Ausstellung Kunsthalle Wien
Wien zeigt, was es hat

| Gerhard Krispl / LEADERSNET-ART Herausgeber 
| 08.09.2026

Die Kunsthalle Wien versammelt 56 Künstler:innen aus 18 Ländern und liefert die umfassendste Bestandsaufnahme der Wiener Szene seit über einem Jahrzehnt.

Erstmals im Jahr 2000 ins Leben gerufen, feiert das Format Lebt und arbeitet in Wien 2026 seine fünfte Ausgabe – und ist diesmal größer, internationaler und dichter programmatisch begleitet als je zuvor. Die Kunsthalle Wien öffnet dafür alle Räumlichkeiten an beiden Standorten.

Kuratiert von Daniel Baumann, Michelle Cotton und Monika Georgieva, setzt die Schau bewusst auf Neuproduktionen: 38 der 56 beteiligten Künstler:innen haben eigens für die Ausstellung neue Werke geschaffen. Zahlreiche Arbeiten sind zum ersten Mal überhaupt in Wien zu sehen. Wer bei einer früheren Ausgabe vertreten war, kommt diesmal nicht vor – ein Prinzip, das den Blick konsequent auf das Gegenwärtige richtet.

Lebt und arbeitet in Wien
Ausstellungsansicht Lebt und arbeitet in Wien: Contemporary Art from Vienna mit Werken von Judith Eisler, Lukas Kaufmann und Dario Wokurka, Kunsthalle Wien Museumsquartier 2026 © Foto: Markus Wörgötter

Wien als durchlässige Stadt

Im Zentrum der Ausstellung steht Wien als künstlerischer Produktionsort – nicht als statisches Heimatmilieu, sondern als offene, bewegliche Stadt, in der Künstler:innen ankommen, abreisen und zurückkehren. Die 56 Beteiligten stammen aus 42 Städten in 18 Ländern, von Casablanca über Dhaka bis Stockholm. In den vergangenen zehn Jahren hat diese internationale Durchmischung die Wiener Szene grundlegend verändert.

Die Schau würdigt dabei ausdrücklich die vielfältigen Formen künstlerischen Schaffens, die Wien fördert: von neuen Malschulen über Institutionskritik und politische Praxis bis hin zu Performance, Keramik und Abstraktion. Ebenso beleuchtet sie die einzigartige Diskurskultur der Stadt – von den Kaffeehäusern des vorigen Jahrhunderts bis zu den zahlreichen von Künstlerinnen und Künstlern betriebenen Off-Spaces, die heute überall in Wien entstehen.

Lebt und arbeitet in Wien
Ausstellungsansicht Lebt und arbeitet in Wien: Contemporary Art from Vienna, Kunsthalle Wien Museumsquartier 2026 © Foto: Markus Wörgötter

Fünf Ausgaben, eine Tradition

Die Geschichte des Formats reicht zurück ins Jahr 2000, als Gerald Matt die erste Ausgabe im damaligen Containergebäude am Karlsplatz organisierte – als eine Art millenniale Positionsbestimmung Wiens als Kunststandort. Es folgten Ausgaben 2005, 2010 und 2015. Jede wurde von einem eigens eingeladenen Kuratorenteam verantwortet; zu jeder erschien ein Katalog. Die fünfte Ausgabe führt diese Tradition fort, weitet sie aber räumlich und inhaltlich erheblich aus.

Ein dichtes Begleitprogramm

Parallel zur Ausstellung läuft ein umfangreiches öffentliches Programm, das institutionelle und kulturelle Partner:innen aus ganz Wien einbezieht. Eine Vortragsreihe fragt, was es heute bedeutet, in Wien zu leben und zu arbeiten: Die einzelnen Abende sind den Themen Die erhitzte Stadt, Die lebenswerteste Stadt, Die arbeitende Stadt und Die geheime Stadt gewidmet. Ergänzt wird dies durch Gespräche zu Fragen wie Wien als gewählter Heimat, der Rolle der Akademien und dem Verhältnis von Gegenwart und Vergangenheit der Stadt.

Lebt und arbeitet in Wien: Contemporary Art from Vienna
Kunsthalle Wien Museumsquartier
bis 26. Oktober 2026
www.kunsthallewien.at

 

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

Anmeldung zum LEADERSNET-ART Newsletter

In den "Daily Business News" von Opinion Leaders Network berichten wir ab sofort täglich auch über die Themen Kunst, Design und Kultur.
Alle 14 Tage erscheint LEADERSNET-ART und bringt die Highlights der Branche.

Herausgeber von LEADERSNET-ART ist Gerhard Krispl.

 

leadersnet.TV