Konkurs nach Millionenpleite
Druckerei-Sanierung gescheitert: insgesamt 66 Jobs betroffen

| Tobias Seifried 
| 02.06.2026

Das in eine Millionenpleite geschlitterte Traditionsunternehmen hat seinen Sanierungsplan aufgrund massiver Umsatzrückgänge zurückgezogen und steht jetzt vor der Konkursabwicklung.

Das im März 2026 eingeleitete Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über die Salzkammergut-Media GmbH hat ein unerwartetes Ende genommen. Wie der Gläubigerschutzverband Creditreform am Dienstag mitteilte, hat das Druckereiunternehmen seinen Sanierungsplan, welcher den Gläubiger:innen eine Quote von 20 Prozent in Aussicht gestellt hatte, offiziell zurückgezogen. Eine Abstimmung darüber wird somit nicht mehr stattfinden.

Branchenkrise verhindert Rettung

Die wirtschaftliche Dimension der Pleite ist erheblich. So meldeten bis zur Prüfungstagsatzung Mitte Mai 2026 insgesamt 211 Gläubiger:innen Forderungen in der Höhe von rund 5,2 Millionen Euro an. Als Hauptgrund für den drastischen Schritt gilt die anhaltende Schwächephase des gesamten Sektors. Stephan Mazal, Insolvenzexperte bei Creditreform, erklärte dazu: "Aufgrund massiver Umsatzrückgänge und einer schlechten Auftragslage in der gesamten Druckereibranche ist die Erfüllung eines Sanierungsplans aus heutiger Sicht nicht mehr möglich."

Standortschließungen und Personalabbau

Das Traditionsunternehmen unterhielt neben seinem Hauptsitz in Melk weitere Standorte in Gmunden, Rohr, Traun, Freistadt, Bad Ischl und Mittersill. Die Krise hinterließ bereits tiefe Spuren in der Betriebsstruktur: Die Filialen in Rohr, Traun, Freistadt und Bad Ischl mussten schon zu Beginn des Verfahrens im März geschlossen werden. Infolge dieser Maßnahmen hat sich auch der Personalstand drastisch reduziert. Von den ursprünglich 66 betroffenen Dienstnehmer:innen sind bereits 44 aus dem Unternehmen ausgetreten; lediglich 22 Mitarbeitende sind aktuell noch beschäftigt.

Übergang in das Konkursverfahren 

Nach dem Rückzug des Sanierungsangebots ist die geplante Rettung vom Tisch. Das Verfahren wird nun als klassischer Konkurs fortgeführt, um die verbliebenen Vermögenswerte bestmöglich zu verwerten. "Die weitere Abwicklung als Konkursverfahren liegt nun in der Hand des Masseverwalters", hält Mazal abschließend fest.

www.creditreform.at

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