IMMOunited-Analyse
Immobiliengeschäfte legen zu und zeigen starke regionale Unterschiede

| Redaktion 
| 15.10.2026

Bis zum 15. Oktober wurden in Österreich bereits mehr als 100.000 Kaufverträge verbüchert. Während die Steiermark den größten Zuwachs verzeichnet, fällt die Entwicklung in Kärnten deutlich verhaltener aus.

Der österreichische Immobilienmarkt weist im laufenden Jahr eine höhere Zahl an verbücherten Kaufverträgen auf als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Laut aktuellen Zahlen von IMMOunited wurden bis zum 15. Oktober 2026 insgesamt 100.578 Kaufverträge ins Grundbuch eingetragen. Im Jahr 2025 wurde die Schwelle von 100.000 Verbücherungen hingegen erst Mitte November erreicht.

Im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres, in dem 90.019 Kaufverträge registriert wurden, ergibt sich damit ein Anstieg von 11,73 Prozent. Die Entwicklung deutet auf eine weiterhin rege Transaktionstätigkeit hin, wobei sich zwischen den einzelnen Bundesländern deutliche Unterschiede zeigen.

Steiermark führt Bundesländervergleich an

Eine Betrachtung der ersten neun Monate des Jahres zeigt, dass die Zahl der Verbücherungen österreichweit um 13,80 Prozent gestiegen ist. Die stärkste Zunahme wurde mit 20,17 Prozent in der Steiermark verzeichnet. Dahinter folgen Tirol mit 17,77 Prozent sowie Niederösterreich und Vorarlberg, die jeweils ein Wachstum von rund 15 Prozent aufweisen.

Auch Salzburg liegt mit einem Plus von 13,94 Prozent leicht über dem österreichischen Durchschnitt. Weniger stark entwickelten sich die Zahlen im Burgenland mit 12,06 Prozent, in Wien mit 10,98 Prozent und in Oberösterreich mit 10,72 Prozent. Das geringste Wachstum wurde in Kärnten registriert, wo die Verbücherungen lediglich um 4,15 Prozent zunahmen.

Prozentuelle Veränderung der Verbücherungen nach Bundesländern © IMMOunited 

Regionale Marktentwicklung gewinnt an Bedeutung

Für Roland Schmid, Eigentümer und Geschäftsführer der IMMOunited GmbH, unterstreicht das frühzeitige Überschreiten der 100.000er-Marke die vorhandene Nachfrage nach Immobilien. "Dass wir die 100.000er-Marke heuer rund einen Monat früher erreichen als im Vorjahr, zeigt: Die Nachfrage ist da", so Schmid. 

Allerdings sei die Gesamtzahl der Transaktionen seit September etwas rückläufig. Als möglichen Grund dafür nennt Schmid die gestiegenen Zinsen. Zudem entwickelten sich die einzelnen regionalen Immobilienmärkte keineswegs einheitlich. Zwischen der Steiermark und Kärnten bestehe bei den Wachstumsraten ein Abstand von rund 16 Prozentpunkten.

Immobilienentscheidungen erfordern genaue Marktkenntnis

Angesichts der unterschiedlichen Entwicklungen empfiehlt Schmid, bei Immobiliengeschäften verstärkt die jeweilige regionale Situation zu berücksichtigen. Wer eine Immobilie erwerben, veräußern oder finanzieren möchte, solle sich daher nicht ausschließlich an österreichweiten Kennzahlen orientieren.

Die Bedeutung fundierter Marktinformationen fasst der IMMOunited-Geschäftsführer folgendermaßen zusammen: "Denn beim Immobiliengeschäft zählt längst nicht mehr nur das Bauchgefühl, sondern vor allem der Blick auf die richtigen Daten."

www.immounited.com

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