Rund 800 Gäste kamen zum zweitägigen Kongress nach Salzburg. Hochkarätige Vortragende diskutierten über KI, Führung, Unternehmertum und die Zukunft der Hotellerie. Bei der Gala wurde zudem ein langjähriger Wegbegleiter verabschiedet. LEADERSNET.tv holte Vorstände, Partner:innen, Gastronom:innen und Speaker:innen vor die Kamera.
Unter dem Motto "Gemeinsam Zukunft gestalten" lud die Hogast am 13. und 14. Oktober 2026 zum diesjährigen Symposium in den Salzburg Congress. Rund 800 Teilnehmer:innen aus Hotellerie, Gastronomie und Wirtschaft nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Herausforderungen, technologische Entwicklungen und unternehmerische Perspektiven auszutauschen. Neben Vorträgen und einer Podiumsdiskussion bot das Programm Gelegenheit zum Netzwerken und zum Austausch mit Partnerunternehmen. Durch das zweitägige Symposium führte ServusTV-Moderatorin Katrin Prähauser.
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Betriebe angesichts wirtschaftlicher Unsicherheiten, neuer Technologien und veränderter Gästeerwartungen zukunftsfähig bleiben können. Dabei zeigte sich über die beiden Veranstaltungstage hinweg ein gemeinsamer Tenor: Innovationen sind notwendig, doch der Mensch bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Hogast-Vorstandsvorsitzende Allegra Frommer plädierte dafür, angesichts der zahlreichen Krisen nicht in eine abwartende Haltung zu verfallen. Vielmehr müsse man sich auf jene Bereiche konzentrieren, die man selbst beeinflussen könne. "Mut hat man schon immer gebraucht. Ich glaube, sonst ist man nicht erfolgreich", erklärte sie gegenüber LEADERSNET.tv.
Führung beginnt mit Respekt und klaren Entscheidungen
Den Auftakt der Fachvorträge machte der ehemalige Spitzenschiedsrichter Deniz Aytekin. Unter dem Titel "Führen. Entscheiden. Menschlich bleiben" zeigte er, welche Parallelen zwischen Entscheidungen auf dem Fußballplatz und der Führung von Unternehmen bestehen.
Entscheidend sei, schwierige Situationen möglichst frühzeitig zu erkennen und sich auf unterschiedliche Entwicklungen vorzubereiten. "Wenn man es schafft, die Sachen ein Stück weit zu antizipieren und sich die Frage zu stellen, was als Nächstes passieren kann, nimmt das schon sehr viel Druck aus der Situation", erklärte Aytekin gegenüber LEADERSNET.tv.
Darüber hinaus betonte er die Bedeutung einer offenen Fehlerkultur. Führungskräfte müssten Verantwortung für eigene Fehlentscheidungen übernehmen und ihren Mitarbeiter:innen das Gefühl vermitteln, Probleme ohne Angst vor negativen Konsequenzen ansprechen zu können. Aytekin berichtete auch selbstkritisch, dass er früher Härte mit Stärke verwechselt habe. Heute setze er stärker auf Kommunikation, Wertschätzung und nachvollziehbare Entscheidungen.
Neue Hotelkonzepte treffen auf traditionelle Gastfreundschaft
Welche Chancen und Herausforderungen neue Beherbergungsmodelle mit sich bringen, stand anschließend im Mittelpunkt der Podiumsdiskussion "Kurzzeitvermietung wird zur neuen Hospitality". Auf dem Podium diskutierten unter der Moderation von Katrin Prähauser Markenexperte Klaus-Dieter Koch, Hotelier Alfred Pierer, Walter Schmalwieser von der Wirtschaftskammer Niederösterreich sowie Claudio Marini von Inovum Hospitality.
Einigkeit bestand darüber, dass Gastfreundschaft weit über den persönlichen Empfang hinausgeht. Während die klassische Hotellerie stark auf den unmittelbaren Kontakt setzt, beginnt dieser für Betreiber digitaler Beherbergungskonzepte bereits bei der Buchung.
