"Österreichs größtes Co-Location-Projekt"
Verbund übernimmt Vermarktung für Hybridkraftwerk von Püspök

| Redaktion 
| 17.09.2026

In Nickelsdorf geht eines der größten Energieprojekte seiner Art in Europa an den Start. Wind- und Sonnenenergie werden dort mit einem Batteriespeicher kombiniert, um vorhandene Netzkapazitäten effizienter zu nutzen und zusätzliche Flexibilität im Stromsystem zu schaffen.

Mit dem Super-Hybrid-Kraftwerk von Püspök nimmt in Nickelsdorf ein Energieprojekt den Betrieb auf, das drei unterschiedliche Technologien an einem Standort zusammenführt. Eine Photovoltaikanlage mit 51 MW Leistung soll dabei mit einem ebenfalls 51 MW starken Windpark und einem Batteriespeicher mit 18 MW kombiniert werden. 

"Größtes Co-Location-Projekt Österreichs" 

Nach Angaben der Unternehmen handelt es sich dabei um das größte Co-Location-Projekt Österreichs und das zweitgrößte Super-Hybrid-Kraftwerk Europas. Für die Vermarktung der gesamten erzeugten Energie zeichnet Verbund verantwortlich. 

Die gemeinsame Nutzung der vorhandenen Infrastruktur soll insbesondere den Netzanschluss effizienter auslasten. Gleichzeitig soll die Kombination der unterschiedlichen Erzeugungsformen mit dem Batteriespeicher mehr Flexibilität im Stromsystem ermöglichen. 

"Super-Hybrid-Kraftwerke wie jenes in Nickelsdorf sind der Schlüssel zu einer sauberen, stabilen und unabhängigen Energieversorgung", sagt Lukas Püspök, CEO von Püspök. Um das Potenzial der Anlage ausschöpfen zu können, seien neben der eingesetzten Technologie auch entsprechende Kenntnisse der Energiemärkte notwendig. Mit Verbund habe man einen Partner gefunden, der Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher in den Markt integriere. 

Verbund vermarktet die Erzeugung des Super-Hybrid-Kraftwerks von Püspök in Nickelsdorf, das Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeicher vereint © Verbund/Georg Krewenka

Vermarktung reagiert auf Marktpreise 

Die Verbindung verschiedener Formen der Stromerzeugung mit einem Speicher bringt auch neue Anforderungen an die Vermarktung mit sich. Marktpreise müssen laufend bewertet und die einzelnen Komponenten der Anlage entsprechend eingesetzt werden. 

Verbund kombiniert dafür die Direktvermarktung mit kurzfristiger Handelsoptimierung und der gezielten Nutzung des Batteriespeichers. Auf diese Weise sollen sowohl die erzeugte Energie als auch die verfügbare Flexibilität wirtschaftlich genutzt werden. Neben zusätzlichen Erlösmöglichkeiten soll der Speicher auch zur Stabilität des Netzes beitragen. 

Robert Slovacek, Geschäftsführer der Verbund Energy4Business GmbH, sieht intelligente Vermarktungsmodelle als wichtigen Bestandteil der Energiewende. Gerade bei Co-Location-Projekten sei entscheidend, wie wirtschaftlich Windkraft, Photovoltaik und Batteriespeicher miteinander kombiniert würden. Verbund bringe dafür seine Erfahrung im Energiehandel, eine eigene Optimierungsplattform und Know-how bei der Vermarktung von Flexibilität ein. 

"Die Energiewende braucht nicht nur neue Erzeugungsanlagen, sondern auch intelligente Vermarktungskonzepte", so Slovacek.

Gemeinsame Infrastruktur soll Kapazität besser nutzen

Das Kraftwerk in Nickelsdorf soll zugleich zeigen, wie erneuerbare Stromproduktion und Speichertechnologien miteinander verbunden werden können. Ein wesentlicher Ansatz liegt in der gemeinsamen Nutzung der Infrastruktur. Dadurch sollen vorhandene Netzkapazitäten effizienter eingesetzt und erneuerbare Energie besser in das Stromsystem integriert werden. 

Das Zusammenspiel der Technologien soll sowohl die Versorgungssicherheit als auch die Wirtschaftlichkeit verbessern, so die Partnerunternehmen. 

Für Verbund bedeutet die Zusammenarbeit mit Püspök zugleich eine Erweiterung seiner Aktivitäten bei der Vermarktung erneuerbarer Energie und von Batteriespeichern. Das Unternehmen vermarktet bereits mehrere Gigawatt erneuerbarer Erzeugungsleistung in Österreich und Deutschland. Darüber hinaus entwickelt Verbund Lösungen für Hybridkraftwerke, Co-Location-Projekte und die Vermarktung flexibler Kapazitäten.

www.verbund.com

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