Halbjahresbilanz 2026
Uniqa konnte Gewinn und Prämien zweistellig steigern

| Tobias Seifried 
| 20.08.2026

Der Versicherungskonzern blickt auf ein wachstumsstarkes erstes Halbjahr zurück und bestätigt seine Prognose für 2026. Rückenwind lieferten neben dem Kerngeschäft insbesondere die Kapitalanlagen.

Die Uniqa Insurance Group hat im ersten Halbjahr 2026 sowohl bei den Prämien als auch beim Ergebnis deutlich zugelegt. Insgesamt stiegen die verrechneten Prämien gegenüber dem Vorjahreszeitraum den Angaben zufolge um zwölf Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich um 10,5 Prozent auf 327 Millionen Euro.

Unter dem Strich fiel das Wachstum ähnlich kräftig aus: Laut Uniqa erhöhte sich das Konzernergebnis um 11,1 Prozent auf 258 Millionen Euro, womit die Earnings per Share von 76 auf 84 Cent zulegten.

"Das erste Halbjahr 2026 zeigt, dass wir mit unserer Strategie 'Uniqa 3.0 – Growing Impact' auf Kurs sind", sagt CEO Andreas Brandstetter. Die Kombination aus Prämienwachstum und steigenden Ergebnissen bilde die Grundlage für den langfristigen Erfolg.

Kapitalanlageergebnis legt um fast 47 Prozent zu

Zusätzlichen Rückenwind hätten die internationalen Finanzmärkte gebracht. So habe sich das Kapitalanlageergebnis um 46,7 Prozent von 400 auf 587 Millionen Euro erhöht und das Finanzergebnis von 88 auf 176 Millionen Euro verdoppelt.

Demgegenüber sei das versicherungstechnische Ergebnis um 4,9 Prozent auf 360 Millionen Euro zurückgegangen. In der Schaden- und Unfallversicherung lag die Combined Ratio demnach netto bei 91,6 Prozent nach 90,5 Prozent im Vorjahreszeitraum. Je niedriger diese Kennzahl ausfällt, desto profitabler arbeitet ein Versicherer im Kerngeschäft.

Brandstetter verweist neben der Kapitalanlage auf das stabile Kerngeschäft und darauf, dass größere Naturkatastrophen im bisherigen Jahresverlauf ausgeblieben seien. "Damit sind wir auf einem sehr guten Weg, unser Ziel von 540 bis 570 Millionen Euro Ergebnis vor Steuern für das Gesamtjahr 2026 zu erreichen."

Österreich und CEE legen zu

Wachstum verzeichnete Uniqa sowohl auf dem Heimatmarkt als auch international. In Österreich erhöhten sich die Prämien im ersten Halbjahr um 4,2 Prozent. Als wesentliche Treiber nennt der Konzern die Schaden- und Unfallversicherung, das Firmenkundengeschäft sowie die Gesundheitsversicherung.

Auf den internationalen Märkten betrug das Prämienplus 6,9 Prozent. Insbesondere Zentral- und Osteuropa bleibt für Uniqa von strategischer Bedeutung. Nach Einschätzung des Konzerns entwickeln sich die Volkswirtschaften der CEE-Märkte weiterhin dynamischer als jene der Eurozone, wenngleich der Wettbewerb intensiver geworden sei.

Eine wichtige Rolle habe zudem die Rückversicherungstochter Uniqa Re in Zürich gespielt, deren externes Geschäftsvolumen im ersten Halbjahr stark gewachsen sei.

Segment Prämien H1 2026 Veränderung Ergebnis vor Steuern
Schaden & Unfall 3,163 Mrd. Euro +16,2 % 177 Mio. Euro
Gesundheit 875 Mio. Euro +7,9 % 24 Mio. Euro
Leben 886 Mio. Euro +2,6 % 126 Mio. Euro

Während Schaden und Unfall mit rund zwei Dritteln der Prämien das mit Abstand größte Geschäftsfeld bleibt, verbesserte sich das Ergebnis insbesondere in der Gesundheitsversicherung deutlich. Auch die Lebensversicherung steigerte ihren Ergebnisbeitrag.

Prognose für 2026 bestätigt

Für das Gesamtjahr hält die Uniqa an ihrem bisherigen Ausblick fest. Vorausgesetzt, dass es zu keinen außergewöhnlichen Belastungen durch Naturkatastrophen, Kapitalmarktverwerfungen oder geopolitische Entwicklungen kommt, soll das Ergebnis vor Steuern zwischen 540 und 570 Millionen Euro liegen. Die regulatorische Kapitalquote nach Solvency II belief sich zur Jahresmitte auf 271 Prozent und blieb damit gegenüber den 275 Prozent zum Jahresende 2025 weitgehend stabil.

Im angefügten Video erläutert Kurt Svoboda, Vorstand für Finanz- und Risikomanagement bei der Uniqa Insurance Group AG, die aktuellen Ergebnisse.

www.uniqa.at

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