"Hospitality ist grundsätzlich einmal eine Haltung", erklärte Marini gegenüber LEADERSNET.tv. Ob ein digitales, kontaktloses Hotel oder ein Resort betrieben werde, sei dabei zweitrangig. Entscheidend seien unter anderem die Qualität der Zimmer, Sauberkeit, Pflege und Erreichbarkeit. Gäste erwarteten rasche Antworten, unabhängig davon, über welchen Kommunikationskanal sie ihre Anliegen vorbringen.
Pierer erläuterte anhand seines eigenen Betriebs, wie eine konsequente Positionierung neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnen kann. Die Entwicklung zum Wellnesshotel habe wesentlich dazu beigetragen, wetter- und saisonunabhängiger zu werden. Koch wiederum warnte davor, sich ausschließlich über den Preis zu definieren. Betriebe müssten klar vermitteln können, welchen besonderen Wert sie ihren Gästen bieten. Gerade in Zeiten KI-gestützter Such- und Buchungsprozesse werde eine eindeutige Spezialisierung zunehmend wichtig.
Auch die Wettbewerbsbedingungen für klassische Hotels und Kurzzeitvermietungsangebote wurden diskutiert. Die Teilnehmer sprachen sich für faire Regeln aus, warnten zugleich aber vor übermäßiger Bürokratie. Unterschiedliche Geschäftsmodelle sollten nebeneinander bestehen und voneinander profitieren können.
Künstliche Intelligenz als unmittelbare Chance
Wie niedrig die Einstiegshürden bei KI-Anwendungen mittlerweile sind, demonstrierte Malcolm Werchota. Der KI-Experte und Coach zeigte anhand praktischer Beispiele, wie Unternehmen durch den Einsatz intelligenter Werkzeuge Arbeitsabläufe vereinfachen und Zeit sparen können.
Seine zentrale Empfehlung: Aufgaben möglichst verständlich formulieren, ausreichend Kontext liefern und Ergebnisse durch gezielte Nachfragen verbessern. Werchota machte deutlich, dass der Umgang mit KI keine besonderen Programmierkenntnisse voraussetzt.
Wie einfach die Technologie bereits zu bedienen sei, verdeutlichte er mit einem ungewöhnlichen Beispiel aus seiner Beratungspraxis. Gelegentlich nehme er seine achtjährige Tochter Sophia zu Kundenterminen mit, um Führungskräften zu zeigen, wie intuitiv sich KI einsetzen lasse. Wenn diese erlebten, wie unkompliziert seine Tochter umfangreiche Aufgaben mithilfe der Technologie bearbeite, stelle sich für sie die Frage, warum sie ihren eigenen Mitarbeiter:innen den Umgang damit nicht längst nähergebracht hätten.
Werchota appellierte an die Betriebe, nicht abzuwarten, sondern KI möglichst rasch in den Arbeitsalltag zu integrieren. Wiederkehrende und zeitaufwendige Tätigkeiten könnten zunehmend automatisiert werden, sodass mehr Raum für jene Aufgaben bleibe, bei denen menschliche Fähigkeiten gefragt sind.
Seine Botschaft brachte er mit einem Satz auf den Punkt: "Alles, was die Maschine nicht kann, sollte der Mensch erledigen." Damit gingen die Fachvorträge von Tag eins zu Ende.
Gala im Stil der Goldenen Zwanziger
Nach dem fachlichen Austausch bildete die traditionelle Abendgala den gesellschaftlichen Höhepunkt des Hogast-Symposiums. Hierfür wechselten die Gäste ins "Zentrum für Visionen" in Puch, wo sie ein Programm unter dem Motto "Golden Twenties" erwartete. Durch den Abend führte Entertainer Alfons Haider.
Für Unterhaltung sorgten eine Akrobatikdarbietung zweier Artistinnen an einem Ring hoch über dem Publikum sowie musikalische Einlagen. Zum Abschluss des offiziellen Programms folgte eine Tanz- und Gesangsshow im Stil der 1920er-Jahre, ehe in der Disco weitergefeiert wurde.
Kulinarisch stand ein viergängiges Menü von Spitzenkoch Dominik Utassy (4 Hauben, 1 Stern) auf dem Programm. Serviert wurden unter anderem Kagoshima-Rinderrücken, Zander im Strudelteig und österreichisches Kalb. Der Küchenchef bezeichnete das Essen im Gespräch mit LEADERSNET.tv als wichtigen Bestandteil eines gelungenen Galaabends, insbesondere bei einem Publikum aus Gastronomie, Hotellerie und deren Partnerunternehmen.
