aufschlüsseln, werden von den Systemen öfter zitiert. Zweitens entsteht ein Gutteil der Sichtbarkeit außerhalb der eigenen Domain, nämlich auf jenen Plattformen und Portalen, die die KI ohnehin als Quelle nutzt.

Drittens rät die Agentur zu einem frühen Start bei der Messung. KI-Antworten seien keine stabilen Rankings, sondern veränderten sich laufend. Wer die eigene Präsenz systematisch beobachtet, baue in einem wachsenden Suchkanal einen Vorsprung auf, der später nur schwer aufzuholen sei.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

www.slopelift.com

Über die Studie

Die "SlopeLift AI Visibility Studie 2026 – Teil 2" basiert auf einem repräsentativen Set von 105 Prompts in neun Kategorien, das die typischen Such- und Entscheidungsfragen österreichischer Konsument:innen zu Versicherungsprodukten abdeckt. Erhoben wurde der Datensatz vom 1. bis 6. Juli 2026 über die KI-Monitoring-Plattform Otterly.ai. Untersucht wurden ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews, Google AI Mode, Microsoft Copilot und Gemini. Die Studie ist methodisch dokumentiert, die KPIs (Brand Mentions, Brand Coverage, Domain Citations, Domain Coverage, Likelihood to Buy, Brand Visibility Index) sind im Studienreport definiert.

Hinweis: Die Daten spiegeln einen spezifischen Zeitraum (1.–6. Juli 2026) und ein definiertes Prompt-Set wider. KI-generierte Antworten unterliegen laufenden Veränderungen. Ergebnisse können zu anderen Zeitpunkten oder mit anderen Prompt-Sets abweichen. Die Studie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Gesamtmarkts.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

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Über die Studie

Die "SlopeLift AI Visibility Studie 2026 – Teil 2" basiert auf einem repräsentativen Set von 105 Prompts in neun Kategorien, das die typischen Such- und Entscheidungsfragen österreichischer Konsument:innen zu Versicherungsprodukten abdeckt. Erhoben wurde der Datensatz vom 1. bis 6. Juli 2026 über die KI-Monitoring-Plattform Otterly.ai. Untersucht wurden ChatGPT, Perplexity, Google AI Overviews, Google AI Mode, Microsoft Copilot und Gemini. Die Studie ist methodisch dokumentiert, die KPIs (Brand Mentions, Brand Coverage, Domain Citations, Domain Coverage, Likelihood to Buy, Brand Visibility Index) sind im Studienreport definiert.

Hinweis: Die Daten spiegeln einen spezifischen Zeitraum (1.–6. Juli 2026) und ein definiertes Prompt-Set wider. KI-generierte Antworten unterliegen laufenden Veränderungen. Ergebnisse können zu anderen Zeitpunkten oder mit anderen Prompt-Sets abweichen. Die Studie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit des Gesamtmarkts.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

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