Fotos von der Pressekonferenz
Gewista macht die Frauenhelpline gegen Gewalt im öffentlichen Raum sichtbar

Seit Juli läuft die Kampagne "Lieber ein Anruf mehr!" auf digitalen Werbeflächen in ganz Österreich. Nun zogen Gewista, der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner eine erste Bilanz.

34,5 Prozent der Frauen in Österreich haben seit ihrem 15. Lebensjahr körperliche und/oder sexualisierte Gewalt erlebt. Um Betroffene frühzeitig zu erreichen und ihnen konkrete Wege aus ihrer Situation aufzuzeigen, braucht es niederschwellige und weithin sichtbare Hilfsangebote. Vor diesem Hintergrund rücken Gewista und der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) seit Juli 2026 mit einer österreichweiten Kampagne unter dem Titel "Lieber ein Anruf mehr!" die Frauenhelpline gegen Gewalt in den Mittelpunkt. Unter 0800 222 555 ist diese rund um die Uhr, kostenlos, anonym und vertraulich erreichbar und bietet betroffenen Frauen und Mädchen ebenso wie deren Umfeld Erst- und Krisenberatung, Orientierung und den Zugang zu weiteren Hilfsangeboten.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am Donnerstag sprachen die beiden Kampagnenpartner nun gemeinsam mit Bundesministerin Eva-Maria Holzleitner über den Stellenwert von Gewaltschutz, Prävention und Sensibilisierung sowie über die Frage, welche Verantwortung Werbeflächen im öffentlichen Raum dabei übernehmen können.

Gewista stellt Werbeflächen unentgeltlich zur Verfügung

Für die Kampagne stellt Gewista ihre digitalen Werbeflächen österreichweit unentgeltlich zur Verfügung. Die Gestaltung der Sujets erfolgte zudem pro bono durch die Unique Werbeagentur, die dafür eng mit dem Out-of-Home-Spezialisten sowie dem AÖF zusammengearbeitet hat.

"Als österreichischer Marktführer im Bereich OOH haben wir eine enorme Reichweite, welche wir verantwortungsvoll und für gesellschaftlich relevante Themen nutzen wollen. Basierend auf diesem Gedanken ist die Zusammenarbeit mit dem Verein der Autonomen Österreichischen Frauenhäusern entstanden, um der Frauenhelpline 0800 222 555 mehr Sichtbarkeit zu verschaffen", erklärt Franz Solta, CEO der Gewista. In den Vergleichsmonaten sei die Zahl der von Gewalt betroffenen Anruferinnen gegenüber dem Vorjahr gestiegen, ein eindeutiger kausaler Zusammenhang mit der Kampagne lasse sich daraus aber nicht ableiten. "Aber allein, wenn durch die Kampagne ausgelöst wird, dass Anrufe früher als sonst erfolgen, haben wir einen wichtigen Schritt erreicht", ist Solta überzeugt.

Niederschwelliger Zugang zu Beratung

"Die Frauenhelpline muss sichtbar sein, bevor Gewalt eskaliert oder Unterstützung dringend gebraucht wird", betont Beate Malekzadeh-Forstner, Geschäftsführerin des Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser, und ergänzt: "Die Kampagne bringt die Nummer 0800 222 555 in den öffentlichen Raum und macht damit ein kostenloses, anonymes und rund um die Uhr erreichbares Beratungsangebot bekannter. Auch Angehörige, Freund:innen und andere Bezugspersonen können sich an die Frauenhelpline wenden. Lieber ein Anruf mehr als ein Anruf zu spät."

Eva-Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung, ordnete das Projekt in die diesbezügliche Arbeit der Bundesregierung ein: "Österreich hat ein dichtes und hoch professionelles Gewaltschutznetz, das wir als Bundesregierung konsequent unterstützen, ausbauen und weiterentwickeln. Zentral ist aber, dass Frauen sich sicher sein können, dass sie Hilfe und Unterstützung bekommen und wissen, wohin sie sich wenden können, um diese zu erhalten. Genau hier setzt die Kampagne 'Lieber ein Anruf mehr!' an: Sie bringt die Nummer dorthin, wo Frauen täglich unterwegs sind." Wer von Gewalt betroffen sei, sich bedroht fühle oder Angst um sich oder die eigenen Kinder habe, erreiche die Helpline jederzeit kostenlos, anonym und vertraulich. "Ein Anruf ist nie eine Überreaktion", so die Ministerin abschließend.

LEADERSNET war bei der Pressekonferenz dabei. Eindrücke finden Sie in unserer Galerie.

www.gewista.at

www.aoef.at

www.frauenhelpline.at

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