Zu wenig Personal: Britische Polizei sendet falsche Kontrollwarnungen

| 04.09.2022

In der Navigationsapp Waze werden vermeintliche Blitzerwarnungen angezeigt, um den Straßenverkehr zu beruhigen. Die Polizei überführte sich deswegen jetzt selbst.

Mit Personalmangel rechtfertigt die Verkehrspolizei in Surrey (Vereinigtes Königreich) fälschlich eingetragene Polizeikontrollen in der GPS-gestützten Navigationsapp Waze.

Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung

Die Blitzerwarnungen seien eine Maßnahme der Behörde, um den Verkehr zu beruhigen und Rasern Herr zu werden, heißt es von Seiten der Polizei. Überführt hat sich die Behörde übrigens selbst: Sie postete ihre Taktik mit einem Zwinkersmiley auf Twitter. Das führte nun auch zu Kritik.

Und so haben es die Uniformierten gemacht: Polizisten in Streifenwägen hatten ihren Standort der Google-Tochter Waze gemeldet und wurden im Anschluss im Navigationsprogramm markiert. Tatsächlich handelte es sich dabei aber nicht um Stationäre "Blitzer" sondern um Streifenwagen, die in diesem Moment an eben jenem Ort waren.

Ein Grund für die ungewöhnliche Maßnahme dürfte die Tatsache sein, dass die Zahl der Verkehrspolizisten in England und Wales in den letzten sieben Jahren um 22 Prozent gesunken ist. The Guardian zitiert den Präsidenten des Automobilclubs AA, Edmund King: "Bei fünf Verkehrstoten pro Tag ist es schwierig, die Polizeitaktiken zu hinterfragen, die Autofahrer verlangsamen und Leben retten können."

www.waze.com

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