Für Hogast-Vorstandsvorsitzende Allegra Frommer ist die Gala vor allem eine Gelegenheit, den Mitgliedern und Partnerunternehmen Wertschätzung entgegenzubringen. "Das gemeinsame Feiern, das Sich-Austauschen auch mit den Partnern und Lieferpartnern, das ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes", erklärte sie gegenüber LEADERSNET.tv. Die Veranstaltung sei zugleich ein großes Dankeschön an alle, die zur Entwicklung der Genossenschaft beitragen.
Auch für die Partnerunternehmen hat der persönliche Austausch einen hohen Stellenwert. Manfred Kröswang, Geschäftsführer von Kröswang, betonte, dass der Galaabend die Möglichkeit biete, abseits des Geschäftsalltags mit Kund:innen ins Gespräch zu kommen und bestehende Beziehungen zu pflegen.
Katharina Hagleitner, Geschäftsführerin von Hagleitner Hygiene International, verwies wiederum auf die Bedeutung gewachsener Partnerschaften für die Zukunft. Entscheidend sei es, auf bestehenden Traditionen und langjährigen Beziehungen aufzubauen und diese Erfahrungen für die gemeinsame Weiterentwicklung zu nutzen.
Emotionaler Abschied nach zwölf Jahren
Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die feierliche Verabschiedung von Werner Magedler, der nach zwölf Jahren als Aufsichtsratsvorsitzender der Hogast aus seiner Funktion ausschied. In einer Laudatio wurde seine Rolle als verlässlicher Wegbegleiter gewürdigt, der der Genossenschaft, ihren Mitarbeiter:innen und den Vorstandskolleg:innen auch in herausfordernden Zeiten Orientierung gegeben habe.
Laudator war Markus Tipotsch, der Magedler in der Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden nachfolgt. Er erinnerte daran, dass Magedler während einer besonders schwierigen Phase zwischen den Corona-Lockdowns Verantwortung übernommen habe. Die Bereitschaft, unter diesen Umständen eine Führungsfunktion anzutreten, sei eine bemerkenswerte Entscheidung gewesen.
Magedler selbst blickte mit Stolz auf die vergangenen zwölf Jahre zurück. Besonders hob er die Entwicklung der Genossenschaft hervor, deren Mitgliederzahl sich während seiner Amtszeit verdoppelt habe. Auch bei der technologischen Weiterentwicklung seien wichtige Fortschritte gelungen.
Im Mittelpunkt seines Rückblicks stand jedoch der Zusammenhalt innerhalb der Hogast. "Alles, was wir geschaffen haben, haben wir einstimmig beschlossen", sagte Magedler gegenüber LEADERSNET.tv. Manche Entscheidungen hätten mehr Zeit benötigt als andere, doch stets sei das gemeinsame Interesse im Vordergrund gestanden. "Nie für uns selber, immer für das große Ganze", beschrieb er diesen Grundsatz.
Dass ihm der Abschied nicht leichtfiel, machte Magedler ebenfalls deutlich. "Ein lachendes und ein weinendes Auge", beschrieb er seine Gefühlslage. Ursprünglich habe er geglaubt, den Abschied leichter bewältigen zu können. Mittlerweile sei aber auch Wehmut dabei.
Persönliche Worte fand auch Allegra Frommer. Sie erinnerte daran, dass ihr eigener Einstieg in die Hogast viel Mut erfordert habe. Magedler habe ihr dabei stets den Rücken gestärkt – auch bei weitreichenden Entscheidungen, die mit erheblichen Investitionen und neuen strategischen Visionen verbunden gewesen seien.
Diese Unterstützung habe wesentlich dazu beigetragen, die Genossenschaft in den vergangenen vier Jahren zu modernisieren, bestehende Strukturen weiterzuentwickeln und die Hogast für kommende Herausforderungen aufzustellen.
Unternehmertum braucht Mut, Authentizität und eine klare Strategie
Der zweite Symposiumstag begann mit einem gemeinsamen Auftritt von Unternehmerin und Influencerin Karin Teigl sowie Martin Kaswurm, Gründer und CEO von Chaka2. Die Geschwister berichteten über ihre unterschiedlichen Karrierewege und darüber, welche Erfahrungen aus der Gastronomie sie bis heute prägen.
