Fotos der Veranstaltung im Wiener Orpheum
Promis drückten bei Andreas Ferners Kabarettpremiere die Schulbank

In seinem neuen Programm "Bro-Fessor, checkst du!?" widmet sich der Lehrer und Kabarettist Helikopter-Eltern und ausufernden Klassenchats. Die namhaften Premierengäste stellten ihm dafür ein hervorragendes Zeugnis aus.

Eltern-Chats, überforderte Lehrkräfte und Schüler:innen mit Influencer-Ambitionen – der Schulalltag liefert Andreas Ferner auch nach mehr als 25 Jahren im Klassenzimmer noch reichlich Stoff für seine Pointen. Am Mittwochabend, dem 28. Oktober, feierte der Lehrer und Kabarettist mit seinem bereits sechsten Soloprogramm "Bro-Fessor, checkst du!?" im ausverkauften Wiener Orpheum Premiere. Dabei nahm er nicht nur Eltern, Schüler:innen und Kolleg:innen aufs Korn, sondern auch sich selbst. Zahlreiche prominente Gäste ließen sich die Vorstellung nicht entgehen und honorierten das Programm schlussendlich mit Standing Ovations.

Sechstes Programm aus dem Lehrerzimmer

Dass Ferner den Schulbetrieb auf die Bühne bringt, hat Tradition. Vor "Bro-Fessor, checkst du!?" standen bereits "Schule, OIDA!", "BildungsFERNER", "Chill amal, Fessor!", "Stundenwiederholung" und "Nie mehr Schule!" (LEADERSNET berichtete) auf seinem Spielplan, jedes Mal mit dem eigenen Berufsalltag als Ausgangspunkt. Die Figur des "Fessors", der seinem Publikum gleichzeitig Lehrer und Leidensgenosse ist, hat sich über die Jahre zu seinem Markenzeichen entwickelt.

"Ich unterrichte seit 1999. Die Schule liefert mir nach all den Jahren noch immer Geschichten, bei denen ich mir denke: Das kann man sich nicht ausdenken!", lacht Ferner. "Die Kinder verändern sich, die Eltern verändern sich und der Wahnsinn verändert sich mit. Ich fürchte, mir wird der Stoff so schnell nicht ausgehen."

Eltern-Chats, Klagsdrohungen und überforderte Lehrkräfte

Im Zentrum des neuen Programms steht ein Berufsbild, das kaum noch Grenzen kennt. Wer heute vor einer Klasse steht, soll nicht nur Deutsch oder Mathematik beibringen, sondern auch trösten, Streit schlichten und Jugendlichen die digitale Welt erklären, die ihre Zukunft ohnehin eher als Influencer:innen sehen. Ferner treibt diese stetig wachsende Zuständigkeitsliste genüsslich auf die Spitze, bis am Lehrpersonal schließlich auch noch das Schulbuffet und die Entspannungsübung zum Elternabend hängen bleiben.

Mindestens ebenso viel Material liefern die Eltern. Ferner erzählt von Müttern und Vätern, die ihren Kindern jede noch so kleine Hürde aus dem Weg räumen wollen, von Klassenchats, in denen eine einzige Rückfrage zur Hausübung eine Grundsatzdebatte auslöst, und von Diktatnoten, über die nicht mehr diskutiert, sondern gleich juristisch gestritten wird.

Bei aller Spitzzüngigkeit gegenüber Eltern, Kolleg:innen und Schüler:innen bleibt Ferner sein eigenes dankbarstes Ziel. Gerade diese Selbstironie soll das Programm glaubwürdig machen, denn viele Szenen seien so alltagsnah, dass sich wohl so manche:r im Publikum darin wiedererkennen dürfte.

Namhafte Gäste

Die ersten Zeugnisse für das neue Kabarettprogramm stellte die bei der Premiere zahlreich erschienene Prominenz aus. Aus der Kabarettszene waren Herby Stanonik, Katie La Folle, David Stockenreitner, Lorenz Hinterberger, Heinz Hofbauer und Andreas Wutte gekommen, um ihren Kollegen zu unterstützen. Ebenfalls mit dabei waren Society-Lady Christina Lugner mit Tochter Jacqueline Lugner und deren Mann Leo Lugner, "Mister Ferrari" Heribert Kasper, Oktoberfestlegende Wiesnschurli, Musikmanager Peter Pansky, Sängerin und Model Beatrice Turin, Moderator Alexander Rüdiger mit Partnerin Romana Schrey und Regisseurin Marion Dimali.

"Andi Ferner ist der einzige Professor Österreichs, bei dem die Schüler:innen freiwillig nachsitzen – weil sie vor lauter Lachen nicht mehr nach Hause gehen können. Bei ihm wird nicht der Lehrstoff durchgenommen, sondern das Zwerchfell", zog Christina Lugner nach der Vorstellung Bilanz. "Ich sage nur: Wenn alle Lehrer:innen so wären, hätten wir in Österreich lauter Einser, außer in Betragen, da hätten wir einen Totalausfall."

Herby Stanonik, der selbst in seinem aktuellen Kabarettprogramm "Bildungsscheu" über den teils äußerst absurden Lehrer-Alltag spricht, formulierte ebenfalls lobende Worte für seinen Kollegen: "Andi ist einer unserer Vorreiter des österreichischen Schulkabaretts, deshalb macht es immer wieder großen Spaß, lustige Geschichten von einem tollen Kollegen zu hören und darüber herzlich zu lachen!"

LEADERSNET war dabei. Eindrücke finden Sie in unseren Galerien hier und hier.

www.andreasferner.at

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