Hybridmodus oder komplett online: Welches Unterrichtsmodell wird besser angenommen?

| 05.09.2022

Eine Studie der Rennes School of Business hat die Modelle verglichen.


Die Covid-Pandemie hat sich dramatisch auf alle Aspekte unseres Lebens ausgewirkt, sowohl privat als auch beruflich. Im März 2020, wurde das Arbeiten von zu Hause aus für viele Menschen schnell zur neuen Normalität. Im Bildungswesen mussten die Lehrkräfte prompt auf Fernunterricht umstellen.

Online oder hybrid?

Neben der reinen Onlinelehre, war eine weitere Begleiterscheinung der Pandemie die Entwicklung einer völlig neuen Unterrichtsform: das hybride Modell. Hierbei wurde das Klassenzimmer sowohl mit den Student:innen vor Ort als auch mit den Online-Studenten während des synchronen Unterrichts verbunden. Obwohl einige Hochschulen mittlerweile zur Normalität zurückkehren, bieten manche von ihnen verschiedene Unterrichtsoptionen an: vollständig online, gemischt mit 50 Prozent Präsenzunterricht und 50 Prozent Onlineunterricht oder ausschließlich Präsenzunterricht.

Laurent Scaringella, Professor an der Rennes School of Business, verglich sowohl hybride als auch reine Online-Lehrmodelle, um zu ermitteln, welches Modell die höchste Zufriedenheit der Lehrkräfte, den besten Ruf durch Mundpropaganda, die Zufriedenheit der Studierenden und die Loyalität gegenüber einer Hochschule erzeugt. Befragt wurden 93 Fakultätsmitglieder:innen und rund 366 Studierende unterschiedlicher amerikanischer Universitäten.

Es stellte sich heraus, dass der reine Online-Unterricht einen negativen Einfluss auf die Zufriedenheit der Studierenden haben kann, währenddessen die hybride Form des Unterrichts die positive Mundpropaganda unter Studierenden und Alumni verstärkt. Außerdem wurde festgestellt, dass Studierende, die eine hohe Erwartung an ein MBA-Programm hatten, dieses tendenziell hoch bewerteten, was bedeutet, dass die bereits bestehenden Vorstellungen der Studierenden über ihren Studiengang eine große Rolle spielen. Insgesamt beurteilen die Student:innen, laut Umfrageergebnissen, hybride Programme positiver als reine Online-Programme.

Unterrichtsmodelle und Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen im Fokus der Studie

Weitere Ergebnisse zeigten auf, dass die Zufriedenheit der Lehrkräfte nicht wesentlich mit der Qualität des MBA-Programms zusammenhängt. Das könnte an der Tatsache liegen, dass viele der Lehrkräfte ihre Arbeit als Routine betrachten. Daher sollten, so das Fazit der Studie, Business Schools die Qualitätsbewertung eines MBA-Programms nicht als genauen Indikator für die Zufriedenheit oder Unzufriedenheit der Fakultätsmitglieder betrachten. Stattdessen wird empfohlen alternative Messmethoden zu entwickeln, um die Arbeitszufriedenheit der Fakultätsmitglieder zu bewerten.

 www.rennes-sb.com

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