Remax Commercial Bericht
Linz bleibt Motor des Büromarkts in Oberösterreich

| Redaktion 
| 09.07.2026

Die Nachfrage im Bundesland bleibt stabil, richtet sich jedoch zunehmend auf moderne und energieeffiziente Immobilien. Gleichzeitig stehen die Vermarktung bereits fertiggestellter Projekte und die Modernisierung bestehender Gebäude im Fokus.

Der Büromarkt in Oberösterreich befindet sich in einer stabilen Phase, wird jedoch von einer zunehmenden Konzentration auf Qualität geprägt. Das zeigt der aktuelle Remax Commercial Bericht für Oberösterreich. 

Im Mittelpunkt steht weiterhin Linz als bedeutendster Bürostandort des Bundeslandes. Die wirtschaftliche Stärke der Landeshauptstadt, ihre industrielle und technologische Ausrichtung sowie mehrere hochwertige Projektentwicklungen haben den Markt in den vergangenen Monaten maßgeblich beeinflusst. Derzeit liegt der Schwerpunkt weniger auf dem Start neuer Großprojekte als vielmehr auf der erfolgreichen Vermarktung der zuletzt fertiggestellten Büroflächen. Gleichzeitig zeigt sich eine Phase der Konsolidierung, in der neue Entwicklungen sorgfältiger geplant werden.

Anforderungen an Büroflächen steigen

Die Nachfrage nach Büroflächen ist weiterhin vorhanden, allerdings haben sich die Anforderungen der Unternehmen verändert, so Remax. Bei der Standortwahl gewinnen Aspekte wie Energieeffizienz, moderne Gebäudetechnik, flexible Raumkonzepte und eine gute Verkehrsanbindung an Bedeutung. Entsprechend bleiben laut Remax moderne Büroimmobilien in attraktiven Lagen gefragt. 

Ältere Bestandsgebäude ohne entsprechende Modernisierung stehen dagegen zunehmend unter Wettbewerbsdruck. Der Unterschied zwischen modernen und sanierungsbedürftigen Büroflächen wird damit immer deutlicher, so die Expert:innen von Remax. 

Linz bleibt wichtigster Bürostandort

Diese Entwicklung soll insbesondere in Linz sichtbar werden. Mit einer neuen Unternehmenszentrale von Dynatrace, dem Quartier Quadrill in der Tabakfabrik und der Erweiterung der Techbase Linz wurden zuletzt bedeutende Büroflächen geschaffen. Gleichzeitig wurden einzelne geplante Projekte zeitlich verschoben. Diese Entwicklung verdeutliche, dass Projektentwickler:innen ihre Vorhaben stärker am tatsächlichen Bedarf ausrichten und spekulative Büroentwicklungen derzeit zurückhaltender umgesetzt werden würden.

Wels und Steyr folgen eigenen Marktstrukturen 

Auch außerhalb der Landeshauptstadt zeige sich ein differenziertes Bild. In Wels entstehen neue Gewerbe- und Dienstleistungsflächen, überwiegend im Rahmen gemischt genutzter Quartiersentwicklungen. Als Wirtschafts-, Handels- und Messestandort profitiere die Stadt von zahlreichen mittelständischen Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen funktionale und gut erreichbare Standorte, die den Anforderungen regionaler Betriebe entsprechen sollen.

Steyr ist hingegen weiterhin stark industriell geprägt. Dort entsteht zusätzlicher Büroflächenbedarf vor allem im Zusammenhang mit technologieorientierten Unternehmen, Engineering, Produktion und unternehmensnahen Dienstleistungen. Neue Büroflächen werden überwiegend im Zuge betrieblicher Erweiterungen geschaffen, während eigenständige Büroprojekte eine geringere Rolle spielen. Die Marktentwicklung verlaufe dadurch vergleichsweise ruhig und orientiert sich eng an der wirtschaftlichen Entwicklung der ansässigen Unternehmen.

Qualität bleibt entscheidender Faktor

Insgesamt präsentiert sich der oberösterreichische Büromarkt robust, so Remax. Die Nachfrage konzentriert sich zunehmend auf hochwertige, flexible und langfristig nutzbare Büroflächen. Moderne Gebäude mit hoher Energieeffizienz und zeitgemäßen Arbeitswelten verfügen weiterhin über gute Marktchancen. Gleichzeitig gewinnt die Modernisierung bestehender Immobilien für Eigentümer:innen zunehmend an Bedeutung. 

www.remax.at

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