Stepstone-Studie
Österreichs Arbeitnehmer sehen KI kritischer als Deutsche

| Redaktion 
| 29.07.2026

Gleichzeitig setzen viele verstärkt auf Weiterbildung, um beruflich konkurrenzfähig zu bleiben.

Die zunehmende Verbreitung von Künstlicher Intelligenz verändert den Arbeitsmarkt spürbar. Eine aktuelle Erhebung von Stepstone (siehe Infobox) zeigt, dass 44 Prozent der Beschäftigten in Österreich befürchten, ihr Arbeitsplatz könnte durch KI oder Automatisierung überflüssig werden. Damit fällt die Verunsicherung hierzulande deutlich stärker aus als in Deutschland, wo 35 Prozent diese Sorge teilen.

Weiterbildung gewinnt an Bedeutung

Die Unsicherheit geht für viele Beschäftigte mit einem steigenden Anspruch an die eigene Qualifikation einher. Drei von vier Befragten gaben an, sich laufend neue Kompetenzen aneignen zu müssen, um beruflich den Anschluss nicht zu verlieren.

Die Mehrheit reagiert bereits darauf: 85 Prozent haben sich innerhalb des vergangenen Jahres weitergebildet. Mehr als ein Drittel beschäftigte sich dabei gezielt mit Anwendungen der Künstlichen Intelligenz. Für viele werde Weiterbildung damit zu einem wichtigen Instrument, um die eigene Position am Arbeitsmarkt zu sichern.

Stepstone-Österreich-Geschäftsführer Nikolai Dürhammer sieht darin eine doppelte Entwicklung: "Gerade in Österreich erleben wir, dass die technologische Entwicklung viele Beschäftigte gleichzeitig fasziniert und verunsichert. KI eröffnet enorme Chancen, gleichzeitig sorgt sie aber auch für Unsicherheit."

Zugleich betont er, dass die hohe Bereitschaft zur Weiterbildung zeige, dass viele Menschen den technologischen Wandel aktiv mitgestalten wollten. Unternehmen seien nun gefordert, geeignete Lernangebote und entsprechende Rahmenbedingungen bereitzustellen.

Beschäftigte wünschen sich mehr Unterstützung

Nach Einschätzung der Befragten besteht bei der Unterstützung durch Unternehmen weiterhin Verbesserungspotenzial. Lediglich die Hälfte der Beschäftigten sieht beim eigenen Arbeitgeber:in ausreichend Möglichkeiten, neue Fähigkeiten zu erwerben. Gleichzeitig erklärten 69 Prozent, sie würden sich sicherer fühlen, wenn Unternehmen stärker in Weiterbildungs- und Umschulungsmaßnahmen investieren würden.

Auf Arbeitgeberseite gaben 66 Prozent der Personalverantwortlichen an, bereits aktiv in Qualifizierungsmaßnahmen zu investieren, um ihre Organisation auf künftige Anforderungen vorzubereiten. Damit liegt Österreich über dem Vergleichswert in Deutschland.

Kompetenzen als Schlüssel für die Zukunft

Dürhammer betont, Österreich müsse die Chancen der Künstlichen Intelligenz nutzen und gleichzeitig die Beschäftigten auf diesem Weg begleiten. "Wer heute in Kompetenzen investiert, stärkt seine Mitarbeitenden und zugleich die Wettbewerbsfähigkeit des eigenen Unternehmens sowie des Standorts Österreich", so der Experte. Unternehmen sollten ihren Beschäftigten praxisnahe Weiterbildung ermöglichen, Orientierung bieten und den Einsatz neuer Technologien im Arbeitsalltag fördern.

www.stepstone.at

Über die Studie Hiring Trends Update

Das Stepstone Hiring Trends Update Q2 2026 basiert auf einer Befragung von 483 Beschäftigten sowie 246 Personalverantwortlichen in Österreich (Feldphase: 23. April bis 21. Mai 2026).

Die Studie beleuchtet den aktuellen Stand des Arbeitsmarkts aus beiden Perspektiven: von der Jobsuche und Wechselbereitschaft über Bewerbungserfahrungen und Weiterbildung bis hin zu Einstellungsprozessen und Recruiting-Herausforderungen. Die Kandidatenstichprobe ist repräsentativ für die österreichische Erwerbsbevölkerung nach Alter und Geschlecht. Die Datenerhebung wurde vom Stepstone Arbeitsmarktforschungsteam durchgeführt.

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Über die Studie Hiring Trends Update

Das Stepstone Hiring Trends Update Q2 2026 basiert auf einer Befragung von 483 Beschäftigten sowie 246 Personalverantwortlichen in Österreich (Feldphase: 23. April bis 21. Mai 2026).

Die Studie beleuchtet den aktuellen Stand des Arbeitsmarkts aus beiden Perspektiven: von der Jobsuche und Wechselbereitschaft über Bewerbungserfahrungen und Weiterbildung bis hin zu Einstellungsprozessen und Recruiting-Herausforderungen. Die Kandidatenstichprobe ist repräsentativ für die österreichische Erwerbsbevölkerung nach Alter und Geschlecht. Die Datenerhebung wurde vom Stepstone Arbeitsmarktforschungsteam durchgeführt.

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