Sicherheit und Renditechancen
Fast jeder zweite Wertpapieranleger hat auch einen Bausparvertrag

| Tobias Seifried 
| 28.10.2026

Eine aktuelle Studie zeigt, dass viele Österreicher:innen beim Vermögensaufbau auf unterschiedliche Anlageformen setzen und dadurch Sicherheit und Renditechancen kombinieren. Auch die Vorsorge für Kinder spielt eine Rolle.

Wer in Österreich in Wertpapiere investiert, verzichtet deshalb nicht zwangsläufig auf klassische Sparprodukte. Das zeigt eine aktuelle Untersuchung des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag der s Bausparkasse. Demnach verfügen 46 Prozent der befragten Wertpapierbesitzer:innen zusätzlich über einen Bausparvertrag. Weitere 42 Prozent dieser Gruppe betrachten Bausparen als ideale Ergänzung zu Anlageformen mit höheren Renditechancen.

Die Ergebnisse deuten den Studienautor:innen zufolge darauf hin, dass sich Sicherheitsbedürfnis und die Bereitschaft, am Kapitalmarkt zu investieren, nicht ausschließen. Vielmehr werden unterschiedliche Anlageformen für den langfristigen Vermögensaufbau miteinander kombiniert.

Sicherheit und Renditechancen im Zusammenspiel

"Kund:innen verfolgen heute einen deutlich breiteren Ansatz beim Vermögensaufbau als noch vor einigen Jahren", erklärt Andreas Kaim, Vorstandsvorsitzender der s Bausparkasse. Sicherheit und Ertragschancen würden zunehmend gemeinsam betrachtet, anstatt zwischen beiden zu wählen. Während Wertpapiere langfristig höhere Ertragschancen bieten können, steht Bausparen für Planbarkeit und staatliche Förderung. Die beiden Anlageformen unterscheiden sich allerdings auch hinsichtlich ihrer Risiken und möglichen Erträge.

Ein Drittel verfügt über einen Bausparvertrag

Wie die Erhebung zeigt, besitzt rund ein Drittel der Befragten einen Bausparvertrag für sich selbst. Bei den wahrgenommenen Vorteilen steht die Sicherheit im Vordergrund: 36 Prozent nennen Verlässlichkeit und finanzielle Vorteile als wesentliche Pluspunkte. Weitere 14 Prozent heben die Möglichkeit des regelmäßigen Sparens und die damit verbundene Planbarkeit hervor. Jeweils zwölf Prozent nennen die Wohnraumfinanzierung beziehungsweise das Ansparen für langfristige Ziele wie Kinder, Enkelkinder oder größere Anschaffungen. Damit bleibt das Bausparen trotz der zunehmenden Bedeutung anderer Anlageformen für einen Teil der Bevölkerung ein Bestandteil der finanziellen Vorsorge.

Vorsorge für Kinder bleibt wichtiges Motiv

Ein weiterer Schwerpunkt der Studie betrifft das Sparen für die nächste Generation. Bausparverträge werden demnach nicht nur für die eigene finanzielle Zukunft abgeschlossen, sondern häufig auch für Kinder oder andere Familienmitglieder. Besonders auffällig ist die Bereitschaft zu weiteren Abschlüssen: 44 Prozent jener Befragten, die bereits für eine andere Person einen Bausparvertrag abgeschlossen haben, planen innerhalb der kommenden zwölf Monate einen weiteren.

"Wer früh beginnt, schafft eine wichtige finanzielle Grundlage für spätere Lebensabschnitte", sagt Kaim. Regelmäßiges Ansparen könne beispielsweise bei der Finanzierung einer Ausbildung, des Führerscheins oder der ersten eigenen Wohnung helfen. 

www.sbausparkasse.at

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