Die Merkur Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Trotz herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnte das Unternehmen sein Prämienvolumen konzernweit um 8,5 Prozent steigern und überschritt mit 1,001 Milliarden Euro erstmals die Milliardenmarke. Gleichzeitig erhöhte sich das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) von 12,2 Millionen Euro im Jahr 2024 auf 18,6 Millionen Euro. Der Versicherungsbestand umfasste zum Jahresende insgesamt 1.840.285 versicherte Risken, so der Konzern.
Österreich bleibt wichtigster Wachstumsmotor
Besonders stark entwickelte sich das Geschäft am Heimmarkt. Die Merkur Versicherung AG steigerte ihr Prämienvolumen über alle Sparten hinweg um 8,7 Prozent auf 759 Millionen Euro und wuchs damit stärker als der Branchendurchschnitt. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich von 9,7 Millionen Euro auf 15,3 Millionen Euro.
Der Gesamtvorstand führt die Entwicklung auf die konsequente Fokussierung auf das Kerngeschäft zurück. "Wir sind 2025 profitabel gewachsen und haben unsere Positionierung als Personenversicherung weiter gestärkt. Besonders erfreulich ist nicht nur der überdurchschnittliche Zuwachs in der Krankenversicherung, sondern auch die Dynamik in der Unfallversicherung sowie die gesteigerte Nachfrage in der Lebens- und Berufsunfähigkeitsversicherung", heißt es seitens des Vorstands.
Demnach bestätige sich, dass Wachstum dort entstehe, wo die Konzentration auf das Kerngeschäft, die Nähe zu den Menschen und ein klarer strategischer Fokus zusammenwirken.
Internationales Geschäft entwickelt sich stabil
Neben Österreich ist die Merkur Gruppe in Slowenien, Kroatien, Serbien sowie in Südtirol tätig. Auch diese Märkte trugen zum positiven Gesamtergebnis bei. Das Prämienvolumen im Auslandsgeschäft erhöhte sich auf 118,4 Millionen Euro und lag damit um 5,5 Prozent über dem Wert des Vorjahres.
Wachstum in allen Sparten
Im größten Geschäftsfeld, der Krankenversicherung, stiegen die Prämieneinnahmen um 9,7 Prozent auf 663,9 Millionen Euro. Damit festigte das Unternehmen laut eigenen Angaben seine Rolle als zweitgrößte private Krankenversicherung des Landes. Der Marktanteil liegt bei knapp 19 Prozent.
Deutlich zulegen konnte auch die Unfallversicherung. Hier erhöhte sich das Prämienvolumen um 10,7 Prozent auf 35,3 Millionen Euro und entwickelte sich damit über dem Marktniveau. In der Sachversicherung wurde ein Plus von 2,5 Prozent auf 24,2 Millionen Euro erzielt.
Auch im Bereich der Alters- und Risikovorsorge verzeichnete die Merkur Gruppe weiteres Wachstum. Die Merkur Lebensversicherung AG erreichte ein Prämienvolumen von 132,3 Millionen Euro. Maßgeblich getragen worden sei diese Entwicklung von der hohen Nachfrage nach Berufsunfähigkeitsversicherungen sowie fondsgebundenen Lebensversicherungen.
Hohe Eigenmittelausstattung
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 wies die Merkur Versicherung AG gemäß Solvency II einen Kapitalbedarf zur Solvenzabsicherung (SCR) von 412,3 Millionen Euro aus, so die Ergebnisse. Den gegenüber standen anrechenbare Eigenmittel in Höhe von 1.347,5 Millionen Euro. Daraus ergab sich eine SCR-Bedeckungsquote von 326,8 Prozent.
Fusion soll im Herbst 2026 abgeschlossen werden
Planmäßig voran schreitet auch die Zusammenführung der Merkur Lebensversicherung AG mit der Merkur Versicherung AG. Der Abschluss der Verschmelzung ist weiterhin für Herbst 2026 vorgesehen, so der Konzern.
"Die in den vergangenen Jahren vorbereiteten strategischen und operativen Schritte schaffen die Grundlage für die finale Zusammenführung. Die eingerichteten Fokusgruppen leisten seit Beginn der Fusion nicht nur zentrale Abstimmungsarbeit und treiben die Integration in den relevanten Bereichen konsequent voran, sie führen vor allem Menschen mit einer gemeinsamen Vision zusammen", betont der Gesamtvorstand einstimmig.
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