Fotos aus dem Burggarten
Wiener Staatsoper eröffnete Spielzeit mit "Opern Air" vor Tausenden Menschen

Mit internationalen Opernstars und einem Querschnitt durch die neue Spielzeit kehrte das kostenlose Galakonzert in den Wiener Burggarten zurück. Am Dirigentenpult gab es kurzfristig eine Änderung.

Bereits zum zweiten Mal hat die Wiener Staatsoper ihre neue Spielzeit mit einem Galakonzert unter freiem Himmel begleitet. Am Sonntagabend, dem 6. September 2026, traten beim sogenannten "Open Air" im Burggarten unter anderem Asmik Grigorian, Piotr Beczała, Juan Diego Flórez und Ludovic Tézier auf. Der Eintritt war frei. 

Der Andrang auf die Veranstaltung war bereits vor Konzertbeginn groß. Lange Warteschlangen erstreckten sich Medienberichten zufolge entlang des Rings bis in Richtung Heldenplatz. Nachdem bei der Premiere im Vorjahr rund 7.000 Menschen Platz gefunden hatten, stand dieses Mal der gesamte Burggarten als Veranstaltungsfläche zur Verfügung. Damit konnte die Kapazität auf bis zu 12.000 Personen erweitert werden. 

Von Rossini bis Verdi

Das Programm führte mit Arien, Duetten, Chören und Ouvertüren durch unterschiedliche Epochen der Operngeschichte. Das Orchester der Wiener Staatsoper eröffnete den Abend mit der Ouvertüre aus Gioachino Rossinis "Guillaume Tell", gefolgt vom Chorstück "Wach auf, es nahet gen den Tag" aus Richard Wagners "Die Meistersinger von Nürnberg". Asmik Grigorian interpretierte unter anderem die "Habanera" aus Georges Bizets "Carmen" und eine Arie der Lisa aus Peter Iljitsch Tschaikowskis "Pique Dame". Gemeinsam mit Piotr Beczała sang sie zudem das Duett "Vogliatemi bene" aus Giacomo Puccinis "Madama Butterfly". Beczała präsentierte neben "Un dì all’azzurro spazio" aus Umberto Giordanos "Andrea Chénier" auch "In fernem Land" aus Wagners "Lohengrin". Mit "Nessun dorma" aus Puccinis "Turandot" übernahm er eine der bekanntesten Arien des Abends.

Juan Diego Flórez war unter anderem mit "È serbata, a questo acciaro" aus Vincenzo Bellinis "I Capuleti e i Montecchi" und "Ah! Mes amis" aus Gaetano Donizettis "La fille du régiment" zu hören. Gemeinsam mit Ludovic Tézier interpretierte er das Duett "Au fond du temple saint" aus Bizets "Les Pêcheurs de perles". Tézier wiederum sang unter anderem Arien aus Giuseppe Verdis "Un ballo in maschera" und "Macbeth". Am Finale aus Mozarts "Le nozze di Figaro" sowie an der Schlussfuge "Tutto nel mondo è burla" aus Verdis "Falstaff" waren mehrere Mitglieder des Staatsopernensembles beteiligt. Neben dem Orchester wirkten auch der Chor und die Opernschule der Wiener Staatsoper mit.

Marco Armiliato übernahm kurzfristig die Leitung

Am Dirigentenpult kam es gegenüber der ursprünglichen Ankündigung zu einer Änderung. Vorgesehen war zunächst Axel Kober, der seine Teilnahme laut APA aus familiären Gründen absagen musste. Für ihn übernahm Marco Armiliato, Ehrenmitglied und langjähriger musikalischer Partner der Wiener Staatsoper, die Leitung. Durch den Abend führten ORF-III-Moderatorin Barbara Rett und Staatsoperndirektor Bogdan Roščić. Das Konzert bildete zugleich einen musikalischen Ausblick auf die Spielzeit 2026/27, deren regulärer Vorstellungsbetrieb bereits am 4. September mit Verdis "Don Carlo" begonnen hatte.

Zu den ersten Produktionen der Saison zählen "La clemenza di Tito", "Adriana Lecouvreur", "Le nozze di Figaro", "Macbeth" und "Tosca". Die erste Premiere folgt am 3. Oktober mit einem Doppelabend aus Alexander von Zemlinskys "Eine florentinische Tragödie" und Béla Bartóks "Herzog Blaubarts Burg". Asmik Grigorian übernimmt darin die Rollen der Bianca beziehungsweise Judith.

Konzert auch im Fernsehen und online

ORF III übertrug das "Opern Air" live-zeitversetzt, parallel war das Konzert zum Abschluss des Filmfestivals auf der Leinwand am Wiener Rathausplatz zu sehen. Auf ORF On soll die Aufzeichnung drei Monate lang verfügbar bleiben. Die Wiener Staatsoper stellte außerdem einen eigenen Livestream bereit, der nach dem Konzert 72 Stunden abrufbar ist. Arte zeigt die Aufzeichnung am 4. Oktober 2026 um 17:15 Uhr. Für Teile des europäischen Publikums soll sie anschließend ein Jahr lang über die Arte-Mediathek verfügbar sein.

Ob das "Opern Air" 2027 erneut stattfindet, steht noch nicht fest. Laut APA verweist die Staatsoper auf offene organisatorische und finanzielle Fragen. Roščić brachte während des Konzerts allerdings bereits eine mögliche Beteiligung des Staatsballetts an einer weiteren Ausgabe ins Gespräch.

Hochkarätiges Publikum

Unter den Besucher:innen gesehen wurden unter anderem Margarete Kriz-Zwittkovits (Präsidentin Wiener Wirtschaftskammer), Ingrid Thurnher (ORF-Generaldirektorin), Susanne Kraus-Winkler (Obfrau der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich), Verena Wiesinger (Landesvorsitzende Frau in der Wirtschaft Wien), Kathrin Zierhut-Kunz (Geschäftsführerin ORF III), Thomas Peschta (Obmann der Fachgruppe Gastronomie in der Wirtschaftskammer Wien), Silvia Lang (Fachgruppenobmann-Stv.in der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe, Bezirksgruppenobfrau Leopoldstadt), Gertraud Schmidt (Fachgruppenobfrau der Freizeit- und Sportbetriebe), Danielle Spera (Geschäftsführerin von Kultur. Medien. Judentum), Martin Heimhilcher (Spartenobmann Information und Consulting Wirtschaftskammer Wien), Monica Rintersbacher (Geschäftsführerin Leitbetriebe Austria), Jacqueline Lugner (Unternehmerin) und Ehemann Leo, Bettina Leidl (Direktorin MuseumsQuartier), Alexandra Winkler (Hotel Sacher), Amra und Rainer Deisenhammer (GW Cosmetics), Wolfgang und Angelika Rosam (Herausgeber:in Falstaff), Brigitte Just (Modedesignerin), Karl Guschlbauer ("Schaumrollenkönig"), Matthias Winkler (Hotel Sacher), Alexandra Psichos-Prankl (Spartenobmann-Stv. Tourismus und Freizeitwirtschaft Wirtschaftskammer Wien) sowie Karin Bergmann (Intendantin Salzburger Festspiele) und viele mehr. 

Einen Eindruck vom Event können Sie sich mittels Galerie hier und hier machen. 

www.wiener-staatsoper.at

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