Zuversicht und Zusammenhalt im Fokus
Rund 1.100 Gäste beim Sommerfest des Wirtschaftsbundes Niederösterreich

| Redaktion 
| 05.07.2026

Im Mittelpunkt standen der Austausch über die Zukunft des Wirtschaftsstandorts sowie Ansprachen von Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Nationalratsabgeordnetem Harald Servus und VPNÖ-Klubobmann Kurt Hackl. 

Das Schloss Haindorf war am Freitag (3. Juli) Schauplatz des traditionellen Sommerfests des Wirtschaftsbundes Niederösterreich (WBNÖ). Rund 1.100 Gäste aus Wirtschaft und Politik nutzten die Veranstaltung für Gespräche und Networking. Für die musikalische Gestaltung sorgten Werner Auer und die Band "Musicals & Movies". 

In ihren Ansprachen zogen WKNÖ-Präsident und WBNÖ-Landesgruppenobmann Wolfgang Ecker, WBNÖ-Direktor und Nationalratsabgeordneter Harald Servus, Bundesminister für Wirtschaft, Energie und Tourismus Wolfgang Hattmannsdorfer sowie VPNÖ-Klubobmann Kurt Hackl Bilanz über die vergangenen Monate und gingen auf die kommenden Herausforderungen für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich ein.

Optimismus für die heimischen Betriebe

Wolfgang Ecker verwies auf die schwierigen vergangenen Jahre für die Unternehmen und zeigte sich zugleich zuversichtlich für die Zukunft. "Unsere Betriebe haben herausfordernde Zeiten hinter sich und werden auch die kommenden Herausforderungen meistern. Denn Niederösterreichs Unternehmer:innen packen an, denken lösungsorientiert und blicken mit Optimismus nach vorne", sagte Ecker. 

Er betonte, dass nun die passenden Rahmenbedingungen notwendig seien, damit die Betriebe ihre Stärken voll entfalten könnten. Erste Maßnahmen seien bereits umgesetzt worden, weitere müssten folgen. Abschließend appellierte Ecker: "Reden wir unsere Wirtschaft deshalb nicht krank, sondern reden wir sie stark."

Entlastungen und Konsolidierung

Harald Servus erklärte, die vergangenen Monate seien von großer Unsicherheit geprägt gewesen. Umso wichtiger sei es, dass nun erste positive Signale erkennbar würden. Nach vielen Jahren sei es gelungen, eine Lohnnebenkostensenkung auf den Weg zu bringen, die diesen Namen auch verdiene. Gleichzeitig müsse der Bundeshaushalt konsequent konsolidiert werden, um künftig ausreichend Spielraum für weitere Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts zu schaffen. Nun brauche es vor allem Zuversicht und Zusammenhalt.

Bürokratie abbauen und Unternehmen stärken

Bundesminister Wolfgang Hattmannsdorfer stellte die Bedeutung kleiner und mittlerer Unternehmen für den Wirtschaftsstandort heraus. "KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wer den Standort stärken will, muss deshalb vor allem jene entlasten, die jeden Tag Verantwortung übernehmen und Arbeitsplätze schaffen", so Hattmannsdorfer. 

Mit der Gewerbeordnungsnovelle würden nach seinen Angaben bürokratische Hürden reduziert. So sollen mehr als 5.000 Kontrollen pro Jahr entfallen, Betriebsübergaben erleichtert und unnötige Genehmigungspflichten abgeschafft werden. Das Ziel sei "weniger Bürokratie, mehr Unternehmertum".

Land setzt auf Förderung der Wirtschaft

In Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner richtete VPNÖ-Klubobmann Kurt Hackl Grußworte an die Gäste. Er bezeichnete Unternehmer:innen als Menschen, die Chancen erkennen würden, wo andere nur Risiken sähen.

Hackl verwies zudem auf das im niederösterreichischen Landtag beschlossene Doppelbudget. Demnach werde dort gespart, wo die Auswirkungen auf Bevölkerung und Unternehmen möglichst gering seien. Vorgesehen seien Einsparungen von rund 30 Millionen Euro bei den Landesimmobilien, 23 Millionen Euro im Kulturbereich sowie 10 Millionen Euro in der Flüchtlingshilfe. Gleichzeitig stünden für die Wirtschaftsförderung in den kommenden beiden Jahren 170 Millionen Euro bereit. Damit könnten sich die niederösterreichischen Betriebe weiterhin auf die Unterstützung des Landes verlassen, erklärte Hackl.

www.wbnoe.at

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