200 Jobs werden gestrichen
WKO baut in ihrer Bundesorganisation jede vierte Stelle ab

| Larissa Bilovits 
| 02.06.2026

Bis Ende 2027 sollen in der Bundeskammer in Wien rund 200 Arbeitsplätze wegfallen. Die Streichung ist Teil jenes Sparpakets, mit dem die Wirtschaftskammer ab 2030 jährlich 100 Millionen Euro einsparen will.

Die Wirtschaftskammer Österreich (WKO) konkretisierte am Dienstag ihr angekündigtes Sparprogramm. Präsidentin Martha Schultz stellte dem Präsidium nun ihre Pläne vor, wie die Organisation die bereits kommunizierten Einsparungen von 100 Millionen Euro pro Jahr ab 2030 erreichen will. Bereits im Februar hatte Schultz angekündigt, dass die Ergebnisse des internen Reformprozesses im Juni den Gremien vorgelegt werden sollen (LEADERSNET berichtete). Ein wesentlicher Teil betrifft dabei auch die Bundesorganisation in Wien.

200 Jobs sollen wegfallen

Konkret sollen in der Bundeskammer am Standort Wien-Wieden bis Ende 2027 insgesamt 200 von derzeit rund 800 Stellen abgebaut werden. Das entspricht einem Viertel der dortigen Arbeitsplätze. Laut Medienberichten soll der Personalabbau schrittweise erfolgen und in Abstimmung mit dem Betriebsrat umgesetzt werden. Zudem betone die Kammer, den Abbau "sozial verträglich" gestalten und die betroffenen Mitarbeiter:innen während des Prozesses bestmöglich unterstützen zu wollen.

Nicht betroffen seien laut WKO Mitarbeiter:innen der rechtlich eigenständigen Fachverbände sowie Beschäftigte von Tochtergesellschaften der Wirtschaftskammer.

Umfangreiches Sparprogramm

Der Stellenabbau in der Bundeskammer ist Teil des größeren Sparprogramms der WKO. Neben der Bundesorganisation müssen demnach auch die neun Länderkammern Einsparungen vornehmen. Gleichzeitig sollen die vorhandenen Ressourcen künftig stärker auf jene Aufgaben konzentriert werden, die unmittelbar den Mitgliedsbetrieben zugutekommen und die Organisation insgesamt schlagkräftiger machen.

www.wko.at

Kommentar veröffentlichen

* Pflichtfelder.

leadersnet.TV