Nobler Gäste-Hotspot in Kärnten
Neues Top-Hotel wird Teil von Veldens 60-Millionen-Euro-Offensive

Nach zehn Jahren Planung und Verhandlungen gibt es grünes Licht für das Hermitage Velden Suitehotel. Die noble Bleibe will mit 250 Gästebetten sowie vier Gastronomiekonzepten punkten und schafft 50 neue Arbeitsplätze.

Wohnen am Wasser, mit dem Boot über den See und am Abend ins Restaurant – mit zwei Hotelprojekten will der Salzburger Unternehmer Hermann Unterkofler das gehobene Urlaubsangebot in Velden erweitern. Während die ehemalige Villa Seeblick bereits zum Hermitage Corso umgebaut wird, soll nun auch am Standort des früheren Hotels Morak der Bau beginnen. Dort ist das Hermitage Velden Suitehotel mit 50 Suiten geplant. Zusammen beziffert das Unternehmen die Investitionen mit mehr als 60 Millionen Euro.

Dem angekündigten Baustart ging laut Unterkofler eine zehnjährige Planungsphase voraus. Nun sei die Baubewilligung für das Suitehotel rechtskräftig und vom Landesverwaltungsgericht Kärnten bestätigt worden. Auch die gewerberechtliche Bewilligung der Bezirkshauptmannschaft Villach-Land liege vor. Bürgermeisterin Margit Heissenberger übergab den Baubescheid persönlich an den Bauherrn, der die Arbeiten umgehend aufnehmen will. "Zehn Jahre sind eine verdammt lange Zeit, wenn man etwas bewegen will. Jetzt können wir endlich bauen", sagt Unterkofler.

Veldens Bürgermeisterin Margit Heissenberger übergibt Bauherrn Hermann Unterkofler persönlich den rechtskräftigen Baubescheid für das Hermitage Velden Suitehotel © Hannes Krainz

Suiten am See und ein Auftakt im Sommer 2028

Die beiden Häuser sollen unterschiedliche Adressen für einen Urlaub am Wörthersee bieten. Zum Suitehotel am Seecorso kommen nach aktueller Planung 15 Suiten im Hermitage Corso hinzu, das in der ehemaligen Villa Seeblick entsteht. Über den Baustart des Hermitage Corso berichtete LEADERSNET bereits im Juni 2025. Bei dem Umbau soll der Charakter der traditionellen Wörthersee-Architektur erhalten bleiben. Inzwischen hat sich der Zeitplan allerdings verändert. War für das Corso ursprünglich eine Eröffnung in der Saison 2027 vorgesehen, sollen nach aktuellen Unternehmensangaben nun beide Projekte 2028 fertiggestellt werden. Im Corso will man ab Sommer desselben Jahres Gäste empfangen.

Die insgesamt 65 Suiten werden an Investor:innen verkauft und sollen professionell touristisch vermietet werden. Nach Unternehmensangaben ist beim Hermitage Corso rund die Hälfte der Einheiten veräußert, beim Suitehotel etwa ein Fünftel. Gemeinsam sollen die beiden Häuser rund 250 zusätzliche Gästebetten schaffen. Zum Konzept gehört auch, Urlauber:innen außerhalb der sommerlichen Hauptsaison nach Velden zu bringen.

Großzügige Terrassen, begrünte Dächer und ein Badebereich am See prägen den Entwurf für das neue Hermitage Velden Suitehotel. © bereitgestellt 

Vom Beachclub an den Restauranttisch

Für das Urlaubsgefühl soll neben dem Wohnen auch die Gastronomie sorgen. Vier Konzepte sind für die beiden Projekte vorgesehen, darunter ein "Pool & Beachclub" und ein Restaurant beim Hermitage Velden Suitehotel. Ergänzt werden soll das Angebot durch zwölf Bootsanlegeplätze. Welche kulinarischen Handschriften die einzelnen Lokale tragen werden, ist noch offen. Unterkofler sucht dafür nach gastronomischen Partner:innen mit eigenen Ideen. "Wir laden die besten Gastronom:innen des Landes ausdrücklich ein, sich mit ihren kreativen Konzepten bei uns zu bewerben. Unser Anspruch ist kreative Top-Gastronomie für Gäste und Einheimische mit einem Preis-Leistungs-Verhältnis, das überzeugt", so Unterkofler. 

Die künftigen Betriebe sollen Hotelgäste ebenso ansprechen wie Einheimische. Dabei setzt das Unternehmen auf ein Zusammenspiel aus Küche, Service und Komfort, bei dem auch das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmen soll. "Wir investieren in beste Lagen und hohe Qualität. Aber eine schöne Aussicht allein macht noch keinen Spitzenbetrieb", sagt Unterkofler. "Der Name Wörthersee muss wieder ein Qualitätsversprechen sein."

Erfahrung am See bringt die Familie bereits mit. Zum bestehenden Hermitage Vital Resort in Maria Wörth gehören das Gourmetrestaurant Hubert Wallner und der Beach Club Mint. Mit den beiden Veldener Häusern würde ihr touristisches Angebot gemeinsam mit jenem der UKO Group nach eigenen Angaben auf rund 500 Gästebetten wachsen. 

Neue Häuser sollen auch der Gemeinde Impulse bringen

Mit den beiden Projekten verbindet das Unternehmen die Aussicht auf 50 neue Arbeitsplätze und jährlich rund 200.000 Euro an Abgaben für die Gemeinde. Bürgermeisterin Heissenberger begrüßt die Investitionen. Für Velden seien zusätzliche Gästebetten und Betriebe wichtig, die langfristig zur Wertschöpfung beitragen. 

Die bauliche Umsetzung liegt beim Immobilienbereich UKO Estate. Über die beiden Hotelprojekte hinaus will die Familie ihr Engagement in Kärnten fortsetzen, wie Moritz Unterkofler, Sohn des Bauherrn und CEO der börsennotierten UKO Microshops AG, ankündigt: "Wir werden auch künftig in Kärnten investieren. Der Wörthersee hat enormes Potenzial, und wir wollen mit hochwertigen, wirtschaftlich erfolgreichen Tourismusprojekten dazu beitragen, dieses Potenzial langfristig zu nutzen." Konkrete weitere Vorhaben nennt das Unternehmen bislang nicht.

www.hermitage.at

www.ukogroup.at

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