Kaswurm gründete bereits mit 23 Jahren gemeinsam mit einem Partner seine Agentur. Heute beschäftigt das Unternehmen rund 40 Mitarbeiter:innen und erzielt nach seinen Angaben etwa 20 Millionen Euro Umsatz. Teigl wiederum startete vor fünf Jahren allein mit ihrer Agentur, die mittlerweile zehn Mitarbeiter:innen beschäftigt und rund fünf Millionen Euro umsetzt.
Beide betonten, dass ihnen die Erfahrungen im Gastgewerbe wichtige Grundlagen für ihre unternehmerische Entwicklung vermittelt hätten. Die Arbeit in der Gastronomie sei anspruchsvoll, fördere aber Belastbarkeit, Dienstleistungsorientierung und den Umgang mit unterschiedlichen Menschen.
Ein besonderes Augenmerk legte Kaswurm auf den Umgang mit Rückschlägen und Ablehnung. Für ihn bedeutet ein "Nein" nicht zwangsläufig das Ende eines Vorhabens, sondern vielmehr "Noch ein Impuls nötig". Dahinter steckt die Überzeugung, dass es manchmal nur ein zusätzliches Argument, einen anderen Zugang oder mehr Überzeugungsarbeit braucht, um aus einer Absage doch noch eine Zusage zu machen. Diese Beharrlichkeit sei ein wesentlicher Bestandteil erfolgreichen Unternehmertums. "Wie mache ich aus einem Nein ein Ja?"
Auch in der Mitarbeiterführung seien Offenheit, Vertrauen und eine konstruktive Fehlerkultur entscheidend. Mitarbeiter:innen müssten Neues ausprobieren dürfen, gefördert und gefordert werden. Kaswurm verwies dabei auf die Bedeutung einer offenen Kommunikation auf Augenhöhe.
Für Teigl wiederum ist Social Media ein unverzichtbares Instrument moderner Unternehmenskommunikation. Der Instagram-Auftritt eines Hotels sei gewissermaßen dessen zweite Rezeption. Entscheidend seien authentische Einblicke, eine klare Zielgruppenansprache und die Bereitschaft, sich auf neue Kommunikationsformen einzulassen. "Einfach anfangen. Den Perfektionismus etwas rausnehmen und einfach einmal tun", empfahl Teigl im LEADERSNET.tv-Interview. Wichtig sei, "authentisch, nahbar und echt" zu bleiben.
Wie weitreichend mutige Entscheidungen sein können, zeigten die Vortragenden anhand eines Hotels, das sein Konzept von einem Familienbetrieb auf Adults-only umstellte und dadurch zunächst einen Großteil seiner Stammgäste verlor. Für solche Veränderungen brauche es neben einer klaren Strategie vor allem Durchhaltevermögen.
"Wir müssen rauskommen aus der Jammermentalität"
Einen gesellschaftspolitischen Blick auf die Zukunft warf Philosoph und Publizist Richard David Precht. Unter dem Titel "Mut zur Zukunft" beschäftigte er sich mit zwei grundlegenden Veränderungen: der Verschiebung globaler wirtschaftlicher Machtverhältnisse und dem Beginn eines neuen Maschinenzeitalters.
Während Europa und die USA wirtschaftlich an Einfluss verlieren würden, gewännen asiatische Länder zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig stehe die Gesellschaft durch Künstliche Intelligenz vor einer technologischen Umwälzung, deren Auswirkungen nach Prechts Einschätzung mit jenen der industriellen Revolution vergleichbar seien.
Anders als damals würden Maschinen künftig nicht vor allem körperliche, sondern zunehmend geistige Arbeit übernehmen. Precht rechnet deshalb mit erheblichen Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt und stellte auch die langfristige Tragfähigkeit bestehender gesellschaftlicher und politischer Strukturen infrage.
Als möglichen Ansatz zur Bewältigung der Folgen brachte er eine Besteuerung maschineller Arbeit ins Spiel. Zugleich warnte er vor dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze: "Wir müssen froh sein um jeden Job, der bleibt."
Für Hotellerie und Gastronomie sieht der Philosoph allerdings vergleichsweise gute Perspektiven. Zwar könnten Maschinen künftig verschiedene Routinetätigkeiten wie die Reinigung der Zimmer übernehmen, doch persönliche Betreuung, Empathie und menschliche Begegnungen blieben zentrale Bestandteile des touristischen Angebots.
Im Gespräch mit LEADERSNET.tv forderte Precht einen grundlegenden Perspektivenwechsel: "Wir müssen rauskommen aus der Jammermentalität über das, was zu Ende geht." Stattdessen müsse man konstruktiv und auch radikal darüber nachdenken, wie die Gesellschaft künftig leben wolle. Dafür brauche es sowohl den Einzelnen als auch die Politik.
Nachhaltige Investitionen und technologische Offenheit
Zum Abschluss der Fachvorträge widmete sich Andreas Weißenbacher, CEO von BWT, der Frage, wie nachhaltige Investitionen in Hotellerie, Infrastruktur und Energieversorgung gestaltet werden können.
Der Unternehmer, der nach eigenen Angaben mehr als 200 Nächte jährlich in Hotels verbringt, stellte insbesondere innovative Wasseraufbereitung, Energieeffizienz und den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen in den Mittelpunkt.
Neben Trinkwasserlösungen sprach er über Technologien für Wärme, Energie, Wasserstoff und Mobilität. Kritisch äußerte sich Weißenbacher gegenüber einer einseitigen Fokussierung auf Lithium-Ionen-Batterien bei E-Autos. Er plädierte stattdessen für Technologieoffenheit und verwies unter anderem auf das Potenzial organischer, recycelbarer Speicherlösungen.
Ein besonderes Anliegen ist ihm die Reduktion von Plastikmüll. Angesichts des weltweiten Verbrauchs von Einwegflaschen sieht er in alternativen Trinkwasserlösungen erhebliche Einsparmöglichkeiten.
"Es betrifft uns alle", betonte Weißenbacher im LEADERSNET.tv-Interview mit Blick auf den Klimaschutz. Österreichs Hotellerie könne dabei seiner Ansicht nach international eine Vorbildrolle einnehmen.
Neben technologischen Innovationen brauche es allerdings auch einen Abbau bürokratischer Hürden. Insgesamt sprach sich Weißenbacher für mehr Zuversicht aus: "Man müsste öfter über Positives sprechen. Es ist nicht alles so schlecht, wie es scheint."
Gemeinsam an der Zukunft arbeiten
Wie wichtig Zusammenarbeit für Innovationen ist, unterstrichen im Rahmen des zweitägigen Symposiums auch Partnerunternehmen der Hogast. Philipp Hahnl von Casablanca verwies darauf, dass neue Entwicklungen häufig aus dem gemeinsamen Austausch entstehen. Entscheidend sei, Zukunftsvisionen mit den Erfahrungen und Erkenntnissen der Vergangenheit zu verbinden.
Auch Peter Hinterberger von Hagleitner betonte die Bedeutung einer offenen Kommunikation. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten komme es darauf an, gemeinsam tragfähige Lösungen zu finden.
Damit griff das Symposium auch abseits der Vortragsbühne sein übergeordnetes Motto auf: Die Zukunft der Branche lässt sich nicht allein durch neue Technologien oder einzelne unternehmerische Entscheidungen gestalten. Entscheidend bleibt das Zusammenspiel aus Innovationsbereitschaft, Zusammenarbeit und persönlicher Gastfreundschaft.
Hogast zieht positive Bilanz
Zum Abschluss des Symposiums zeigte sich Hogast-Vorstand Christian Berlinger zufrieden mit den beiden Veranstaltungstagen. Die Vorträge hätten unterschiedlichste Perspektiven eröffnet und deutlich gemacht, dass Zukunftsgestaltung sowohl technologische Offenheit als auch unternehmerischen Mut erfordere.
Besonders die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz bezeichnete er als faszinierend, zugleich aber auch als teilweise erschreckend. KI sei längst keine reine Zukunftsvision mehr, sondern bereits Teil des wirtschaftlichen Alltags.
"Ich gehe mit einem guten Gefühl aus dem Symposium", sagte Berlinger. Die Teilnehmer:innen hätten zahlreiche Anregungen erhalten, die sie in ihren eigenen Betrieben nutzen könnten. Zugleich zeigte er sich überzeugt, dass die Hogast mit ihrem gemeinschaftlichen Geschäftsmodell gut für kommende Herausforderungen aufgestellt sei.
LEADERSNET.tv beim Hogast-Symposium
LEADERSNET.tv begleitete die beiden Veranstaltungstage mit der Kamera und holte zahlreiche Vortragende, Branchenvertreter:innen, Gastgeber:innen und Partnerunternehmen vor das Mikrofon.
Im Symposiumsbeitrag (Video 1) kommen folgende Interviewpartner:innen zu Wort: Allegra Frommer (Vorstandsvorsitzende, Hogast), Karin Teigl (CEO, CYK Collective & Constantly K, Autorin & Keynote Speakerin) und Martin Kaswurm (Gründer & CEO, Chaka2), Richard David Precht (Philosoph, Publizist & Autor), Andreas Weißenbacher (CEO, BWT Wassertechnik GmbH), Thomas Breitwieser (Vertriebsmitarbeiter, BWT DACH), Christian Berlinger (Vorstand F&B und Vertrieb, Hogast), Martin Wieser (Gebietsleiter Salzburg, Kröswang GmbH), Heidi Wimmer (Schülerin, youtou - school of young tourism Freilassing), Otto Hauck (Inhaber, Hauck Barista Tools), Philipp Hahnl (CRO, Casablanca hotelsoftware GmbH), Malcolm Werchota (Co-founder & Principal Partner, werchota.ai), Deniz Aytekin (Bundesliga- & FIFA-Schiedsrichter, Unternehmer, Autor & Keynote Speaker), Klaus-Dieter Koch (Gründer & Managing Partner, Brand Trust GmbH), Claudio Marini (GF, Inovum Hospitality GmbH & Inovum Urban Suite GmbH), Werner Magedler (Aufsichtsratsvorsitzender, Hogast), Peter Hinterberger (Leiter Division Gastronomie & Hotellerie, Hagleitner Hygiene Österreich GmbH), Johann Schütz (Inhaber, Seminarhotel Gasthof Pension Eidenberger Alm), Kerstin Woda (Prokuristin, Stadtliebe Gastro GmbH), Stefan Süß (GF, nachtleben-Gruppe, Coach & Speaker), Sophia-Maria Anker (Senior Sales Manager, smart host) und Alfred Pierer (GF, Almwellness Hotel Pierer).
LEADERSNET.tv bei der Hogast-Gala
Auch die Abendgala (Video 2) wurde von LEADERSNET.tv begleitet. Dabei standen die Atmosphäre der Veranstaltung, die kulinarischen Höhepunkte und insbesondere die Verabschiedung von Werner Magedler im Mittelpunkt.
Für den Galabeitrag wurden Allegra Frommer (Vorstandsvorsitzende, Hogast), Alfons Haider (Generalintendant, Seefestspiele Mörbisch, Moderator & Entertainer), Sigrid Kröswang (Marketing, Kröswang GmbH) und Manfred Kröswang (GF, Kröswang GmbH), Katharina Hagleitner (GF, Hagleitner Hygiene International GmbH), Philipp Hahnl (CRO, Casablanca hotelsoftware GmbH), Markus Tipotsch (Gastgeber, Neuhintertux Tipotsch GmbH), Werner Magedler (ehem. Aufsichtsratsvorsitzender, Hogast), Gerald Schölzel (Geschäftsleiter, Kloster Seeon Kultur- & Bildungszentrum), Wolfgang Hagn jun. (Vertrieb & Marketing, Weingut Hagn), Verena Eichhorn (Gastgeberin, Hotel Kühberg), Andrea Zarre-Wulz (Assistenz der Geschäftsführung, Kolpinghaus Klagenfurt-Ost) und Dominik Utassy (Chefkoch, Geiger Alm) interviewt.
Fotos vom Hogast-Symposium und der Gala 2026 sehen Sie in den Galerien hier (Tag 1), hier (Tag 2) und hier (Gala).
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Die Bundesregierung hat sich auf Maßnahmen wie eine neue Zustellförderung für gedruckte Zeitungen und mehr Mittel für die digitale Transformation geeinigt. Für beide Maßnahmen sind pro Jahr 50,5 Millionen Euro eingeplant.
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